Bezirksliga Oberbayern Nord

26.08.2013

„Das kotzt mich an“

Zugepackt: Eittings Keeper Markus Friedrich hatte alles im Griff. Nur selten kamen die Karlshulder, wie hier Spielertrainer Thomas Wachs (rechts), zu torgefährlichen Aktionen.
Bild: Roland Geier

Karlshulds Spielertrainer Thomas Wachs geht mit seiner Mannschaft nach der 0:1-Heimniederlage gegen den FC Eitting hart ins Gericht

Karlshuld Beim oberbayerischen Bezirksligisten SV Karlshuld hängt nach der 0:1-Niederlage gegen den FC Eitting der Haussegen gehörig schief. Nach der dürftigen Vorstellung der Grünhemden nahm Trainer Thomas Wachs kein Blatt vor den Mund und sprach deutliche Worte, die den Möslern zu denken geben sollten. „Die Leistung war heute beschissen. Da brauchen wir uns keinen Kopf machen: So steigst du ab!“, war der 34-Jährige richtig geladen und wetterte weiter. „Wie wir uns heute präsentiert haben, das war nicht zum Anschauen und macht mir ehrlich gesagt keinen Spaß. Das kotzt mich an“, redete sich Wachs in Rage.

Allerdings war es auch kein Wunder, dass der SVK-Coach derart wütend reagierte. Die Hausherren hatten die große Möglichkeit, mit einem Sieg einen großen Schritt nach vorne zu machen und sich ins gesicherte Mittelfeld abzusetzen. „Wir lehnen uns jedoch zurück und treten lustlos auf. Jetzt werden wir wohl wie im Vorjahr mit drei, vier Zähler vor dem Strich durch die Saison gehen und bis zum letzten Spieltag hoffen, dass wir uns vor dem Abstieg retten“, polterte Wachs nach der indiskutablen Vorstellung seiner Elf weiter. „Das war heute technisch unterirdisch, was wir unseren Zuschauern geboten haben“, führte der Karlshulder Coach aus – und lieferte auch gleich einige Gründe für die schwache Vorstellung seiner Truppe.

Klare Ansage an die Reservisten

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Derzeit stünden ihm zumeist nur 13 Akteure zur Verfügung, wobei es die Reservisten bestenfalls auf vier Trainingseinheiten bringen. „Dann beschweren sie sich, dass sie auf der Bank sitzen. Es ist keiner gewillt, dass er mal fünf oder sechs Wochen am Stück durchzieht und Motivation zeigt. So haben wir in den letzten Spielen sechs Punkte verschenkt. Das ist der Wahnsinn. Ich kann nicht alle sechs Wochen die gleiche Kassette auflegen. Es steht mir bis zur Oberkante. Das ist schon Schmerzensgeld, was du als Trainer bekommst“, schimpft Wachs, dem zudem sauer aufstößt, dass sich der eine oder andere Akteur eine unnötige rote Karte einhandelt oder immer Spieler wegen Urlaub fehlen.

Am Samstag gegen Eitting zeigten die Grünhemden von Beginn an Schlafwagenfußball. „Ich hätte nach 30 Minuten schon acht Mann auswechseln können“, brachte es Wachs auf dem Punkt. Denn die meisten Offensiv-Aktionen der Mösler endeten bereits frühzeitig in den Beinen der Eittinger, die klare Feldvorteile hatten. So war es SVK-Keeper Harry Falter zu verdanken, dass die Grünhemden nicht schon frühzeitig in Rückstand gerieten. Auch im zweiten Durchgang blieben die Gäste die tonangebende Mannschaft. Der 0:1-Rückstand (61.) brachte Thomas Wachs dann zusätzlich auf die Palme. Nach einem Freistoß stand Tobias Herrmann völlig frei und konnte die Kugel ungehindert zum Siegtreffer einschieben. Darüber konnte sich der Karlshulder gar nicht beruhigen, zumal in der Schlussphase Michael Rößler und Nico Ledl mit guten Gelegenheiten auch noch den möglichen Ausgleich vergaben.

SV Karlshuld: Falter – S. Stegmeir, Auerhammer, Naeder, Engelhard (83. Bahlmann) – Ledl, Steininger, Özcan (37. König), M. Stegmeir (62. Rößler), Berchermeier, Wachs.

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