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Luftgewehr

31.10.2018

„Eichenlaub“ liebt es spannend

Starke Nerven: Unterstalls Marc Zellinger sicherte seinem Team gegen Plattling mit einer „Neun“ im Stechen den Sieg.
Bild: Xaver Habermeier

Zweitliga-Team aus Unterstall muss sowohl gegen Kastl als auch Plattling ins Stechen. Dort beweist Marc Zellinger in der zweiten Partie eiserne Nerven

Dass es in der 2. Bundesliga der Luftgewehr-Schützen in dieser Saison ausgeglichen zugeht, zeigte sich auch kürzlich bei den Heimkämpfen von Eichenlaub Unterstall: Beide Begegnungen mussten im Stechen entschieden werden, da es nach der regulären Wettkampfzeit unentschieden stand. Während Unterstall im ersten Wettkampf gegen Kastl mit 2:3 noch das Nachsehen hatte, konnten sich die zahlreichen Zuschauer in der zweiten Partie über einen 3:2-Sieg gegen Plattling freuen.

Thomas Kostenzer brauchte gegen Kastl eine Weile, um sich an die Gegebenheiten am Unterstaller Schießstand anzupassen und startete deshalb zögerlich. Dass ihm gegen Ende fast die Zeit ausging, beunruhigte die Zuschauer mehr als ihn selbst. Trotzdem musste er sich mit 392:394 geschlagen geben. Dominik Bergmann war in seiner Begegnung immer knapp in Führung und konnte diese in der letzten Serie sogar noch zum 394:390 ausbauen.

Marc Zellinger lag nach einer durchwachsenen ersten Serie bereits deutlich zurück. Mit einer 100er-Serie konnte er den Abstand zwar noch verkürzen, musste sich aber dennoch seinem Kontrahenten 390:392 geschlagen geben. Auch Katharina Hörmann begann verhalten und legte mit letztlich 384 Ringen ihrem Gegner eine lösbare Aufgabe vor. Dieser leistete sich – den Sieg vor Augen – am Schluss aber noch eine „Acht“ und hatte ebenfalls 384 Ringe – Stechen! Nicole Ertl begann mit 100 Ringen auf der ersten Serie und ließ auch auf den folgenden nichts anbrennen. Am Ende schoss sie eigentlich nicht mehr gegen ihre Widersacherin, sondern um das erreichbare Top-Ergebnis. Als ihr das bewusst wurde, begannen die Nerven etwas zu flattern. Trotz allem behielt sie mit 392:384 Ringen klar die Oberhand.

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Somit stand es 2:2 und das Stechen von Hörmann entschied über Sieg oder Niederlage. Als die Unterstallerin nur eine „Acht“ traf, ging ein lautes Raunen durch das Publikum. Ihrem Gegner reichte eine „Neun“, um die Begegnung für Kastl zu entscheiden.

Das Match gegen Plattling verlief bei Kostenzer ausgeglichen: Mehrmals wechselte die Führung hin und her. Doch zum Schluss behielt der Lokalmatador die Nerven und gewann mit 390:388. Auch Bergmann traf auf einen ebenbürtigen Gegner. Er ging erst leicht in Führung, geriet dann aber nach einer durchwachsenen dritten Serie in Rückstand. Zum Gleichstand hätte Bergmann mit 100 Ringen ausschießen müssen. Es reichte aber nur zu 99 Ringen, womit er sich knapp geschlagen geben musste (392:393).

Zellinger verfehlte in seiner Partie die „Zehn“ mehrmals nur knapp und lag deshalb von Beginn an im Rückstand. Während der Unterstaller dennoch konstant seinen Wettkampf durchzog, verfolgten die Zuschauer aufmerksam, wie der Vorsprung seiner Gegnerin zusammenschmolz. Mit einer „Neun“ im letzten Schuss büßte sie diesen komplett ein und es gab erneut ein Stechen. Das Duell von Andrea Nieberle verlief hingegen einseitiger: Von Beginn an ging sie in Führung und legte ihrer Kontrahentin in kürzester Zeit 389 Ringe vor. Mit 383 Ringen konnte diese wenig entgegensetzen, womit der Punkt an Unterstall ging. Umgekehrt lief es bei Juliane Gersler: Erst als ihr Widersacher schon uneinholbar in Führung lag, fand sie zu ihrer gewohnten Leistung. Unter dem Strich stand eine 383:389-Niederlage.

Damit stand es auch in dieser Partie 2:2-Remis. Zellinger trat zur Entscheidung an: Die Zuschauer verfolgten mit andächtiger Stille, wie beide Kontrahenten eine Neun trafen. Ein kurzes Raunen und dann wurde es wieder leise, da ein weiterer Stechschuss nötig war: Während seine Gegnerin nur eine „Acht“ traf, gelang Zellinger abermals eine „Neun“ – und es wurde in Unterstall laut gejubelt.

Mit einem ausgeglichenen Punktekonto (4:4) befindet sich Eichenlaub Unterstall weiter im Mittelfeld der Tabelle. Beim nächsten Wettkampftag trifft man auf den bisher ungeschlagenen Tabellenführer München sowie die Schützen aus Diessen, die nach einem schwachen Saisonstart ihre Form gefunden haben und deshalb nicht zu unterschätzen sind.

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