Wohltätigkeitslauf

27.10.2014

Die Vielfalt macht’s

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493 Teilnehmer machten sich gestern beim Lionslauf auf die 23,5 Kilometer lange, selektive Strecke von Eichstätt über die Jurahöhen nach Neuburg auf. Die äußeren Bedingungen waren ideal, die Organisation einmal mehr perfekt.

Veranstaltung der Lionsclubs Neuburg und Eichstätt lockt auch immer mehr ausländische Sportler an. Erstmals waren auch Menschen mit Behinderung dabei. Vorjahresdritter Martin Stier war der beste Läufer und Irmgard Weidenhiller die schnellste Frau

Inklusion – dieser Begriff war bei der zwölften Auflage des Lions-Städtelaufs zwischen Eichstätt und Neuburg des Öfteren zu vernehmen. Mit dem Ziel, Menschen mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung an solch einer sportlichen Betätigung teilhaben zu lassen, durften in diesem Jahr auch Behinderte an der Benefizveranstaltung teilnehmen.

Diesem Aufruf folgten bei der Premiere am gestrigen Sonntagvormittag bei perfektem Laufwetter und einem rundum gelungenen Wettbewerb aber nur zwei Sportlerinnen. Gerda Trenkler war eine davon. Gemeinsam mit ihrem Hund Seppi lief sie die 1,3 Kilometer lange Strecke des Kinderlaufs von der Schlösslwiese zur Parkhalle souverän. „Es war wirklich lustig. Noch dazu ist die Strecke super“, meinte Trenkler, die nach ihrem Lauf noch am Stand der „Offenen Hilfe“ anzutreffen war. Die Pegnitzerin Ulla Turnwald lief trotz Behinderung sogar die volle Distanz, die die Läufer von Eichstätt aus über Möckenlohe, Nassenfels und Unterstall nach Neuburg führte. Im Ziel kannte ihre Freude keine Grenzen mehr.

Am Schnellsten absolvierte die Strecke der Ingolstädter Martin Stier, der in den letzten beiden Jahren Dritter geworden war, und nun nach kräftezehrenden 1:26:13 Stunden die Ziellinie als Erster überquerte. Zweiter bei den Männern wurde Julian Sterner (MTV Ingolstadt) in 1:27:35 gefolgt von Roland Rigotti (TSG 08 Roth), der die 23,5 Kilometer in 1:28:13 schaffte. Bei den Frauen lief Irmgard Weidenhiller (TSV Gaimersheim) in 1:43:48 allen davon. Iris Bischoff (MTV Ingolstadt, 1:53:13) und die gebürtige Mexikanerin Dejanira Juarez Garcia aus Ingolstadt (1:53:39) folgten. Für Garcia war es die erste, aber wohl nicht die letzte Teilnahme beim Lionslauf: „Es war eine sehr schöne Veranstaltung. Die Landschaft war super und auch das Wetter war perfekt zum Laufen“, zeigte sich Dejanira nach dem Lauf begeistert.

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Lob gab es auch von einem Läufer des Lionsclubs Klagenfurt. Der 54-jährige Gerhard Herbst (2:03 Stunden) resümierte: „Ich hatte einen top Eindruck von der Organisation, den Zuschauern und der abwechslungsreichen Strecke. Wir kommen auf jeden Fall wieder.“ Sein Verein – befreundet mit dem Lionsclub aus Eichstätt – war mit 15 Teilnehmern angereist. Die Österreicher waren aber nicht die einzigen „Exoten“ beim Lionslauf 2014. Ein Sportler aus Venedig, drei Mexikaner oder ein Franzose sorgten für internationales Flair.

Ob Organisatoren oder Schaulustige – allesamt sprachen von einem rundum gelungenen Event, an dem insgesamt 493 Läufer (inklusive Kinder, Nordic-Walker und Walker) teilnahmen. Besonders erstaunlich war die hohe Anzahl an Nachmeldern. Viele scheinen sich ob des überraschend guten und beständigen Wetters kurzfristig doch dazu entschlossen zu haben, mitzulaufen, wodurch man fast einen neuen Teilnehmerrekord aufstellte.

Rund 250 Helfer (diverse Feuerwehren, Bayerisches Rotes Kreuz, THW und Lions-Mitglieder) machten die Veranstaltung erst möglich. Sie sorgten auch für das leibliche Wohlbefinden der Beteiligten. Das Buffet nach dem Zieleinlauf in der Dreifachturnhalle beim Parkbad war auch gestern wieder der viel gelobte Lohn für die Sportler. Michael Heindl, Präsident des Lionsclubs Neuburg, hatte allen Grund zu Freude. „Ich bin hochzufrieden. Die Stimmung war bestens und auch von den Teilnehmern gab es nur Lob“, sagte Heindl.

Unter den Sportlern waren auch 46 Kinder, die seperat auf einer kürzeren Strecke (1,3 km) liefen und mit einem T-Shirt, einer Urkunde und einer Medaille ausgezeichnet wurden. Schnellster war wie schon im Vorjahr Dario Horak in 5:40 Minuten. Von Gewinnern und Verlierern zu sprechen, wäre an diesem Tag aber unangebracht gewesen. „Es gibt nur Sieger“, sagte Moderator Klaus Benz bei der Ehrung. Unterstützt von Eva Münsinger machte er den Zieleinlauf mit seinen Beiträgen einmal mehr für Läufer und Zuschauer zu einem heiteren Erlebnis.

Unter dem Motto „Laufend helden“ kommt der Erlös, der nach dem 12. Lionslauf die 100000 Euro-Marke knackte, wie jedes Jahr den Hilfswerken der Lions-Clubs Eichstätt und Neuburg und über sie wohltätigen Zwecken zu Gute.

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