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NR-Doppelpass

13.09.2019

Habermayr: „Klassenerhalt als (erstes) Ziel“

Seit dieser Spielzeit beim Kreisklassisten FC Ehekirchen II als Cheftrainer tätig: Franz-Georg Habermayr.
Bild: fupa

Der neue Trainer des FC Ehekirchen II, Franz-Georg Habermayr, ist mit seinem Team toll gestartet. Am Sonntag wartet nun Spitzenreiter SV Klingsmoos

Ein echtes Spitzenspiel steht am Sonntag (15 Uhr) in der Kreisklasse Neuburg auf dem Programm, wenn der Tabellenzweite FC Ehekirchen II den Liga-Primus SV Klingsmoos erwartet. Wir haben uns im Vorfeld mit dem neuen Coach des FCE, Franz-Georg Habermayr, unterhalten.

Herr Habermayr, nach längerer Unterbrechung sind Sie als Coach der „Zweiten“ zum FC Ehekirchen zurückgekehrt. Wie kam es dazu?

Habermayr: Der Abteilungsleiter des FCE hat bei mir angefragt. Danach ging eigentlich alles sehr schnell. Ich kenne ihn privat sehr gut und habe mich auch mit meinem Co-Trainer Dominik Neff abgestimmt. Zudem kenne ich die meisten Jungs noch aus meiner Zeit als Jugendtrainer. Die Entscheidung ist mir also nicht wirklich schwergefallen, zumal ich sowieso zum FCE zurückwollte.

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Zuletzt haben Sie zwei Jahre pausiert. Welche Gründe hatte diese „Abstinenz“ vom Fußball?

Habermayr: Ich war Spielertrainer beim SV Baar und habe mir nach meinem ersten Jahr die Achillessehne gerissen. Danach habe ich noch eine Saison als Trainer an der Seitenlinie weitergemacht. Wegen meiner Verletzung, aber auch aus privaten und beruflichen Gründen gab es anschließend sehr wenig Zeit für den Fußball.

Würden Sie behaupten, dass man nach dieser Zeit ein wenig einrostet beziehungsweise eine gewisse Anlaufzeit benötigt?

Habermayr: Fußball habe ich natürlich immer weiterverfolgt. Entweder im Fernsehen oder lokal in Ehekirchen. Nach so langer Zeit freut mich sich dann aber doch, dass es wieder losgeht, da man ohne den Fußball schon etwas vermisst hat.

Sie waren in der Vergangenheit auch schon als Trainer der FCE-Damenmannschaft tätig. Wie blicken Sie auf diese Zeit zurück?

Habermayr: Es war wirklich sehr interessant, weil auch meine beiden Schwestern in diesem Team waren. Generell ist es aber etwas anderes, weil ich denke, dass Frauen den Fußball nicht ganz so wichtig ansehen wie Männer. Auch im Tempo gibt es riesige Unterschiede. Es war aber wirklich eine schöne Zeit, die ich auf keinen Fall missen möchte.

Gibt es Dinge, die sich die Herren von den Frauen auf dem Fußballplatz vielleicht sogar abschauen können?

Habermayr: Ich kann hier wirklich nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen. Mir ist aber aufgefallen, dass Frauen ruhiger auf dem Platz sind und sich auf ihre eigene Leistung konzentrieren. Es wird seltener gegen den Schiedsrichter oder eigene Mitspieler gemotzt.

Unterscheiden sich das Coaching und bestimmte Herangehensweisen als Trainer in irgendeiner Form?

Habermayr: Das ist schwer zu sagen. Ich habe in dieser Zeit viel Wert auf den Zusammenhalt in der Mannschaft gelegt. Oft war es schwer, für den Sonntag genügend Spielerinnen zusammenzubekommen. In einer Herrenmannschaft gilt hingegen womöglich häufiger das Leistungsprinzip.

Kommen wir zu Ihrer aktuellen Truppe: Mit der „Zweiten“ des FC Ehekirchen sind Sie mit zehn Punkten in vier Partien in die Saison gestartet. Ein nahezu makelloser Start, oder?

Habermayr: Kann man so sagen, ja. Die Erfolge waren teilweise sogar überraschend, da wir mit dem SV Echsheim und FC Rennertshofen zwei Aufstiegskandidaten geschlagen haben. Die Siege waren trotzdem nicht unverdient. Wenn ich aber ehrlich sein soll, hätte wohl niemand mit einem solchen Saisonstart gerechnet.

Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrem Team in dieser Saison?

Habermayr: Wir wollen, so schnell es geht, den Klassenerhalt sichern und uns in der Liga stabilisieren. Aktuell haben wir keine Verletzungssorgen. Eine Saison ist aber sehr lang. Die Konzentration liegt daher auf dem Klassenerhalt.

Verschieben sich Zielsetzungen nicht nach gewissen Erfolgen?

Habermayr: Bei den Spielern wahrscheinlich schon. Wir haben ein junges Team, das sehr leicht abheben kann. Dominik Neff und ich wissen aber, wie schnell eine Saison kippen kann. Nach zwei Niederlagen kann alles wieder ganz anders aussehen. Deswegen wollen wir unsere Mannschaft auf den Boden zurückholen. Wichtig für uns ist erst einmal, die Partien gegen potenzielle Abstiegskandidaten zu gewinnen.

Am Sonntag kommt es zum Spitzenduell mit dem SV Klingsmoos. Wie schätzen Sie den Gegner ein?

Habermayr: Für mich ist Klingsmoos der Top-Favorit auf den Aufstieg. Ihr Top-Stürmer Mathias Weber wird zwar ausfallen. Trotzdem hat das Team mit Alexander Müller, Josef Fischer und Markus Heilgemeir erstklassige Akteure in seinen Reihen. Insgesamt hat Klingsmoos eine sehr ausgeglichene und stabile Mannschaft. Es wird also ein echter Gradmesser. Wir werden sehen, ob wir mithalten können und wo die Reise danach hingeht.

Bei einem Sieg würde diese Reise ja zunächst einmal Richtung Tabellenspitze gehen…

Habermayr: Das stimmt. Wenn wir dieses Spiel bestehen, können wir wahrscheinlich auch nicht mehr vom Klassenerhalt sprechen. Aber warten wir mal ab. Wenn es gut läuft, kann man immer noch nach oben schauen. Aktuell richtet sich unser Blick aber nach unten.

Sie selbst werden nicht auf dem Platz stehen. Haben Sie Ihre Fußballschuhe endgültig an den Nagel gehängt?

Habermayr: Im Training stehe ich schon ab und zu auf dem Feld. Es macht mir auch immer noch Spaß. Aber für mich ist das Ganze zu gefährlich. Ich habe ein gewisses Alter erreicht und kann mir nicht mehr erlauben, monatelang auszufallen.


KREISKLASSE NEUBURG IM ÜBERBLICK:

BSV Neuburg empfängt zum Stadtderby SC Ried

Neben dem Spitzenspiel zwischen der zweiten Garnitur des FC Ehekirchen und dem SV Klingsmoos (siehe auch „NR-Doppelpass) steht auch auf dem Sportplatz des BSV Neuburg eine überaus interessante Begegnung auf dem Programm. Dort empfangen die Schützlinge von Trainer Severin Birkelback im Stadtderby den SC Ried. Beide Teams konnten am vergangenen Wochenende ihre Partien gewinnen und werden daher mit ordentlich Selbstvertrauen in dieses Match gehen, bei dem der Ex-Kapitän des BSV, David Buttmann, der in der Sommerpause zum SCR gewechselt ist, ein Wiedersehen mit den alten Kollegen feiern wird.

Aufsteiger SV Wagenhofen empfängt im Rahmen seines 70-jährigen Jubiläums den FC Rennertshofen, während die SpVgg Joshofen/Bergheim gegen den SV Straß ihren dritten Saisonsieg einfahren möchte. Das Kellerduell an diesem fünften Spieltag findet indes in Holzheim statt, wo der heimische SVS mit seinem Spielertrainer Johannes Kranner (ehemals Ehekirchen) den noch punktlosen SV Grasheim erwartet. Zudem gastiert der SV Echsheim beim BSV Berg im Gau und der SV Münster bekommt es mit dem SV Steingriff zu tun. Alle Begegnungen werden am Sonntag um 15 Uhr angepfiffen.

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