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Ostend-Cup

20.07.2018

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Das Siegerteam in Altersklasse 1: Der FC Ausländer.
Bild: Marek Hajduczek

Jugendliche kümmern sich selbst um die Organisation des Fußballturniers. Anschließend werden in drei Altersklassen die Gewinner ausgespielt

Fußall voller Einsatz und Leidenschaft waren bei der 25. Auflage des Ostend-Cups zu sehen. 100 Nachwuchskicker waren bei dem Turnier im Einsatz.

15 Teams und damit acht weniger als im Vorjahr nahmen in drei Altersgruppen teil. Der Grund ist naheliegend, da im Herrenbereich sowie in den höherklassigen Juniorenspielklassen bereits die Vorbereitung auf die neue Spielzeit angefangen hat. Dennoch jagten rund 100 junge Fußballbegeisterte das Runde auf dem künstlichen Grün. Bei den Teamnamen zeigten sich die Nachwuchsfußballer wieder sehr fantasievoll. Von „Azad’s Söldner Truppe“ über „FC Balkanabis“, was so viel bedeuten soll wie Brüder mit Wurzeln aus dem Balkan, bis hin zu „Super Saiyajins“ aus einer japanischen Manga-Serie. Der zwölfjährige Beza Allem Berhanu erklärt: „Jeder will den Ostend-Cup gewinnen, das ist klar. Aber der Spaß steht im Vordergrund.“

Die drei Siegermannschaften waren „FC Ausländer“, „Ulaabaa“ und „Fred“. Erstgenannte konnten sich in der jüngsten Altersgruppe 1 gegen die Konkurrenten ungeschlagen durchsetzen. Spannend ging es in der Altersgruppe 2 zu. Mit den Teams von „Ulaabaa“ und „FC Balkanabis“ standen sich die zwei besten Mannschaften im Finale gegenüber. Nicht unverdient setzte sich „Ulaabaa“ am Ende durch. Wesentlich weniger Probleme hatte in der dritten Altersgruppe „Fred“, dessen Turniersieg zu keiner Zeit gefährdet war.

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Die Jugendlichen selbst kümmerten sich um die Planung. So organisierten die 16-jährigen Azad Isik, Emil Pajaziti und Armando Ametovic, die ein Jahr älteren Emre Tokmak und Tiziano Leo sowie der 18-jährige Tobias Nahmer nicht nur um die Plakatverteilung und Pokalbestellung, sondern agierten am Turniertag auch als Schiedsrichter und Turnierleiter. In den Tagen vor dem Turnier waren die jungen Stadtteilbewohner des Öfteren am Kunstrasenplatz in der Berliner Straße anzutreffen, denn die Tornetze mussten geflickt und neues Granulat verstreut werden. „Diese Selbstorganisation ist ein besonderes Kennzeichen der Jugendintegrationsförderung im Bürgerhaus. Durch Engagement und Verantwortungsübernahme erfahren die Jugendlichen nicht nur Anerkennung und Stolz, sondern erlernen auch Grundlagen und Eigenschaften, die für den späteren Werdegang und ihre soziale Kompetenz von entscheidender Bedeutung sind“, erklärt Stadtteilmanager Marek Hajduczek.

„Wir bekamen spannende Spiele mit tollen Toren und Glanzparaden der Torhüter zu sehen. Das wichtigste aber ist, dass sich niemand schwer verletzt hat und es friedlich abgelaufen ist“, so Hajduczek. „Für die nächste Auflage würde ich mich wieder über eine Mädchenmannschaft freuen.“ (haj)

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