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15.08.2010

Ein Sieg mit positiver "Nebenwirkung"

Seht her, ich kann's nicht nur in Liga drei: FCI-Angreifer Moritz Hartmann erzielte beim 2:0-Pokalsieg am Freitagabend im Audi-Sportpark einen Treffer. Foto: Roland Geier
Bild: Roland Geier

Ingolstadt Ein erstes Ausrufezeichen setzte am Freitagabend der FC Ingolstadt im neuen Audi-Sportpark durch seinen 2:0-Pokalerfolg gegen den Ligakonkurrenten Karlsruher SC. "Wir wollen, dass unser Stadion eine Festung wird", sagte Michael Wiesinger im Vorfeld der Partie. Seine Mannschaft erfüllte ihm den Wunsch beim ersten Härtetest vor dem Punktspiel-Auftakt am kommenden Samstag gegen den FC Augsburg, den sie mit Bravour bestand.

Wer nicht ins Stadion gekommen war, hatte einen packenden Pokalfight versäumt. "Nur" 6600 Zuschauer füllten zur Hälfte das Schanzer Schmuckstück. Dennoch hinterließ die Kulisse bei den FCI- Akteuren, die sich prächtig unterstützt fühlten, einen positiven Eindruck. "Die Stimmung war super. Ich habe auf dem Platz gemeint, dass es deutlich mehr Zuschauer gewesen wären. 6600 sind schon mal ein guter Anfang. Wenn wir unsere Leistung in der zweiten Liga bringen, werden wir die 'Schüssel' auch bald voll bringen", hofft FC-Kapitän Stefan Leitl, dass der Funke, den die Mannschaft gegen den Karlsruhe SC zündete, bald auf die Fans überspringt.

Der 33-jährige Leitwolf des Zweitliga-Aufsteigers war zugleich der erste Torschütze der Schanzer nach 115 torlosen Minuten im Audi-Sportpark. Der Treffer sei aber letztlich nur für die Statistiker wichtig, meinte Leitl. "Wer die Tore schießt, ist egal. Wichtig war für uns, dass wir als Mannschaft aufgetreten und unser Spielsystem durchgedrückt haben. Und deshalb haben wir auch hochverdient gewonnen", so der Schanzer Mittelfeldmotor, der den 2:0-Sieg allerdings nicht zu hoch aufhängen wollte. Man werde einen schweren Stand in der zweiten Liga haben, "wir wissen, was auf uns zukommt und müssen deshalb möglichst schnell die Punkte holen, die zum Klassenerhalt reichen".

"Nur nicht den FC Bayern in der zweiten Runde"

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Kurzum: Den Pokalerfolg vom Freitag hat Leitl bereits abgehakt und hofft nun in der zweiten Runde auf das Losglück. "Mir ist jeder recht, nur nicht der FC Bayern München! Wichtig wäre ein Heimspiel, dazu sollte es ein attraktiver Gegner sein, den wir auch schlagen können. Ein Erstligist wäre natürlich top", lautet sein "Pokalwunsch". Dass das Team durch die Neuverpflichtungen an Qualität dazugewonnen hat, davon ist auch der verlängerte Arm auf dem Platz von Michael Wiesinger überzeugt. "Wir haben von Anfang an daran geglaubt, dass uns die Neuen weiterhelfen werden. Zudem haben wir ja noch richtig gute Spieler in der Hinterhand, die verletzt sind und zurückkommen werden", meint der Spielführer des FC 04 und glaubt, "dass der große Konkurrenzkampf der Mannschaft nur weiterhelfen kann".

Bereits einen Tag nach dem Pokalsieg gegen den KSC kreisten bei Leitl die Gedanken schon um dem Punkspiel-Auftakt gegen den FC Augsburg (Samstag um 13 Uhr im Audi-Sportpark). Den Kontrahenten müsse man "ganz oben" im Klassement ansiedeln. "Mit denen können wir uns auf Dauer nicht messen. Bereits bei der Stadioneröffnung hat man gesehen, was das für ein Brocken ist. Aber in einem Match ist alles möglich", weiß Leitl, der mit den Fuggerstädtern noch einige Rechnungen offen hat. Einmal scheiterte man im DFB-Pokal knapp, zudem verlor man in der zweiten Liga im Tuja-Stadion recht unglücklich. Was Leitl jedoch immer noch am meisten wurmt, ist das 1:1-Remis in der Rückrunde der Saison 2008/2009, als Elton da Costa in der 83. Minute mit einen Freistoß ausglich. "Ich denke, wir sind gut gerüstet gegen Augsburg und werden es ihnen nicht leicht machen", ist auch bei FCI-Abwehr-Spezialist David Pisot die Spannung im Hinblick auf das oberbayerisch-schwäbische Derby schon vorhanden.

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