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26.08.2010

Gezieltes Training soll Erfolg bringen

Abgefangen: Auf die Hintermannschaft des FCI mit Torhüter Sascha Kirschstein (links), Andreas Görlitz (hinten) und David Pisot (rechts) dürfte auch in Duisburg einiges an Arbeit warten. Foto: Roland Geier
Bild: Roland Geier

Ingolstadt Nach dem misslungenen Saisonauftakt gegen den FC Augsburg steht Zweitliga-Aufsteiger FC Ingolstadt am morgigen Samstag um 13 Uhr beim MSV Duisburg vor einer weiteren hohen Hürde. Die "Zebras" starteten mit einem 3:1-Erfolg an der Bremer Brücke beim VfL Osnabrück. FCI-Trainer Michael Wiesinger rechnet damit, dass die "Schau-ins-Land-Reisen- Arena" ausverkauft sein und seiner Mannschaft ein starker Wind ins Gesicht blasen wird. Dennoch glaubt der Schanzer Coach daran, "dass auch in Duisburg etwas zu holen ist".

Der deutsche Vizemeister des Jahres 1964 rangierte in der Heimtabelle der vergangenen Saison nur auf Rang 16 und gehörte somit zu den schwächsten Teams auf heimischem Terrain. Aus diesem Grund verpasste man letztlich auch den Aufstieg ins Fußball-Oberhaus. Mit sechs Abstiegen zählt Duisburg hinter Nürnberg und Bielefeld zu den Rekord-Absteigern der Bundesliga.

Bisher trafen der MSV und FC Ingolstadt in der Zweitliga-Saison 2008/2009 zweimal aufeinander - und diesbezüglich hätten die Schanzer mit dem Meiderichern zweifelsohne noch eine Rechnung zu begleichen. Unter Trainer Thorsten Fink kassierte der FC 04 mit 1:6 seine bislang höchste Niederlage in der 2. Bundesliga. Im Tuja-Stadion trennte man sich dagegen mit einem torlosen Remis. Für FCI-Coach Michael Wiesinger freilich nicht mehr als Statistiken. Schließlich hat sich das Gesicht beider Mannschaften mittlerweile völlig verändert.

Niederlage aufgearbeitet

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Was die Niederlage gegen Augsburg betrifft, so habe man diese bereits am Sonntag zügig aufgearbeitet und die Fehler schonungslos angesprochen. "Es wurden die guten Ansätze herausgezogen, aber auch die nicht vorhersehbaren. Da waren wir nicht wach und teilweise auch nicht präsent genug", so Wiesinger, dem vor allem das Verhalten bei Standard-Situationen ein Dorn im Auge war. Dementsprechend wurde auch die darauf folgende Trainingswoche danach ausgerichtet.

"Wir glauben, dass sich nachhaltig der Erfolg einstellen wird und es die Mannschaft auch verinnerlicht hat", sagt der 37-Jährige, der von den spielerischen Qualitäten seiner Mannschaft voll überzeugt ist. "Gegen Augsburg haben wir uns in einigen Situationen aufs Glatteis führen lassen. Wenn wir mit Herz, Leiden-schaft und mutig nach vorne spie-len, ist auch in Duisburg was drin. Wir fahren dorthin, um zu gewin-nen", so der Schanzer Chefcoach, der - wie gewohnt - von Montag bis Mittwoch beim Trainerlehrgang in Köln die Schulbank drückte, jedoch bestens über den Trainingsverlauf unter der Woche unterrichtet war.

Nicht äußern mochte sich Wiesinger hingegen in Sachen Mannschaftsaufstellung, da sich der Ingolstädter Chefcoach erst beim gestrigen nicht-öffentlichen Training ein Bild machen wollte, mit welchem Kader er heute um 7.30 Uhr mit dem Zug nach Duisburg anreist. Fakt scheint jedoch, dass sich die Personalsituation bei den Schanzern allmählich entspannt. Andreas Görlitz, der nach den letzten Anstrengungen mit leichten Wadenproblemen zu kämpfen hatte, konnte das Abschlusstraining absolvieren und steht am Samstag zur Verfügung.

Nicht ganz so gut sieht es dagegen bei Andreas Buchner aus, der das gesamte Trainingsprogramm noch nicht abspulen kann. "Er ist ein wichtiger Spieler für uns, muss aber immer wieder Rückschlage einstecken", so Wiesinger, der weiterhin auf seinen Flügelflitzer verzichten muss. Wesentlich besser sind die Voraussetzungen bei Fabian Gerber. Der Mittelfeld-Akteur stieg in dieser Woche wieder voll ins Training ein. Nachdem er aber bei Belastung immer noch nicht schmerzfrei sei, will Wiesinger den letzten Test noch abwarten, um zu entscheiden, ob er seinen Routinier zumindest als Joker mit nach Duisburg nimmt. Spätestens beim nächsten Heimspiel gegen RW Oberhausen habe er Gerber aber definitiv auf dem Zettel.

Eine weitere Alternative sei laut Wiesinger Patrick Mölzl, der nach seinem Bänderanriss diese Woche das volle Trainingspensum absolvierte. Auf jeden Fall im Kader stehen wird der junge Franzose Romain Dedola, von dem der Trainer einiges hält: "Für ihn ist derzeit noch alles neu: Ein neues Land, eine neue Sprache und er ist jung - das muss man ihm alles zugestehen! Aber jetzt möchte ich sehen, dass er will und seine Fähigkeiten aus-spielt." Ob der 21-Jährige dazu schon am Samstag in der Startformation die Gelegenheit bekommen wird oder zunächst auf der Bank Platz nimmt, ließ Wiesinger offen. Grundsätzlich ist aber davon auszugehen, dass die gleiche Startformation aus der Augsburg-Partie auch in Duisburg auflaufen wird:

Kirschstein - Görlitz, Pisot, Ruprecht, Fink - Metzelder, Wittek - Bambara, Zielinsky - Mo. Hartmann, Futacs.

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