Landesliga Südwest

06.09.2019

Der Kapitän fällt aus

Fällt aus: Der VfR Neuburg muss wohl länger auf Kapitän Sebastian Habermeyer verzichten. Sicher fehlen wird er im heutigen Heimspiel gegen den FC Kempten.
Bild: Roland Geier

Der VfR Neuburg muss gegen den FC Kempten und möglicherweise länger auf Sebastian Habermeyer verzichten. Warum Alexander Egen dennoch nicht bange ist.

Mit Licht und Schatten präsentierte sich der VfR Neuburg am vergangenen Wochenende beim Gastspiel gegen den Aufsteiger und Tabellenvorletzten SV Bad Heilbrunn. „Die erste Halbzeit von uns hat mir überhaupt nicht gefallen“, berichtet Co-Trainer Alexander Egen, der seinen derzeit urlaubenden „Chef“ Christian Krzyzanowski an der Seitenlinie vertrat. „Nach dem frühen Führungstreffer hat sich bei den meisten Jungs wohl die Erkenntnis eingeschlichen, dass das Ganze ein Selbstläufer werden würde“, so Egen weiter. Doch anstatt einer lockeren „Trainingseinheit unter Wettkampf-Bedingungen“ gerieten die Lilaweißen im weiteren Verlauf bis zum Halbzeitpfiff fast ins Stolpern. „Am Ende mussten wir sogar froh sein, dass wir überhaupt mit dieser 1:0-Führung in die Pause gehen konnten“, berichtet der VfR-Coach.

VfR Neuburg: Schwache erste Halbzeit in Bad Heilbrunn

Erst nach einigen „sehr deutlichen Worten“ und Umstellungen wurde es dann nach Wiederbeginn deutlich besser. Die Neuburger übernahmen von Anfang an das Kommando und erspielten sich unzählige Chancen, von denen sie letztlich (nur) drei zum ungefährdeten 4:0-Erfolg nutzten. „Hätten wir alle unsere hochkarätigen Gelegenheiten in diesem Abschnitt in Tore umgemünzt, beziehungsweise wären wir nicht noch 20 Mal ins Abseits gelaufen, würde das Resultat ganz anders aussehen“, sagt Egen, der jedoch sowohl den Spielverlauf im zweiten Durchgang als auch das Endergebnis nicht überbewerten wollte: „Die ersatzgeschwächten Bad Heilbrunner waren an diesem Tag schlichtweg kein Gradmesser.“ Als Belohnung für die Leistungssteigerung sprang unter dem Strich aber zumindest die Tabellenführung in der Landesliga Südwest heraus, da gleichzeitig die Konkurrenz aus Gundelfingen (1:1 in Geretsried) und Sonthofen (2:2 gegen Mering) schwächelte. „Natürlich ist es immer schön, wenn man ganz oben steht. Für mich ist es aber letztlich nur eine schöne Momentaufnahme“, meint Egen und erklärt: „Wenn man aufsteigen will, muss man im Mai auf dieser Position stehen. Und dafür steht uns sicherlich noch einiges an Arbeit bevor.“

VfR Neuburg: Niklas Golling bestreit sein letztes Spiel

Viel wichtiger als der derzeitige „Platz an der Sonne“ sei für den 30-Jährigen aber ohnehin ein anderer Aspekt. „Wir haben jetzt fünf Partien hintereinander gewonnen. Nachdem es im Fußball nicht oft solche Siegesserien gibt, wollen wir diese natürlich so weit wie möglich ausbauen und dementsprechend so viele Punkte mitnehmen, wie es geht.“ Erfolg Nummer sechs soll am Samstag (15 Uhr) folgen, wenn es in der heimischen Sparkassen-Arena gegen den FC Kempten geht. Auch wenn die Allgäuer zuletzt dreimal in Folge unterlagen, gebe es laut Egen „absolut keinen Grund, diesen Gegner zu unterschätzen. Schließlich haben die Kemptener zuvor immerhin in Gundelfingen triumphiert“.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Personell kann Egen indes nicht aus dem Vollen schöpfen. So droht unter anderem der Ausfall von Kapitän Sebastian Habermeyer, der sich am Dienstag im Training am Sprunggelenk verletzte und dem möglicherweise sogar eine längere Pause droht. „Natürlich können wir Seppi nicht Eins-zu-Eins ersetzen. Auf der anderen Seite ist es aber gleichzeitig auch die Chance für andere Spieler, sich nun entsprechend zu zeigen. Daher ist mir auch überhaupt nicht bange“, so der Neuburger Trainer.

Letztmals das VfR-Trikot tragen wird indes Youngster Niklas Golling, der – wie bereits vorige Woche berichtet – die Lilaweißen aus Studiengründen in Richtung Bayreuth verlassen wird.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren