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Fußball
18.07.2021

0:4 gegen Gundelfingen: Lehrstunde für den VfR Neuburg

An ihm lag es definitiv nicht, dass sich „sein“ VfR Neuburg im Pokalspiel dem FC Gundelfingen mit 0:4 geschlagen geben musste: Torhüter Philipp Mayr, der zahlreiche erstklassige Paraden zeigte.
Foto: Daniel Worsch

VfR Neuburg ist bei der 0:4-Niederlage im Verbandspokal gegen den Bayernliga-Aufsteiger FC Gundelfingen chancenlos. Torhüter Philipp Mayr verhindert eine noch höhere Pleite.

Positive Ansatzpunkte aus der 0:4-Niederlage des VfR Neuburg im Verbandspokal gegen den Bayernliga-Aufsteiger FC Gundelfingen zu finden, ist zugegebenermaßen nicht so ganz einfach. Da wäre beispielsweise die starke Fair-Play-Aktion von Stefan Klink in der 58. Minute, als dieser auf Nachfrage von Schiedsrichter Stefan Treiber zugab, dass der bereits verhängte Elfmeter keiner war, da er schlichtweg nicht gefoult wurde. Oder aber die Tatsache, dass die Lilaweißen am Ende mit dem Vier-Tore-Unterschied noch ziemlich gut bedient waren. Die wohl wichtigste und – wenn man so will – positivste Erkenntnis dürfte am Samstagmittag aber sicherlich der Umstand gewesen sein, dass es letztlich „nur“ eine Pokal-Begegnung war, in der es (glücklicherweise) noch nicht um Zähler ging. Somit blieb dem Landeliga-Dritten der Saison 2019/2021 die Erkenntnis, dass eine Woche vor dem Punktspiel-Auftakt gegen die zweite Mannschaft des FV Illertissen (Samstag, 15 Uhr) noch jede Menge Sand im Getriebe ist beziehungsweise deutlicher Verbesserungsbedarf besteht, um keinen Fehlstart hinzulegen.

„Man braucht nicht groß herumzureden: Unser Auftritt war ein Stück weit sicherlich ernüchternd, da wir im Vorfeld dieser Partie eigentlich schon dachten, dass wir mit den Gundelfingern annähernd auf Augenhöhe wären“, resümierte VfR-Spielertrainer Alexander Egen. Dies sollte sich jedoch nahezu während der gesamten 90 Minuten als Trugschluss erweisen. Da ist es freilich müßig darüber zu diskutieren, ob dieses Match möglicherweise einen anderen Verlauf genommen hätte, wäre Hakan Düzgün bei seiner Großchance in der Anfangsphase der Führungstreffer gelungen (6.). Da der Konjunktiv im Fußball bekanntlich keine Tore schießt und es zugleich die einzige Möglichkeit der ansonsten harmlosen und fehleranfälligen Hausherren im ersten Durchgang war, verbietet sich dieser Gedanke ohnehin.

Gäste agieren zielstrebiger und zweikampfstärker

Die Gäste agierten hingegen deutlich zielstrebiger, zweikampfstärker und mussten im Grunde nur warten, bis sich die VfR-Akteure eine Nachlässigkeit leisteten. Eine davon führte schließlich auch zum 1:0 durch Manuel Müller (9.). „Keine Frage, dieses Gegentor nehme ich voll und ganz auf meine Kappe. In der Entstehung unterläuft mir ein ganz dummer Fehler, den ich normalerweise nie und nimmer mache“, zeigte sich Egen überaus selbstkritisch.

Aber auch beim zweiten Treffer des FCG durch Sandro Caravetta machte die Hintermannschaft der Lilaweißen alles andere als eine gute Figur. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld ging es plötzlich blitzschnell: Jonas Schneider, der bereits an der Gundelfinger Führung entscheidenden Anteil hatte, setzte sich auf der rechten Seite stark durch und beförderte den Ball fast von der Grundlinie vor den VfR-Kasten, wo Caravetta nahezu ungehindert vollenden konnte (20.). Noch vor der Pause bewahrte der mit Abstand beste Neuburger an diesem Tag, Keeper Philipp Mayr, sein Team mit einer starken Parade erneut gegen Caravetta (zunächst) vor noch Schlimmerem (37.).

Starke "Fair Play-Aktion" von Neuburgs Stefan Klink

Wer von den VfR-Anhängern im zweiten Abschnitt auf Besserung gehofft hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt: Bereits in der 52. Minute machte Janik Noller mit seinem 3:0 frühzeitig alles klar. Nachdem im Anschluss abermals Noller mit einem 22-Meter-Freistoß noch den Pfosten getroffen hatte, folgte die beste Gelegenheit der Egen-Truppe in der gesamten Begegnung: Co-Trainer Sebastian Habermeyer nagelte den Ball aus zehn Metern an die Unterkante der Latte. Im Nachsetzen ging Klink im Gundelfinger Strafraum zu Boden. Doch der bereits ausgesprochene Elfmeter wurde – wie bereits beschrieben – revidiert (58.).

Dass es zu guter Letzt kein Debakel aus Neuburger Sicht wurde, war ausschließlich dem vor allem in den letzten 30 Minuten überragenden Philipp Mayr zu verdanken. War der VfR-Goalie beim 0:4 durch Caravetta noch absolut chancenlos (69.), rettete er in der Folge gleich mehrfach spektakulär gegen die teilweise allein auf ihn zusteuernden und fast schon verzweifelnden FCG-Akteure.

VfR-Trainer Alexander Egen spricht von einem Warnschuss

„Auch wenn das heute ein Klassenunterschied war, bin ich überzeugt, dass uns diese Partie sicherlich nicht umwerfen wird. Vielleicht war es sogar ein Warnschuss zum richtigen Zeitpunkt, der uns sagt, dass wir doch noch nicht so weit sind, wie wir es gerne hätten“, resümierte Egen und ergänzt: „Nächste Woche gegen Illertissen 2 gilt’s. Und ich bin fest überzeugt, dass wir dann ein anderes Gesicht zeigen werden.“

VfR Neuburg: Mayr, Egen (60. Heckel), Riedelsheimer, Von Swiontek-Brzezinski, Habermeyer, Woudstra, Mehl (70. Jahner), E. Belousow (70. Bader), S. Rutkowski (46. M. Belousow), Düzgün (60. Bishop), Klink. – Zuschauer: 150.

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