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Duathlon

07.04.2016

Ein Mann für außergewöhnliche Ideen

Große Freude: Vor zwei Jahren schafften Manfred Ziegler (Mitte) und seine Mitspieler einen Weltrekord im Dauerstockschießen. Am Samstag findet ein Wettbewerb statt, der aus Stockschießen und Watten besteht.
Bild: Xaver Habermeier

Vor zwei Jahren schaffte die TG Königsmoos einen verrückten Weltrekord. Den Einfall dazu hatte Manfred Ziegler. Nun kreierte er einen Wettbewerb, der aus Stockschießen und Watten besteht. Was kommt als nächstes?

Manfred Ziegler, Sie scheinen ein Mann für spezielle Ideen zu sein. Vor knapp zwei Jahren organisierten Sie ein Dauerstockschießen, das der TG Königsmoos einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde brachte. Am kommenden Samstag veranstalten Sie einen Duathlon, der aus Stockschießen und dem Kartenspiel Watten besteht? Wie kommt es nun dazu?

Nun ja. Bei uns in Königsmoos bleiben einige Leute gerne nach dem Stockschieß-Training länger vor Ort und spielen Watten. Dadurch kam die Idee zustande, beides zu kombinieren. Mal schauen, wie es ankommt.

War die Idee eine Eigenkreation oder gab es bereits einen Wettbewerb in dieser Form?

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Einen Duathlon in dieser Form gab es so viel ich weiß bisher noch nicht. Ich hoffe, dass alles, etwa das Zusammenzählen der Punkte aus beiden Disziplinen, funktioniert. Wenn nicht, müssten wir für nächstes Jahr Änderungen vornehmen.

Wie läuft der Wettbewerb denn genau ab?

Zehn Mannschaften nehmen teil und treffen im Modus Jeder-gegen-Jeden aufeinander. Ein Team besteht aus sechs Spielern. Vier davon sind draußen und spielen Stock. Die beiden anderen sind im Vereinsheim und watten. Es wird parallel gespielt. Am Ende werden beide Ergebnisse verrechnet.

Sind Sie selbst begeisterter Watten-Spieler?

Nein, ich bin reiner Stockschütze.

Sind Sie dann selber beim Wettbewerb überhaupt dabei?

Nein. Ich bin nur organisatorisch unterwegs. Wo Probleme auftreten, greife ich ein. Ich bin mehr so etwas wie ein Wettbewerbsleiter.

Blicken wir zwei Jahre zurück. Da feierten Sie einen Guinness-Buch-Rekord mit 34 Stunden Dauer-Stockschießen. Steht der Rekord eigentlich noch?

Der Rekord steht noch, so weit mir bekannt ist. Ansonsten hätte mich wohl jemand kontaktiert oder ich hätte im Internet etwas gefunden.

Also besteht keine Angst, den Rekord zu verlieren. Würden Sie sich den im Fall eigentlich zurückholen?

Im Moment besteht in der Tat keine Angst, ihn zu verlieren. Falls doch, kann es schon sein, dass wir ihn zurückholen. Vielleicht in zehn Jahren einmal. Im Moment sind wir alle einen bisschen satt. Jetzt bauen wir gerade unser Vereinsheim, dann muss erst mal Ruhe einkehren.

Wo bauen Sie das Heim?

Am Tennisplatz gab es eine alte Bundeswehr-Baracke, die vor 30 Jahren aufgebaut wurde. Die haben wir nun weggerissen und ein neues Vereinsheim gebaut. Der Duathlon ist die erste Veranstaltung dort, auch wenn es noch nicht komplett fertig ist. Nächstes Jahr, wenn wir unser 30-jähriges Bestehen feiern, folgt die offizielle Einweihung.

3000 Leute kamen vor zwei Jahren zum Weltrekord. Waren die Einnahmen aufgrund des Neubaus ein Segen?

Wir hatten schon davor ein gewisses Grundkapital. Zunächst wollten wir nur die Sanitäranlagen renovieren, aber auch das hätte bereits 30000 bis 40000 Euro gekostet. Daher haben wir uns für eine komplette Erneuerung entschieden. Fakt ist, dass wir auch ohne die Einnahmen des Weltrekords etwas gemacht hätten, aber natürlich stellt er eine Vereinfachung dar.

Es war ein Riesenevent mit 3000 Besuchern. Wie hat sich das darüber hinaus für den Verein ausgewirkt?

Wir haben damals nur positive Resonanz erhalten. Alle, Jung und Alt, waren begeistert. Man kennt uns nun im Ort und bei anderen Vereinen als Weltrekord-Stockschützen (lacht). Ein paar neue Mitglieder sind auch hinzugekommen.

Guinness-Buch-Eintrag, Duathlon. Was kommt als nächstes?

(lacht) Irgendetwas fällt mir schon wieder ein. Erst mal ist aber eine Pause angesagt. Ich will meinen Leuten eine Pause gönnen. Wobei mit unserem 30. Jubiläum und der Einweihung des Vereinsheims im kommenden Jahr ja eine größere Feier geplant ist. Auch den Duathlon muss ich wahrscheinlich ausbauen. Ich hatte mehr Anmeldungen als die zehn zur Verfügung stehenden Plätze. Interview: Benjamin Sigmund

ist zweiter Vorsitzender der TG Königsmoos. Vor zwei Jahren war Ziegler Ideengeber des 34-stündigen Dauerstockschießens, mit dem der Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft wurde. Am kommenden Samstag, 9. April, findet nun ein Duathlon auf der Anlage der TG Königsmoos in Stengelheim statt. Beginn des Wettbewerbs ist um 13 Uhr. Es treten zehn Mannschaften an (keine Meldungen mehr möglich). Ein Team besteht aus sechs Spielern, wovon vier Stockschießen und zwei Watten.

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