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Interview

28.07.2018

„Eine Reise in die Vergangenheit“

Da geht’s lang: Michael Panknin (vorne) gibt seit dieser Saison beim Bezirksligisten FC Ehekirchen als Spielertrainer die sportlichen Kommandos. Heute steht das Auftaktmatch gegen den TSV Hollenbach auf dem Programm.
Bild: Xaver Habermeier

Ehekirchens neuer Spielertrainer Michael Panknin spricht vor dem Saisonauftakt gegen den TSV Hollenbach über seinen Werdegang, die Neuzugänge und die Bezirksliga

Startschuss für den FC Ehekirchen. Am heutigen Samstag (17.30 Uhr) steht gegen den TSV Hollenbach das erste Spiel der neuen Bezirksligasaison an. Mit Michael Panknin (29), der vom VfB Eichstätt gekommen ist, hat ein neuer Spielertrainer das Kommando übernommen. Die Neuburger Rundschau hat sich mit Panknin, der als Sechser auflaufen wird, über seinen Werdegang und die Ziele in Ehekirchen unterhalten.

Herr Panknin, der FC Ehekirchen ist Ihre erste Trainerstation. War es schon immer Ihr Wunsch, einmal als Trainer tätig zu sein?

Diese Gedanken sind mir im Lauf der Zeit gekommen. Dass mich der FC Ehekirchen angesprochen hat, war eine große Überraschung für mich, da ich zuvor keinerlei Kontakt nach Ehekirchen hatte. Ich habe weder gegen den Verein gespielt oder ihn spielen sehen. Ein Bezirksligist wie der FCE, der einen guten Ruf hat, ist für mich eine große Chance, ins Trainergeschäft einzusteigen.

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Sie haben einige Jahre für den VfB Eichstätt gespielt, im vergangenen sogar in der Regionalliga. Was hat den Ausschlag gegeben, als Spielertrainer nach Ehekirchen zu gehen?

Es war für mich eine riesen Zeit in Eichstätt. Nicht nur das Jahr in der Regionaliga, sondern auch die drei Spielzeiten in der Bayernliga. Die Entscheidung, etwas Neues zu machen, ist mir daher nicht leicht gefallen. Doch die Regionalligasaison war sozusagen der Höhepunkt zum Abschluss. Ich habe im ein oder anderen Spiel auch nicht mehr die Einsatzzeit bekommen, die ich mir vorgestellt habe. Die Konkurrenz für mich wäre nun nicht gerade kleiner geworden. Außerdem bekommt man nicht jedes Jahr ein Angebot, als Spielertrainer eines Bezirksligisten anzufangen.

Sie kommen aus dem schwäbischen Altenmünster. Warum hat es Sie hierher verschlagen?

Ursprünglich komme ich aus Altenmünster, das stimmt. Gespielt habe ich für den Verein allerdings nur bis zur D-Jugend. Inzwischen wohne ich im mittelfränkischen Treuchtlingen und arbeite als Realschullehrer. Mein Kontakt zum SC Altenmünster ist aber nie ganz abgerissen. Daher ist es ganz lustig, nun mit dem FC Ehekirchen auf den SCA zu treffen. Auch der FC Affing, für den ich einst fünf Jahre gespielt habe, ist ja in die Bezirksliga aufgestiegen. Diese Saison ist für mich damit ein bisschen wie eine Reise in die Vergangenheit. (lacht)

Wie haben Sie den FC Ehekirchen bisher erlebt?

Sehr positiv. Der Verein macht einen gesunden, soliden und bodenständigen Eindruck. Die Mannschaft ist sehr willig, alle ziehen mit und sind motiviert. Auch das ganze Drumherum ist richtig gut organisiert.

Sie sind erstmals Spielertrainer, nicht nur Spieler. Welche Unterschiede haben Sie bisher festgestellt?

Im Spiel selber ist der Unterschied gar nicht einmal so groß. Man muss natürlich das Ganze im Blick haben, aber auch seine eigene Leistung bringen. Insgesamt ist der Trainerposten natürlich etwas Neues für mich. Ich glaube aber, mich schnell daran gewöhnt zu haben.

In der Vorbereitung hat der FC Ehekirchen erstaunliche Ergebnisse erzielt, etwa zuletzt beim 8:1-Sieg gegen den TSV Pöttmes. Was sagen die Testspiele aus?

Man muss die Ergebnisse etwas relativieren, da wir meist gegen Gegner gespielt haben, die in niedrigeren Ligen als wir spielen. Es war dennoch zu sehen, dass wir uns schnell als Team gefunden haben und vor allem in der Offensive richtig gut aufgestellt sind und viele Tore schießen. Was die Vorbereitung für die Liga bedeutet, kann ich noch nicht abschätzen, bin aber insgesamt optimistisch.

Mit Oguzhan Halici, Jonas Zeller, Robert Zisler und Alexander Gerbl haben Stammspieler den Verein verlassen. Warum ist der FC Ehekirchen dennoch stärker als in der vergangenen Saison?

Wir haben in der Tat einige Stammspieler verloren, das müssen wir erst einmal kompensieren. Insgesamt schätze ich den Kader durchaus stärker ein, da wir uns gut verstärkt haben.

Neben Maximilian Wenger (TSG Untermaxfeld) kamen mit Peter Füger und Simon Lenk zwei Spieler aus der Jugend des TSV Rain. Wie weit sind die beiden?

Simon Lenk wird im Tor stehen, ihn kann man ohne Probleme spielen lassen. Seine Konkurrenten Tomas Ruhland, der verletzt ist, und Stephan Strehle, der nur selten trainiert hat, stehen ohnehin derzeit nicht zur Verfügung. Bei Peter Füger sieht man gute Ansätze. Er ist ein guter Fußballer, der noch ein bisschen Zeit benötigt, sich vom Jugend- auf Erwachsenenfußball umzustellen. Er hat in jedem Fall das Potenzial, um in der Bezirksliga zu spielen.

Die Brüder Julian und Christoph Hollinger spielten wie Sie bisher für den VfB Eichstätt....

Die beiden waren nicht ganz glücklich mit ihrer Situation in Eichstätt. Sie haben zwar in der ersten Mannschaft mittrainiert, aber nur in der zweiten gespielt. Als sie mitbekommen haben, dass ich Spielertrainer in Ehekirchen werde, haben wir gegenseitiges Interesse gezeigt. Beide haben das Niveau, Bezirksliga zu spielen, vielleicht sogar für mehr. Sie harmonieren in der Offensive sehr gut mit den etablierten Kräften.

Wie lautet das Saisonziel des FCE und wer sind die Favoriten?

Wir wollen besser abschneiden als in der vergangenen Saison, als Ehekirchen Siebter wurde. Ich werde sicherlich nicht den Aufstieg als Ziel nennen. Das wäre ein Schmarrn, da ich andere Teams stärker als uns einschätze. Ich glaube, dass Landesligaabsteiger TSV Aindling sehr gut ist. Auch Meitingen, Gersthofen und Bubesheim werden sicherlich eine gute Rolle spielen.

Stehen Ihnen zum Auftakt gegen den TSV Hollenbach alle Spieler zur Verfügung?

Leider sind wir am Samstag nicht komplett. Tragisch ist, dass Michael Spangler sich einen Meniskusriss zugezogen hat und erneut länger ausfallen wird. Christoph Appel ist nach seiner Roten Karten im Relegationsspiel der „Zweiten“ am Ende der vergangenen Saison noch zwei Begegnungen gesperrt. Zudem plagen Johannes Kranner muskuläre Probleme, auch der Einsatz von Maxi Schmidt ist noch offen. Matthias Rutkowski war lange verletzt und braucht noch Zeit. Trotzdem finde ich, dass wir gut aufgestellt sind.

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