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NR-Elferkette

11.02.2021

FC Ehekirchen: „Max Jahner hat den härtesten Schuss, aber...“

Sein Schuss ist in Ehekirchen berüchtigt: Max Jahner ist der Scharfschütze beim Landesligisten. Außerdem kümmert er sich um die Kasse und wird als „gute Seele“ der Mannschaft bezeichnet.
Bild: Walter Brugger

Plus Co-Trainer Simon Schröttle verrät elf „Geheimnisse“ rund um den FC Ehekirchen. Warum der Scharfschütze statistisch belegt ist und es zwei Dribbelkönige gibt.

Für welches „Vergehen“ muss man eine Strafe zahlen? Wer ist der Dribbelkönig im Team, wer der Scharfschütze? Wie lautet die verrückteste Ausrede? In unserer Serie „NR-Elferkette“ verrät Co-Trainer Simon Schröttle elf „Geheimnisse“ rund um den Fußball-Landesligisten FC Ehekirchen.

Bestes Spiel in dieser Saison

Simon Schröttle: „Das war unser 3:0-Heimsieg gegen den VfB Durach. Es war das einzige Spiel in dieser Saison, das wir ungefährdet gewonnen haben. Wir haben intern noch diskutiert, ob es vielleicht unser 3:1 in Mering oder 5:2 in Gilching war. Aber das Durach-Spiel liegt vorn, weil wir zu null gespielt haben und dem Gegner keine Chance gelassen haben. Es war sowohl defensiv als auch offensiv unser bestes Spiel. Der Matchplan, den wir Trainer den Spielern vorgegeben haben, wurde komplett umgesetzt.“

Schlechtestes Spiel in dieser Saison

Schröttle: „Das ist relativ einfach, es war unser 0:6 in Garmisch-Partenkirchen. Schon das Hinspiel hatten wir mit 0:5 verloren, die liegen uns wohl überhaupt nicht. Wir sind bereits wegen Verletzungsproblemen mit einem Rumpfkader angereist und hatten gar keine Chance. Am Ende haben wir uns gehen lassen und aufgegeben. In den Wochen vor dieser Partie hatten wir eigentlich eine gute Serie, aber dieses Spiel war einfach nur traurig.“

Strafenkatalog

Schröttle: „Für einen „Beiner“ im Training zahlt man einen Euro. Wer unsere Sauna ungeduscht betritt, muss fünf Euro berappen. 50 Euro werden bei einer Roten Karte fällig. Also wegen einer Tätlichkeit oder nach einer Beleidigung. Ausgenommen sind „nötige“ Platzverweise, etwa nach einer Notbremse. Auch für Verspätungen muss gezahlt werden. Max Jahner ist unser Kassenwart, er hat da einen guten Blick darauf.“

„Zahlmeister“

Schröttle: „Sebastian Rutkowski und Nico Ledl sind vorne mit dabei. Sie vergessen gerne mal Sachen. Wobei man sagen muss, dass sich Sebu diese Saison ganz gut im Griff hat. Früher war das noch anders, da hat er ab und zu mal eine Rote Karte gesehen.“

Verrückteste Ausrede

Schröttle: „Ich habe lange überlegt, leider fällt mir recht wenig ein. Es kommt kaum vor, dass bei uns Leute im Training fehlen. Wahrscheinlich haben wir zu wenige verrückte Vögel in der Mannschaft. Ein Running-Gag innerhalb des Teams war, als Simon Schmaus oft im Training gefehlt hat, weil er seinen Garten angelegt hat.“

Kabinen-DJ

Schröttle: „Julian Mayr ist unser Kabinen-DJ. Meistens läuft Hip-Hop, wobei es natürlich Spieler gibt, die strikt dagegen sind. Florian Wenger etwa würde lieber Malle-Musik hören, aber der Kabinen-DJ hat das letzte Wort. Nach Siegen läuft bei uns meist Believe von Cher.“

Besondere Rituale

Schröttle: „Der Trainer beginnt und beendet wie wohl bei jeder Mannschaft das Training. Vor einem Spiel bilden wir einen Kreis, in dem entweder Nico Ledl oder ich etwas sagen. Nach Siegen machen wir immer ein gemeinsames Mannschaftsfoto, meistens in der Kabine.“

Dribbelkönig

Schröttle: „Simon Schmaus und Mathias Rutkowski sind – jeder auf seine Art – unsere Dribbelkönige. Schmausi liegt auf engem Raum vorn. Er findet immer eine überraschende Lösung, hat explosive erste Meter, macht eine Körpertäuschung und zieht sofort ab. Dazu ist er beidfüßig. Wenn man als Verteidiger dran ist, schießt er einem eben durch die Beine, weil man nicht mit einem Abschluss gerechnet hat. Das macht er verdammt gut und ist kaum zu stoppen. Ich als Verteidiger bekomme das in den Trainingseinheiten zu spüren. Der zweite Dribbelkönig ist Matze Rutkowski, der nicht ausrechenbar ist und vom Dribbling lebt. Er spielt sehr instinktiv Fußball und findet oft eine unkonventionelle Lösung. Dadurch ist er immer wieder für ein besonderes Tor gut.“

Scharfschütze

Schröttle: „Da muss man differenzieren (lacht). Max Jahner hat den härtesten Schuss, da ist er auch ganz stolz drauf. Allerdings sollte man als Scharfschütze ja auch etwas treffen. Max hat in jedem Fall den härtesten Schuss, was statistisch belegt ist. Als wir beim Meister-Cup in Erding angetreten sind, gab es ein Gerät zur Messung der Schussstärke. Max hat vorher Sprüche gemacht und tatsächlich recht behalten. Ich glaube, seine Schusshärte lag im unteren dreistelligen Bereich. Seitdem sagen wir, Max hat den härtesten Schuss der ganzen Liga. Allerdings ist auch statistisch belegt, dass er kaum Tore schießt (lacht). Zugegebenermaßen kommt er meistens auch nicht in Abschlusssituationen, weil er gewöhnlich hinten aufgestellt ist. Aber auch im Training trifft er nicht immer aufs Tor.“

„Gute Seele“

Schröttle: „Als ich nach Ehekirchen kam, war der ’Faile’, also Helmut Faigl, als Betreuer die gute Seele. Inzwischen ist unser Betreuer Günther Paul sehr wichtig für uns. Innerhalb der Mannschaft ist es Max Jahner, der sich wirklich um alles kümmert.“

Saisonziel

Schröttle: „Der Klassenerhalt. Unser Vorsprung war schon mal komfortabler, inzwischen ist in der Tabelle alles etwas zusammengerutscht. Das liegt auch daran, dass wir immer mehr Spiele hatten als unsere Konkurrenten. Nun ist es in die andere Richtung verzerrt. Unser Vorsprung nach unten ist jedenfalls nicht sehr groß, weshalb wir noch ein paar Punkte brauchen, um unser Ziel zu erreichen.“

Alle weiteren Teile unserer Serie "NR-Elferkette" finden Sie hier.

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