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Eishockey

14.11.2019

ERC-Nationalspieler zurück im Liga-Alltag

Die beiden Nationalspieler Fabio Wagner (links) und Tim Wohlgemuth (rechts) gemeinsam auf dem Eis für den ERC Ingolstadt.
Bild: Johannes Traub

Fabio Wagner und ERC-Teamkollege Tim Wohlgemuth trugen noch vor Kurzem ein anderes Trikot – das der Nationalmannschaft. Jetzt sind sie zurück in Ingolstadt.

Für ein paar Tage haben sie den Panther gegen einen Adler eingetauscht. Während ein Großteil der Spieler des ERC Ingolstadt zwei Wochen lang spielfrei hatte, ging es für Fabio Wagner und Tim Wohlgemuth nach Krefeld. Aber nicht, um einen Ligakonkurrenten auszuspähen: Nationaltrainer Toni Söderholm hatte die beiden in den Kader der deutschen Nationalmannschaft berufen. Die spielte am vergangenen Wochenende im Deutschland-Cup gegen hochklassige Gegner, traf auf Olympiasieger Russland, den ehemaligen Weltmeister Slowakei und die Schweiz, Vizeweltmeister von 2018. Und immer mit dabei: Die Schanzer-Panther Wagner und Wohlgemuth.

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Zur Gewohnheit könnten die Ausflüge mit der DEB-Auswahl langsam für Fabio Wagner werden. Der feierte sein Debüt in der A-Nationalmannschaft bereits vor eineinhalb Jahren, kurz nachdem die Mannschaft in Südkorea nur um Sekunden Olympia-Gold verpasst hatte. Doch Wagner sagt: „Spiele mit der Nationalmannschaft sind immer etwas ganz Besonderes.“ Auf den Deutschland-Cup blickt er zufrieden zurück. „Mit dem Verlauf können wir ganz glücklich sein“, bilanziert er. Tatsächlich: Deutschland schloss das Turnier auf dem zweiten Platz ab, war im abschließenden Spiel gegen die Slowakei nach einer 2:0-Führung kurz davor, nicht nur das Spiel, sondern damit auch das Turnier zu gewinnen. Doch nach einer Niederlage in der Overtime fehlte in der Abschlusstabelle ein Punkt auf die siegreiche Schweiz. Dennoch: Seit 2015, als Deutschland das Turnier für sich entscheiden konnte, schnitt keine deutsche Mannschaft mehr so gut ab. Der einzige Ingolstädter im Kader damals war Benedikt Kohl.

Für Fabio Wagner vom ERC Ingolstadt ist die Eishockey-WM ein Ziel

Das nächste Ziel für die Nationalmannschaft ist nun die WM im kommenden Mai in der Schweiz. Es überrascht nicht, dass Fabio Wagner genau dort für Deutschland spielen möchte. „Natürlich ist die WM ein Ziel“, sagt er. Momentan beschäftige er sich allerdings noch nicht mit dem Turnier – schließlich dauert die Saison mit dem ERC Ingolstadt noch lange. ERC-Trainer Doug Shedden hat er jedenfalls schon lange von sich überzeugt: „’Wag’ ist ein Traum für jeden Trainer“, sagt er.

ERC-Nationalspieler zurück im Liga-Alltag

Auch Tim Wohlgemuth würde gerne im WM-Kader stehen, bremst aber die Erwartungen: „Ich bin realistisch und weiß, dass es noch andere gute Jungs gibt“, gibt er zu bedenken. „Aber natürlich hoffe ich auf meine Chance.“ Wohlgemuth gehört zu den Nachwuchshoffnungen des deutschen Eishockey, ist erst 20 Jahre alt und debütierte im April für die Nationalmannschaft. Seinen Stellenwert in Ingolstadt haben die Länderspiele allerdings nicht verändert, sagt er. „Fürs Selbstvertrauen ist die Nominierung natürlich toll, aber ich bin deshalb in der Mannschaft nichts Besonderes.“ Gelernt habe er bei der Nationalmannschaft sicher einiges. Er sei schneller im Kopf geworden, habe sein Aufbau- und Defensivspiel verbessern können. „Jetzt wird sich zeigen, ob ich das auch umsetzen kann“, blickt Wohlgemuth auf die kommenden Wochen voraus.

18. Spieltag der DEL: ERC Ingolstadt muss zu den Iserlohn Roosters

Die beginnen für ihn und seine Teamkollegen um Fabio Wagner am Freitag um 19.30 Uhr in Iserlohn, wenn die Panther bei den Roosters zu Gast sind. Die stehen derzeit auf Platz zehn, zwei Plätze hinter dem ERC. Erst vor vier Wochen war Ingolstadt dort zu Gast, gewann souverän mit 3:0 – doch so einfach werde es diesmal nicht werden, erwartet Wohlgemuth: „Es wird mit Sicherheit von Anfang an schwieriger“, sagt er. „Wir werden viel Offensive zu sehen bekommen.“ Teamkollege Wagner warnt vor dem Iserlohner Publikum, das als eines der emotionalsten in der DEL gilt. Zugleich betont er: „Wir haben dort eine gute Chance, den Anschluss an die Top sechs zu halten“ – die Plätze, die direkt in die Play-offs führen. Dabei muss Trainer Shedden auf Brandon Mashinter und Petr Taticek verzichten.

Zwei Tage später werden die Panther um 16.30 Uhr den Tabellenelften Wolfsburg zu Gast haben. Nach 17 Spielen liegt der ERC Ingolstadt auf Rang acht der Tabelle, zu Platz sechs fehlen ihr aktuell zwei Punkte.

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