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15.11.2019

Derby in der Landesliga: „Da will keiner verlieren“

Geht voran: Kapitän Sebastian Habermeyer zieht beim VfR Neuburg im Mittelfeld die Fäden.
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Geht voran: Kapitän Sebastian Habermeyer zieht beim VfR Neuburg im Mittelfeld die Fäden.
Foto: Roland Geier

Sebastian Habermeyer (VfR Neuburg) und Sebastian Rutkowski (Ehekirchen) sprechen über das Derby und verraten, welchen Spieler des Gegners sie gerne im Team hätten.

Es ist zweifellos ein besonderes Spiel für alle Beteiligten, wenn sich diese beiden Mannschaften gegenüberstehen. Am Samstag (14 Uhr) kommt des in der Landesliga Südwest zum Duell zwischen dem VfR Neuburg und dem FC Ehekirchen. Beide Teams wollen an ihre derzeit gute Form anknüpfen. Die Neuburger Rundschau hat den beiden Kapitänen Sebastian Habermeyer (VfR Neuburg) und Sebastian Rutkowski (FC Ehekirchen) acht Fragen gestellt.

Welche Erinnerungen haben Sie an das 2:2 im Hinspiel?

Rutkowski: Mit unserem Punktgewinn hat im Vorfeld wohl kaum jemand gerechnet. Neuburg war spielerisch die bessere Mannschaft und das Unentschieden für uns etwas glücklich. Dennoch wäre sogar mehr möglich gewesen, weil wir nach zwei Toren von Simon Schmaus 2:1 vorne lagen. Leider ist es uns nicht gelungen, die Führung über die Zeit zu bringen, da Sebastian Habermeyer einen Freistoß verwandelt hat.

Habermeyer: Wir waren die bessere Mannschaft und lagen verdient in Führung. Dann hat Ehekirchen durch einen Doppelschlag von Simon Schmaus das Spiel gedreht. Wir waren nach zwei Platzverweisen gegen Ehekirchen in der Schlussphase in doppelter Überzahl. Diese haben wir leider nicht gut ausgespielt.

Welchen Stellenwert hat das Derby innerhalb der Mannschaft?

Rutkowski: Natürlich einen sehr großen, es ist ein Derby. Auf dieses Spiel fiebert jeder mehrere Wochen hin. Viele Spieler kennen sich untereinander, Fabian Scharbatke etwa hat vergangene Saison noch für uns gespielt. Da will keiner verlieren, allein um Hänseleien zu vermeiden.

Habermeyer: Das Derby hat allein deshalb einen besonderen Stellenwert, weil sich die Spieler der beiden Mannschaften gut kennen oder bereits für das andere Team gespielt haben. Wir wollen es gewinnen, wie jedes andere Spiel auch.

Geht voran: Kapitän Sebastian Rutkowski läuft beim FC Ehekirchen als linker Verteidiger auf.
Foto: Daniel Worsch


Wie bewerten Sie den eigenen Saisonverlauf?

Rutkowski: Nach einem schlechten Saisonstart haben wir uns gesteigert und ein Polster auf den Relegationsplatz erarbeitet. Aber wir sind noch lange nicht gerettet.

Habermeyer: Wir können mit unserer Saison nur bedingt zufrieden sein, weil wir mit sieben sieglosen Spielen eine lange Durststrecke hatten und einige Punkte liegengelassen haben. Obwohl die Konkurrenten konstant gepunktet haben, sind wir noch im Rennen und bleiben optimistisch. Wir wollen mit Siegen bis zur Winterpause signalisieren, dass mit uns noch zu rechnen ist.

Warum steigt der VfR Neuburg auf?

Rutkowski: Der direkte Aufstieg wird für den VfR Neuburg sehr schwierig. Gundelfingen hat bereits einige Punkte Vorsprung und macht einen stabilen Eindruck. Da müsste in der Rückrunde schon einiges schieflaufen. Allerdings ist der VfR erster Anwärter auf den zweiten Platz. Der Kader ist einfach sehr stark besetzt, viele Spieler haben höherklassige Erfahrung.

Habermeyer: Weil wir eine intakte Mannschaft sind und einen starken, breiten Kader haben. In einer langen Saison braucht man jeden Spieler.

Warum bleibt der FC Ehekirchen in der Landesliga?

Rutkowski: Die Einstellung bei uns stimmt, wir haben eine sehr ehrgeizige und junge Truppe. Unser Kader ist außerdem in der Breite gut aufgestellt, wir könnten Ausfälle kompensieren.

Habermeyer: Der FC Ehekirchen hat eine homogene Truppe, die sehr kämpferisch auftritt. Der Einsatz ist vorbildlich. Über Kampf gewinnt man Spiele, wie Ehekirchen zuletzt bewiesen hat.

Welchen Spieler des Gegners hätten Sie gerne in den eigenen Reihen?

Rutkowski: Wenn ich jetzt nicht Fabi sage, ist er wohl beleidigt (lacht). Dennoch würde ich Sebastian Habermeyer nehmen.

Habermeyer: Puh, das ist schwierig zu beantworten. Gut zu Gesicht stehen würde uns Simon Schmaus, der etwa im Hinspiel gezeigt hat, was er kann. Er ist ein feiner Kerl, der eine Bereicherung für jede Mannschaft darstellt.

Auf was wird es im Derby ankommen?

Rutkowski: Wir müssen bissig in die Zweikämpfe gehen und dem VfR den Spaß am Fußball nehmen. Uns ist bewusst, dass es sehr schwierig wird. Es muss alles passen, um etwas mitnehmen zu können.

Habermeyer: Wir müssen den Ball laufen lassen, geduldig bleiben und dürfen den Kopf nicht verlieren. Wenn wir unseren Fußball spielen, werden wir die Punkte holen.

Wie lautet Ihr Tipp für das Spiel?

Rutkowski: Wir gewinnen nach einem großen Kampf mit 1:0.

Habermeyer: 2:1 für uns.

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