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DEL

17.11.2019

ERC Ingolstadt lässt die Heimschwäche hinter sich

Nicht zu halten: Kristopher Foucault vom ERC Ingolstadt ließ den Verteidigern aus Wolfsburg keine Chance.
Foto: Johannes Traub

Gegen die Grizzlys Wolfsburg legt der ERC Ingolstadt einen souveränen Auftritt hin. David Elsner überzeugt beim 6:3-Erfolg gegen die Niedersachsen.

Lange hatte der ERC Ingolstadt kein Spiel vor eigenem Publikum gewonnen. Die letzte Heimniederlage liegt nun allerdings schon ganze drei Wochen zurück – zugegebenermaßen auch deshalb, weil eines der drei Wochenenden spielfrei war. Doch wenn der ERC die nächsten Spiele so angeht wie die Partie gegen die Grizzlys aus Wolfsburg, dann könnte die nächste Schlappe zu Hause noch länger auf sich warten lassen. Gegen den Tabellenzehnten siegte die Mannschaft von Trainer Doug Shedden am Sonntag verdient mit 6:3.

Vor rund 3600 Zuschauern fanden beide Mannschaften schnell ins Spiel. Der ERC kam durch David Elsner und Tim Wohlgemuth zu ersten Chancen (4.). Aber auch den Gästen merkte man an, dass sie ihrem Anhang etwas bieten wollten. Über 300 Wolfsburger waren mit nach Ingolstadt gekommen – ungewöhnlich viele für Wolfsburger Verhältnisse – viele davon im Sonderzug. Das Vorhaben gelang: Nach sechs Minuten legte Gerrit Fauser für Garrett Festerling auf, der aus kurzer Distanz versenkte.

DEL: ERC Ingolstadt schlägt Wolfsburg souverän

Sofort drängte der ERC auf den Ausgleich. In der neunten Minute vergab erst Colin Smith und dann Brett Olson nach einem abgewehrten Schuss von Kristopher Foucault. Gelingen sollte das 1:1 schließlich David Elsner. (11.) Beim Versuch, den Puck vors Tor zu spielen, traf er einen Wolfsburger Schlittschuh, von dem die Scheibe ins Tor sprang. Die Gastgeber feuerten nun fast im Sekundentakt auf das Tor von Felix Brückmann, doch auch ein weiteres Powerplay brachte keinen Erfolg. Besser lief es in der 16. Minute, als beide Mannschaften dezimiert auf dem Eis standen: Sean Sullivan spielte Maurice Edwards sehenswert frei, der die Nerven behielt, Goalie Brückmann umkurvte und zum 2:1 einschob. Nachdem die Panther eine Unterzahl überstanden hatten, ging es in die Pause.

Auch im zweiten Durchgang war Wolfsburg nur zu Beginn stark. Nach einem missglückten Befreiungsschlag gelang Fauser der 2:2-Ausgleich. (24.) Wieder war das frühe Gegentor der Weckruf für Ingolstadt: Foucaults tolles Solo war von Lucas Lessio nur durch ein Beinstellen zu stoppen. (26.) Die folgende Zwei-Minuten-Strafe sollte sich bezahlt machen: Wie vorm 1:1 war Lessio gerade schon auf dem Weg zurück aufs Eis, als Foucault und Wayne Simpson Elsner schön freigespielt hatten. Der ließ sich Zeit und Goalie Brückmann keine Chance: 3:2!

Und der ERC legte nach: In der 34. Minute sah Elsner den völlig freien Tim Wohlgemuth links vor dem Gästetor. Der nahm den Puck direkt und traf zum 4:2. Von Wolfsburg war jetzt nichts mehr zu sehen, die Fehler häuften sich. Aber auch auf Ingolstädter Seite: Nach 39 Minuten schnappte sich Lucas Lessio im Drittel des ERC den Puck und lief aufs Tor zu – doch der Kanadier vergab frei vor Jochen Reimer die große Chance auf den Anschlusstreffer.

Neun Tore beim ERC Ingolstadt

Im letzten Drittel erwischten die Panther den besseren Start: Nach 43 Minuten tauchte Smith frei vor Brückmann auf und schlenzte den Puck ins lange Eck. Dank einem Powerplay blieb Wolfsburg im Spiel: Einen Schuss von Brent Aubin konnte Jochen Reimer noch abwehren, gegen den Abstauber von Anthony Rech war er machtlos. (46.) Ville Koistinen stellte nach 50 Minuten schließlich den alten Abstand wieder her. Damit war das Spiel entschieden, Wolfsburg wurde nicht mehr gefährlich. Die Sonderzugfahrer waren kaum noch zu hören, hüpften stattdessen mit den feiernden Panther-Fans mit.

So überraschte es nicht, dass ERC-Trainer Shedden sein Team nach dem Spiel gleich mehrfach lobte. Tim Wohlgemuth hob er hervor, ebenso wie Doppeltorschütze Elsner – dem er wegen schlechter Leistungen heuer schon eine Denkpause verpasst hatte. „Die Pause war gar nicht verkehrt“, sagte Elsner. „Leider brauche ich so einen Arschtritt manchmal.“ Mit dem Erfolg verbesserte der ERC sich in der Tabelle auf Rang sechs. Am Freitag geht es für die Panther um 19.30 Uhr weiter. Dann steht das Auswärtsspiel in Düsseldorf an.

ERC Ingolstadt Reimer – Edwards, Sullivan, Simpson, Höfflin, D’Amigo – Wagner, Koistinen, Friesen, Jobke, Schütz, Collins, Olson, Foucault, Smith, Olver, Bailey, Detsch, Wohlgemuth, Elsner – Zuschauer 3588 – Tore 0:1 Festerling (6.), 1:1 Elsner (11.), 2:1 Edwards (16.), 2:2 Fauser (24.), 3:2 Elsner (28.), 4:2 Wohlgemuth (34.), 5:2 Smith (43.), 5:3 Rech (46./PP), 6:3 Koistinen (50./PP).

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