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ERC Ingolstadt

03.11.2017

Eintrag in die Geschichtsbücher

Ein besonderer Moment: Stürmer Christoph Kiefersauer (rechts) feiert im Trikot des ESV Kaufbeuren seinen 1:0-Siegtreffer gegen Freiburg in der neuen Eissporthalle.
Bild: Mathias Wild

Angreifer Christoph Kiefersauer hat für den Zweitliga-Kooperationspartner Kaufbeuren zwei ganz besondere Tore erzielt. Heute darf er wieder für die Panther ran

Aufwand und Ertrag stehen beim ERC Ingolstadt derzeit in einem seltsamen Verhältnis. Speziell in den vergangenen beiden Partien in Straubing (1:2 nach Penaltyschießen) und Köln (2:3 nach Verlängerung) wurde der jeweilige Gegner über weite Strecken dominiert, um am Ende trotz unzähliger hochkarätiger Möglichkeiten mit jeweils lediglich einem mageren Pünktchen dazustehen. Oder auch anders ausgedrückt: Die Panther kassierten damit ihre Niederlagen vier und fünf in Folge!

„Wir haben gegen Straubing und Köln wirklich gute Leistungen abgeliefert. Da tut es schon weh, wenn man diese Begegnungen trotzdem verliert“, resümiert Tommy Samuelsson. Neben der – wieder einmal – mangelnden Chancenverwertung (Samuelsson: „Wir müssen besonders in der gefährlichen Zone direkt vor dem gegnerischen Tor noch besser agieren und häufiger in diese Bereiche kommen.“) war der ERCI-Trainer allerdings auch nicht entgangen, dass seine Schützlinge mit einigen unüberlegten und undisziplinierten Aktionen ihr Scherflein dazu beitrugen, dass die derzeitige Negativserie kein Ende findet. Hatte sich Kapitän John Laliberte in Straubing unmittelbar vor Sean Sullivans vermeintlichem 2:1-Siegtreffer in der Verlängerung ein unnötiges Foul an Dylan Yeo geleistet, erwies Verteidiger Matt Pelech seinem Team in der Kölner Lanxess-Arena einen Bärendienst, als er sich bei einer 2:1-Führung in der Schlussphase während einer fünfminütigen Vier-gegen-Fünf-Unterzahl auch noch auf die Strafbank verabschiedete und den Haien somit eine doppelte Überzahl ermöglichte.

„Wir müssen in solchen Situationen einfach smarter und cleverer agieren“, fordert Samuelsson, der etwaige Ausreden nicht gelten lassen möchte. „Gerade in Phasen, in denen es sportlich nicht läuft, neigt man oft dazu, die Schuld woanders zu suchen und sich selbst als Opfer darzustellen“, erklärt der 57-jährige Schwede, der damit jedoch nichts anfangen kann. „Wir selbst und nicht etwa die Schiedsrichter, Gegenspieler oder Fans sind dafür verantwortlich und haben es in der eigenen Hand, diese Dinge zu ändern beziehungsweise positiv zu beeinflussen. Und genau das muss unser Ansatzpunkt sein“, so Samuelsson weiter.

Dass seine Truppe den momentanen Negativtrend nun in den verbleibenden beiden Partien vor der Deutschland Cup-Pause – heute (19.30 Uhr) in der heimischen Saturn-Arena gegen die Adler Mannheim sowie am Sonntag (14 Uhr) bei den Iserlohn Roosters – durchbrechen muss, um nicht im engen DEL-Klassement möglicherweise durchgereicht zu werden, dessen ist sich der Panther-Headcoach freilich bewusst. „Vor allem für das Selbstvertrauen der Jungs wäre es wichtig, wenn sie sich für ihren großen Aufwand wieder einmal belohnen würden“, meint der ehemalige Weltklasse-Verteidiger. Was ihn diesbezüglich optimistisch stimmt? „Sowohl der Wille als auch die Einstellung und Leistung der Mannschaft ist absolut positiv. Würde das alles nicht der Fall sein, müsste man sich Gedanken machen“, so Samuelsson.

Während die Panther auch gegen Mannheim und Iserlohn weiter auf Verteidiger Patrick McNeill sowie die Stürmer Brandon Buck und Petr Taticek (alle verletzt) verzichten müssen, wird erneut ein Youngster in der Line-up stehen, der am Dienstag in Köln seine DEL-Saison–Premiere feierte: Christoph Kiefersauer! Der 19-jährige Angreifer durfte in der vierten Reihe gemeinsam mit Jacob Berglund und Dennis Swinnen ran und machte dabei seine Sache laut Samuelsson „trotz der Tatsache, dass er nur fünf oder sechs Wechsel hatte, sehr ordentlich“.

Kiefersauer selbst war übrigens mit extrem breiter Brust nach Köln mitgereist, schließlich hatte er beim Zweitliga-Kooperationspartner ESV Kaufbeuren für einen Eintrag in die Geschichtsbücher gesorgt – oder besser gesagt sogar deren zwei! Nicht nur, dass der gebürtige Bad Tölzer ausgerechnet gegen seinen Heimatklub beim 5:3-Sieg das letzte ESVK-Tor in der alten Kaufbeurer Eishalle erzielte (8. September). Kiefersauer schoss zudem auch den 1:0-Siegtreffer gegen den EHC Freiburg im Eröffnungsspiel der neuen Arena (8. Oktober). „Mir war zuerst gar nicht bewusst, welchen Stellenwert diese beiden Tore haben. Als ich es dann realisiert habe, war es natürlich schon eine coole Sache“, grinst der junge Angreifer über beide Ohren. Bleibt nur zu hoffen, dass sich auch seine Ingolstädter Teamkollegen möglichst bald über derartige Erfolgserlebnisse freuen können.

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