Landesliga Südwest

28.11.2019

Ehekirchen sinnt auf Revanche

Auswärtsspiel zum Abschluss: Christoph Hollinger (rechts) ist mit dem FC Ehekirchen beim FC Garmisch-Partenkirchen zu Gast.
Bild: Daniel Worsch

Der FCE ist beim FC Garmisch-Partenkirchen, gegen den das Hinspiel 0:5 verlorenging, zu Gast. Allerdings plagen den Aufsteiger personelle Probleme.

Dass zum Abschluss des Fußballjahres mit dem FC Garmisch-Partenkirchen und dem FC Ehekirchen der Tabellensiebte und -achte aufeinandertreffen, nur ein Punkt zwischen den Teams liegt und Gerhard Hildmann von einem „Spiel auf Augenhöhe“ sprechen kann, war vor knapp vier Monaten so nicht zu erwarten.

Rückblick: Mit 0:5 verließ der FC Ehekirchen im Hinspiel am 4. August gegen Garmisch den Rasen, war mit zwei Zählern Vorletzter. „Wir waren recht schnell hoffnungslos hinten (0:2 nach elf Minuten, Anm. d. Red.), haben dann noch einen Elfmeter verschossen“, erinnert sich Hildmann. Auch wenn sein Team einen „gebrauchten Tag“ erwischt und „fürchterliche individuelle Fehler“ begangen hätte, sei das Ergebnis etwas zu hoch ausgefallen. Der FC Ehekirchen verlor danach auch die folgenden beiden Spiele und drohte, den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze zu verlieren. Ein Szenario, das inzwischen längst der Vergangenheit angehört. Nach dem siebten Spieltag holte der Aufsteiger in 14 Spielen 28 Punkte und kletterte die Tabellenleiter Stufe um Stufe bis auf Rang acht nach oben. Nur Tabellenführer FC Gundelfingen (13 Spiele/30 Punkte) und der VfR Neuburg (15/30) haben in diesem Zeitraum mehr Zähler eingefahren als Ehekirchen.

Gründe für die Serie des FC Ehekirchen

Einen speziellen Grund für die Wende zum Guten kann Hildmann nicht nennen. Vielmehr hätten einige Dinge eine Rolle gespielt. „Uns ist es gelungen, die Fehler abzustellen, wir spielen konsequenter“, sagt der Trainer etwa. Oder: „Wir haben eine klare Strategie, mit und ohne Ball.“ Nahezu perfekt austariert wirkt das Ehekirchener Pressing, das viele Gegner vor erhebliche Probleme stellt. Bei allen taktischen Kniffen hängt letztlich im Fußball vieles von der Einstellung der Spieler ab. Und die passt, wie Hildmann betont: „Die Mannschaft gibt in jeder Partie 90 Minuten Gas, ist sehr robust und zweikampfstark.“ Tugenden, die nötig seien, um in der Landesliga zu bestehen. Denn Hildmann weiß auch, „dass wir selten ein Team in dieser Klasse dominieren werden, weil wir technisch und fußballerisch überlegen sind“.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Daher bleibt der Trainer trotz des derzeitigen Laufs und neun Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegs-Relegationsplatz bezüglich des Klassenerhalts vorsichtig. „Wir haben ein Polster, aber keine Sicherheit,“ sagt er. Derzeit habe der FCE „das Momentum“ auf seiner Seite, das ausgenutzt werden müsse. „Was ist“, überlegt Hildmann, „wenn wir nach der Winterpause erneut die ersten sieben Spiele vergeigen?“ Dann könne es noch einmal knapp werden.

FC Ehekirchen: Florian Wenger fehlt in Garmisch-Partenkirchen

Zunächst einmal steht am heutigen Samstag (15 Uhr) noch das letzte Punktspiel im Jahr 2019 beim FC Garmisch-Partenkirchen an. Etwas „gutzumachen“ habe der FCE nach der 0:5-Klatsche im Hinspiel, sagt Hildmann, der einige personelle Probleme lösen muss. Simon Schmaus und Maximilian Schmidt fehlen weiterhin verletzt. Michael Panknin ist als Co-Trainer des VfB Eichstätt gefordert. Sicher ausfallen wird zudem Florian Wenger (privat verhindert). Noch offen ist, ob die angeschlagenen Julian Mayr und Jakob Schaller zur Verfügung stehen.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren