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06.07.2010

Gawlik: "War schon sehr überrascht"

Ingolstadt Nun ist es amtlich: Die DEL-Saison 2010/2011 wird definitiv ohne die Frankfurt Lions stattfinden. Fünf Tage nach dem Lizenzentzug mit sofortiger Wirkung durch die DEL erklärte Lions-Boss Siggi Schneider am Montag auf einer Pressekonferenz, dass es keine Zukunft mehr für den mit rund 4,4 Millionen Verbindlichkeiten belasteten Klub gebe. Weder die Stadt Frankfurt noch private Geldgeber seien bereit, entsprechende finanzielle Unterstützung zu leisten. Auf die mögliche Anrufung des DEL- Schiedsgerichtes wird vonseiten der Lions verzichtet. "Dass es künftig in Frankfurt kein erstklassiges Eishockey mehr zu sehen geben wird, ist sowohl für den Verein als auch die vielen Fans und natürlich auch die Stadt selbst eine große Enttäuschung, da die Lions mit ihrer Tradition eigentlich in die DEL gehören", Christoph Gawlik, Neuzugang des ERC Ingolstadt, der in den vergangenen beiden Spielzeiten für die Hessen erfolgreich auf Torjagd ging.

Dass es nun zu diesem folgeschweren Schritt kam, sei laut Gawlik während der abgelaufenen Spielzeit nicht vorhersehbar gewesen. "Als ich nach der Saison zum ersten Mal im Internet gelesen habe, wie es finaniziell um die Lions steht, war ich schon sehr überrascht, da es zuvor überhaupt keine Anzeichen dafür gab", so der 23-Jährige. Auch seien die Gehälter stets pünktlich an die Profis überwiesen worden - bis auf eine Ausnahme! "Sowohl das letzte Gehalt als auch die Play-Off-Prämien habe ich bislang noch nicht erhalten. Und nachdem es sich hierbei nicht gerade um eine kleine Summe handelt, werde ich natürlich darauf pochen, diese zu erhalten, zumal sie mir - wie jedem anderen Arbeitnehmer - vertraglich zusteht", sagt Gawlik, für den sich das Ausmaß dieser "Schreckensmeldung" über die Frankfurt Lions "etwas in Grenzen hielt, da ich zu diesem Zeitpunkt mit dem ERC Ingolstadt glücklicherweise bereits einen neuen Klub hatte". Anders als die meisten seiner ehemaligen Frankfurter Teamkollegen, die sich nun auf Jobsuche begeben müssen. So steht der letztjährige DEL-Topscorer Jeff Ulmer beispielsweise auf der Wunschliste der Eisbären Berlin, Michel Periard und Derek Hahn sollen das Interesse der Nürnberg Ice Tigers geweckt haben, während Tyler Beechey zu den Augsburger Panthern zurückkehren könnte.

Überaus interessant aus Sicht des ERC Ingolstadt scheint hingegen die Personalie Ian Gordon zu sein. Nach dem Weggang von Dimitri Pätzold nach Straubing ist Panther-Sportdirektor Jim Boni auf der Suche nach einer neuen "Nummer eins". Was für den 35-jährigen gebürtigen Kanadier spräche: Er ist nicht nur seit dem Jahr 2000 in der DEL (die ersten beiden Spielzeiten für Schwenningen, anschließend für Frankfurt) tätig und zählt dort zu den Besten seines Fachs, sondern verfügt auch über einen deutschen Pass. "Charakterlich ist Ian überragend. Er setzt sich immer für seine Mitspieler ein. Als Verein kann man sich sowohl sportlich als auch menschlich glücklich schätzen, wenn man einen derartigen Profi in seinen Reihen hat", so Gawlik, der in den letzten beiden Spielzeiten gemeinsam mit Gordon das Trikot der Lions trug.

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