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09.05.2015

Der Deckel soll drauf

Möchte mit dem SV Echsheim am Sonntag den Kreisliga-Aufstieg perfekt machen: Spielertrainer Christoph Meitinger.
Bild: Xaver Habermeier

Der SV Echsheim möchte am Sonntag den Kreisliga-Aufstieg perfekt machen. Dabei bekommt es Trainer Christoph Meitinger ausgerechnet mit seinem Ex-Klub aus Klingsmoos zu tun

Wenn Schiedsrichter Rudi Kaes am Sonntag gegen 16.45 Uhr die Partie der Kreisklasse Neuburg zwischen dem SV Echsheim-Reicherstein und SV Klingsmoos beendet, dann könnte es durchaus sein, dass sich auf dem SVE-Sportgelände – gelinde gesagt – turbulente Szenen abspielen. Der Grund: Die Hausherren stehen unmittelbar vor dem Aufstieg in die Kreisliga Ost. Wir haben mit dem Spielertrainer des SV Echsheim, Christoph Meitinger, gesprochen.

Hallo Herr Meitinger! Haben die Planungen für die Meister- und Aufstiegsfeier am Sonntag schon begonnen?

Meitinger: Nein, mit so etwas befasse ich mich zum jetzigen Zeitpunkt definitiv noch nicht. Klar, falls es am Ende klappen sollte, wären wir darauf schon ein bisschen vorbereitet. Aber wir wissen auch, dass am Sonntag ein ganz schweres Spiel auf uns wartet. Wir sind darauf fokussiert, gut drauf und jeder weiß, um was es geht. Natürlich hoffen wir, den Deckel auf den Aufstieg drauf machen zu können. Was dann im Anschluss alles passiert, steht noch in den Sternen (lacht).

Wenn Ihnen vor der Saison jemand gesagt hätte, dass der SV Echsheim drei Spieltage vor Schluss den Aufstieg in die Kreisliga perfekt machen könnte: Was hätten Sie darauf geantwortet?

Meitinger: Dann hätte ich wohl gesagt: Ihr seid wahnsinnig (lacht)! Nein, vor Beginn dieser Spielzeit war das freilich absolut kein Thema – zumal wir ja erst aus der A-Klasse aufgestiegen sind. Unser vorrangigstes Ziel war es, erst einmal in der Kreisklasse Fuß zu fassen und eine ordentliche Runde zu absolvieren. dass wir jetzt schon wieder an der Tabellenspitze stehen und den nächsten Aufstieg perfekt machen können, ist schon unglaublich.

Wie würden Sie das Erfolgsrezept des SV Echsheim beschreiben?

Meitinger: Ich denke, dass wir einfach ein zusammengeschweißter Haufen sind. Der Zusammenhalt in unserer Mannschaft ist riesig. Das spiegelt sich letztlich auch in unserer Trainingsbeteiligung wider. Wir haben bei jeder Übungseinheit durchschnittlich 23, 24 Leute auf dem Platz. Nur so geht es! Und dieser Trainingsfleiß und Verbundenheit zum Verein zahlen sich dann auch bei den Punktspielen aus. Es macht einfach ungemein viel Spaß mit diesen Jungs.

Sie haben es bereits angesprochen: Der SV Echsheim ist in der vergangenen Saison noch in der A-Klasse auf Tor- und Punktejagd gegangen – nun in der Kreisklasse! Worin liegt der Hauptunterschied zwischen diesen beiden Ligen?

Meitinger: Grundsätzlich geht es auf dem Platz schon ein bisschen schneller zur Sache – was jedoch immer der Fall ist, wenn man in eine höhere Spielklasse kommt. Allerdings ist der Unterschied jetzt auch nicht so riesengroß, dass ich behaupten würde, in der Kreisklasse wird ein ganz anderer Fußball gespielt. Im Vorfeld hätte ich schon gedacht, dass wir uns etwas schwerer tun. Aber letztlich ist es ja ganz gut gelaufen (lacht).

Am Sonntag geht es daheim gegen den SV Klingsmoos! Dies dürfte – abgesehen von der Tatsache, dass man die Meisterschaft unter Dach und Fach bringen könnte – gleich in mehrerlei Hinsicht eine ganz besondere Begegnung sein...

Meitinger: (lacht) Oh ja, definitiv! Zum einen habe ich ja selbst vier Jahre lang in Klingsmoos gespielt und kenne daher das komplette Umfeld. Zum anderen ist Kevin Irl, mit dem ich den Trainer-Posten in Echsheim inne hatte, in der Winterpause als Spielercoach zum SV Klingsmoos zurückgegangen. Aber nichtsdestotrotz ist es mir eigentlich egal, gegen wen wir am Sonntag spielen. Wir wollen jetzt die Meisterschaft perfekt machen. Wie dabei der Gegner heißt, ist absolut zweitrangig.

Worauf wird es in der Partie gegen die abstiegsbedrohten Mösler ankommen?

Meitinger: Zunächst einmal können wir uns sicher an die Fahne heften, dass wir jeden Gegner in dieser Liga schlagen können, wenn wir unsere Leistung bringen. Klar wird eine gewisse Anspannung vor dem Anpfiff vorhanden sein. Aber wie schon gesagt, der Gegner ist uns egal.

Falls es mit dem Aufstieg in die Kreisliga klappt, wäre dies bereits der dritte in Folge! Fände dann der beeindruckende Siegeszug auch in der neuen Liga seine Fortsetzung?

Meitinger: (lacht) Natürlich ist durch die vergangenen zwei, drei Jahre eine große Euphorie in Echsheim vorhanden. Aber realistisch betrachtet, sollte man schon auf dem Teppich bleiben. In der Kreisliga kann und darf es nur ein Ziel geben – und das ist ausschließlich der Klassenerhalt!

„Ich habe selbst vier Jahre in Klingsmoos gespielt und kenne daher das Umfeld.“

Christoph Meitinger

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