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Fußball
11.07.2021

TSV Ober-/Unterhausen bewahrt die Nerven

So sehen Sieger aus: Durch zwei Erfolge im Elfmeterschießen gegen den SV Wagenhofen (Samstag) und Gastgeber SC Rohrenfels (Sonntag) sicherten sich die A-Klassen-Kicker des TSV Ober-/Unterhausen den diesjährigen Freundschaftspokal.
Foto: Dirk Sing

Purisevic-Schützlinge besiegen im Finale des Freundschaftspokals den Kreisklassen-Aufsteiger und Gastgeber SC Rohrenfels mit 5:4 nach Elfmeterschießen. SV Wagenhofen sichert sich gegen Sinning den dritten Platz.

Irgendwie hatte man fast schon den Eindruck, als könnten die A-Klassen-Fußballer des TSV Ober-/Unterhausen nach der langen Corona-Pause derzeit überhaupt nicht genug vom Fußballspielen bekommen. Beim Freundschaftspokal am Wochenende auf dem Sportgelände des Titelverteidigers SC Rohrenfels (der diesjährige Kreisklassen-Aufsteiger hatte sich zuletzt 2019 den „Pott“ gesichert) standen die Schützlinge von Trainer Adil Purisevic – ebenso wie die drei anderen Teams – zweimal auf dem Rasen. An beiden Tagen wollten sie es allerdings bei den jeweils 90 Minuten nicht belassen.

Sowohl am Samstag im Halbfinal-Match gegen den Kreisklassisten SV Wagenhofen als auch am Sonntag im Endspiel gegen die Hausherren wurde das Elfmeterschießen bemüht – und das auch noch überaus erfolgreich. Während die Oberhausener gegen Wagenhofen mit 6:5 die Oberhand behalten hatten (2:2 stand es nach regulärer Spielzeit), zeigten sie auch knapp 24 Stunden später gegen Rohrenfels starke Nerven und schossen sich – nachdem zuvor keiner Mannschaft ein Treffer gelungen war – mit einem 5:4-Erfolg zum Turniersieg.

TSV-Trainer Purisevic freut sich für seine Mannschaft

„Mich freut es sehr für meine Jungs, dass sie sich mit dem Pokalerfolg sowohl für ihre harte Arbeit im Training als auch in den beiden Begegnungen gegen Wagenhofen und Rohrenfels entsprechend belohnt haben“, resümierte TSV-Coach Adil Purisevic, für den dieser Triumph noch einen weiteren überaus positiven Aspekt hatte: „Nachdem die vorangegangene Saison nicht so lief, wie wir und das vorgestellt hatten, war der jetzige Erfolg eine schöne Motivation für meine Mannschaft hinsichtlich der nun anstehenden Spielzeit.“

Spannendes Finale: Am Ende hatten Manuel Sigl (links) und seine Teamkollegen vom TSV Ober-/Unterhausen gegen den SC Rohrenfels (rechts Tobias Vogl) nach Elfmeterschießen die Nase vorne.
Foto: Dirk Sing

Was dem 41-Jährigen an seinem Team besonders gefiel? „Am Samstag gegen Wagenhofen haben wir trotz eines 0:2-Rückstands eine tolle Moral bewiesen, sind ruhig geblieben und haben uns in dieses Match zurückgekämpft“, so Purisevic, der am Sonntag gegen den ersatzgeschwächten SC Rohrenfels vor allem die spielerische Leistung seiner Mannen hervorhob: „Ich denke, dass wir insgesamt gesehen die bessere Truppe waren. Leider haben wir es verpasst, während der regulären Spielzeit diese Überlegenheit in Tore umzumünzen, obwohl wir genügend Chancen hatten.“

Dass der Turniersieg am Ende absolut verdient war, daraus machte freilich auch sein Rohrenfelser Trainer-Kollege Ralf Palfy kein Geheimnis. „Von der Spielanlage her war der TSV Ober-/Unterhausen heute definitiv besser. Da braucht man gar nicht groß herumzureden“, sagt Palfy, der seiner Truppe allerdings keine Vorwürfe machen wollte: „Wenn man sieht, dass bei uns am Sonntag acht, neun Akteure, die einen Anspruch auf einen Stammplatz haben, aus diversen Gründen gefehlt haben, dann wir schlichtweg nicht viel mehr möglich“, so der 56-Jährige weiter.

SCR-Coach Ralf Palfy nimmt seine Stammkräfte in die Pflicht

Gerade seine sogenannten Stammkräfte nimmt Palfy allerdings gehörig in die Pflicht. „Wir befinden uns mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison, in der es in erster Linie darum geht, dass wir uns entsprechend einspielen. Wenn dann permanent derart viele Leute fehlen, dann ist das natürlich alles andere als optimal“, meint der SCR-Coach und schiebt hinterher: „Ich hoffe, dass alle Akteure tatsächlich verstanden haben, dass wir aufgestiegen sind und künftig in einer höheren und besseren Liga spielen.“

Begrüßen den neuen Co-Trainer des SV Wagenhofen, Serge Yohoua (Zweiter von rechts): 1. Vorsitzender Roland Müller (links), Spielertrainer Ludgero Santos (Zweiter von links) und Abteilungsleiter Michael Neff (rechts).
Foto: svw

In eben dieser – genauer gesagt der Kreisklasse Neuburg – bekommt es der A-Klassen-Meister der Saison 2019/2021 gleich am ersten Spieltag (14. August, 17 Uhr) mit dem SV Wagenhofen zu tun, der sich beim Freundschaftspokal mit einem 3:0-Erfolg gegen den SV Sinning zumindest noch den dritten Platz sicherte. Beim Punktspiel-Auftakt wird dann auch der neue kickende Co-Trainer des SVW, Serge Yohoua, dabei sein. Der 32-Jährige, der zuletzt beim Donau/Isar-Kreisligisten TSV Ober-/Unterhaunstadt stürmte, soll die Lücke schließen, die sich durch den Abgang von André Ruf zur TSG Untermaxfeld auftat. Zuvor war Yohoua für den TSV Pöttmes auf Torjagd gegangen.

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