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Toto-Pokal

07.07.2019

Ein Warnschuss zum richtigen Zeitpunkt!?

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2 Bilder
Überraschten den Gastgeber VfR Neuburg (links Dominik Schröder) in der Auftaktpartie mit einem 2:1-Sieg: Manuel Rott (rechts) und der FC Ehekirchen.
Bild: Dirk Sing

Gastgeber VfR Neuburg landet beim „Blitzturnier“ auf dem letzten Platz. Nicht nur bei der 1:2-Niederlage gegen den FC Ehekirchen treten bekannte Probleme auf. Der TV Aiglsbach sichert sich den Gesamtsieg

Speziell an eine Partie werden sich die Fußball-Fans in Neuburg und der Region besonders gerne zurückerinnern. Am 9. August 2017 gastierte im bayerischen Toto-Pokal der TSV 1860 München in der Sparkassen-Arena. Über 3200 Zuschauer sahen dabei eine frech auftretende gastgebende Truppe des VfR Neuburg, die sich bei der 0:4-Niederlage mehr als ordentlich verkaufte. Gerade auch für die Vereinskasse der Lilaweißen erwies sich dieses Gastspiel der Löwen als überaus willkommenes Zubrot.

Von derartigen Erlebnissen beziehungsweise Partien kann man – zumindest in den kommenden beiden Jahren – allerdings nur träumen. Am Sonntag stand eines von insgesamt 22 sogenannten „Blitzturnieren“ zum Erreichen der 1. BFV-Toto-Pokal-Hauptrunde der Saison 2020/2021 in der Neuburger Sparkassen-Arena auf dem Programm. Jeweils vier Landesliga-Mannschaften – in diesem Fall der VfR Neuburg, FC Ehekirchen, TSV Jetzendorf (alle Landesliga Südwest) und TV Aiglsbach (Landesliga Mitte) – ermitteln dabei ihren Sieger, der wiederum das Ticket für eben jene 1. Hauptrunde löst und im weiteren Verlauf auf einen „dicken Brocken“ als Kontrahent hoffen kann.

Für den heimischen VfR Neuburg erwies sich dieses Turnier rund eine Woche vor dem Punktspiel-Auftakt gegen den SV Mering (Samstag, 13. Juli) als – wie es Trainer Christian Krzyzanowski bezeichnete – „Warnschuss“. Denn in allen drei Begegnungen, die jeweils über eine Spielzeit von 30 Minuten gingen, kamen erneut die Probleme zum Vorschein, die sich wie ein roter Faden durch den bisherigen Verlauf der Vorbereitung ziehen. Trotz viel Ballbesitz und zahlreicher Möglichkeiten springen zum einen deutlich zu wenige Tore heraus. Zum anderen ist es den Lilaweißen erneut nicht gelungen, selbst bei deutlich verkürzter Spieldauer ohne Gegentreffer zu bleiben. „Wir sind nach wie vor auf der Suche nach der richtigen Balance zwischen Offensive und Defensive“, sagt Krzyzanowski – wohlwissend, dass seine Mannschaft vor allem im Umschaltspiel von Angriff auf Verteidigung nach wie vor überaus anfällig ist und immer wieder ausgekontert wird.

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Beispiel gefällig? In der Auftaktpartie gegen den Aufsteiger FC Ehekirchen, der aufgrund der Tatsache, dass bereits seit geraumer Zeit am späten Nachmittag ein Testspiel gegen den Bayernligisten Schwaben Augsburg vereinbart worden war, mit einer gemischten Mannschaft aus Akteuren der „Ersten“ (Simon Schmaus, Matthias Rutkowski, Maxi Wenger, Max Jahner und Niklas Goldmann) und „Zweiten“ antrat, verpassten es die Hausherren, aus ihren „Hochkarätern“ deutlich mehr Kapital zu schlagen als lediglich dem zwischenzeitlichen Führungstor von Kapitän Sebastian Habermeyer (10.). Deutlich kaltschnäuziger agierte hingegen der FCE. Erst nutzte Marcus Scheuermayer ein großzügiges Geschenk von VfR-Schlussmann Dominik Jozinovic (15.). Dann hebelte Matthias Rutkowski die Neuburger Defensive mit einem einfachen Pass aus, was Simon Schmaus zum 2:1-Siegtreffer nutzte (17.). „Natürlich hatten wir auch in der einen oder anderen Situation Glück. Aber wir haben es im Rahmen unserer personellen Möglichkeiten gut gemacht und unsere Chancen eiskalt genutzt“, resümierte Ehekirchens Trainer Gerhard Hildmann.

Nachdem im Anschluss sowohl der VfR Neuburg (0:1 gegen Jetzendorf, wobei das entscheidende Tor in der 30. Minute nach einem Konter der Gäste fiel) als auch der mittlerweile personell dezimierte FC Ehekirchen (0:6 gegen Aiglsbach/die Akteure der „Ersten“ hatten sich bereits zum Test gegen Schwaben Augsburg verabschiedet) ihre darauffolgende Begegnungen verloren, stand bereits fest, dass der TV Aiglsbach als Sieger aus diesem Turnier hervorgehen würde.

„Trotz der Tatsache, dass wir auf dem letzten Platz gelandet sind, bin ich nicht unzufrieden“, meinte Krzyzanowski nach dieser Veranstaltung. „Ich habe in vielerlei Hinsicht gesehen, was ich sehen wollte. Dass wir noch viel Arbeit vor uns haben beziehungsweise die zweite Saison in der Landesliga kein Selbstläufer wird, ist kein Geheimnis“, so der VfR-Übungsleiter weiter. Der letzte Test steigt nun am Dienstag (19 Uhr) beim Bezirksligisten TSV Aindling.

Blitzturnier im Überblick:

TSV Jetzendorf – TV Aiglsbach 0:1

Tor: 0:1 Ehrenreich (1./Foulelfmeter)

VfR Neuburg – FC Ehekirchen 1:2

Tore: 1:0 Habermeyer (10.), 1:1 Scheuermayer (15.), 1:2 Schmaus (17.)

TSV Jetzendorf – VfR Neuburg 1:0

Tor: 1:0 Schäffler (30.).

FC Ehekirchen – TV Aiglsbach 0:6

Tore: 0:1 Korkmaz (4.), 0:2 Schmidt (12.), 0:3 Schaubeck (13.), 0:4 Filser (22.), 0:5 Gröber (25.), 0:6 Gröber (28./Foulelfmeter)

TV Aiglsbach – VfR Neuburg 1:1

Tore: 1:0 Filser (14.), 1:1 Abou-Khalil (27.)

FC Ehekirchen – TSV Jetzendorf 0:4

Tore: 0:1 Beiz (4.), 0:2, 0:3, 0:4 (18./21./30.) Rakonic


Endstand:

1. TV Aiglsbach 7 Punkte/8:1 Tore

2. TSV Jetzendorf 6 Punkte/5:1 Tore

3. FC Ehekirchen 3 Punkte/2:11 Tore

4. VfR Neuburg 1 Punkt/ 2:4 Tore

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