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23.05.2015

„Das kann eigentlich nicht sein“

Nur die Ruhe: Peter Krzyzanowski empfängt mit dem TSV Burgheim zum Abschluss den TSV Pöttmes. Für beide Vereine geht es noch um alles.
Bild: Xaver Habermeier

Spielertrainer Peter Krzyzanowski ist mit 37 Jahren der beste Torjäger des TSV Burgheim. Im NR-Interview erzählt er, warum er nach wie vor selbst aufläuft und welche Chancen er auf den Klassenerhalt sieht

Spannung im Abstiegskampf der Kreisliga Ost. Für den TSV Burgheim gibt es noch drei Optionen, die Saison abzuschließen: Klassenerhalt, Relegation oder Abstieg (siehe Infokasten). Selbst haben die Burgheimer den Tabellenzweiten TSV Pöttmes zu Gast. Drei Punkte vor dem TSV ist der TSV Hollenbach, drei Zähler hinter dem TSV der SSV Alsmoos-Petersdorf. Die NR hat sich vor dem letzten Spieltag mit Burgheims Trainer Peter Krzyzanowski unterhalten.

Peter Krzyzanowski, für den TSV Burgheim ist am letzten Spieltag noch alles möglich. Mit einem Sieg ist der direkte Klassenerhalt drin, bei einer Niederlage droht der Abstieg. Schauen Sie mehr nach oben oder nach unten?

Wir haben darüber gesprochen, ob wir uns mit der Relegation absichern wollen oder ob wir es noch einmal probieren, es direkt zu schaffen. Wir waren uns alle einig, die Möglichkeit wahrnehmen zu wollen, noch direkt in der Liga zu bleiben. Es ist sicherlich ein Risiko. In erster Linie müssen wir ohnehin auf uns schauen. Gegen Pöttmes wird es schwierig genug. Aber wir sind definitiv nicht chancenlos. Das Hinspiel haben wir dort mit 1:0 gewonnen. Ich glaube, Pöttmes liegt uns.

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Sie haben mit Ihrer Mannschaft nun eine Saison in der Kreisliga gespielt. Fühlen Sie sich in der richtigen Liga?

Wir wollen weiter in der Kreisliga spielen. Da wir eine sehr junge Mannschaft haben, wäre es für den Verein aber auch kein Beinbruch, abzusteigen. Uns war klar, dass wir ab dem ersten Spieltag nur gegen den Abstieg spielen. Daher ist die Situation für uns nichts Außergewöhnliches.

Bis zum achten Spieltag war der TSV Burgheim ungeschlagen. Danach ging es bergab. Gibt es dafür Erklärungen?

Ja, ganz klar. Am Anfang haben wir eine gewisse Euphorie mitgenommen. Das Schöne war, dass meine Mannschaft an den ersten acht Spieltagen vollzählig war und wir das nötige Quentchen Glück hatten. Danach gab es einen Einbruch in personeller Sicht. Einige Spieler haben sich verletzt. Tom Wuka etwa hat einen Kreuzbandriss erlitten. Mit einem Schlag haben mir auf einmal fünf, sechs Spieler gefehlt. Es war nicht leicht, das mit unserem kleinen Kader aufzufangen. Zum anderen, das muss man auch klar sagen, haben meine Jungs nach dem Start gemeint, es wird ein Selbstläufer und die Disziplin hat etwas nachgelassen. Damit war ich nicht zufrieden.

Sie haben am Anfang der Saison gesagt, nur ab und zu mal spielen zu wollen. Jetzt sind Sie sogar mit zehn Toren bester Torjäger...

Intern bin ich an der Spitze und werde es wohl auch nach dem letzten Spiel noch bleiben (lacht). Ich hatte eigentlich nicht vor, großartig einzugreifen. Nun kickt mit Daniel Dussmann sogar mein Co-Trainer mit. Es kann eigentlich nicht sein, dass wir beide mit knapp 40 Jahren noch so einsteigen müssen.

Werden Sie eigentlich informiert sein, wie es bei den Konkurrenten steht?

Mein Abteilungsleiter kümmert sich darum, dass wir up to date sind. Wichtiger ist aber unsere eigene Leistung gegen Pöttmes.

Auch bei einem Sieg droht die Relegation. Ihr bräuchtet drei siege, um die Klasse zu halten...

Das ist ein Wahnsinnsprogramm. Ich bin generell kein Freund von Relegationsspielen. Ich weiß auch nicht, ob mir alle Mann zur Verfügung stehen würden, inklusive mir selbst. Seit über 30 Jahren habe ich noch nie ein Spiel wegen Urlaub versäumt, auch in der Kindheit, weil mein Vater genauso fußballbegeistert war. Man legt seine Urlaubstage außerhalb der Saison und dann kommt die Relegation. Ich hoffe, dass ich nicht alle Spiele verpasse. Beim ersten am Dienstag wäre ich jedenfalls noch da.

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