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Eishockey

09.10.2017

Harmlose Panther gehen unter

Kein Durchkommen: Auch Laurin Braun (Mitte) kann sich in dieser Szene gegen die beiden Kölner TJ Mulock (links) und Jean-Francois Boucher (rechts) nicht durchsetzen.
Bild: Xaver Habermeier

ERC Ingolstadt zeigt sich gegen die Kölner Haie hinten anfällig, vorne harmlos und im Powerplay konzeptlos. Durch die 1:6–Pleite ist das erste Null-Punkte-Wochenende perfekt

Sein erstes Null-Punkte-Wochenende in der DEL-Saison 2017/2018 musste der ERC Ingolstadt hinnehmen. Zwei Tage nach der 1:3-Niederlage bei den Adlern Mannheim setzte es für die Truppe von Cheftrainer Tommy Samuelsson gestern Abend gegen die Kölner Haie eine deutliche 1:6 (1:2, 0:1, 0:3)-Schlappe.

„Wenn man ständig dem Puck hinterherläuft, dann kann man nicht gewinnen“, so Angreifer Brandon Buck, der nach der Schlusssirene auch gar nicht um den heißen herumredete: „Wir waren in der Offensive schwach, in der Defensive schwach und im Powerplay schwach. Gerade daheim müssen wir komplett anders auftreten.“

Wie schon knapp 48 Stunden zuvor in Mannheim blieben die Schanzer erneut in den Startlöchern stecken. Hatte es im Duell mit den Kurpfälzern bereits nach sieben Minuten 0:2 gestanden, dauerte es diesmal lediglich 60 Sekunden länger, ehe man einem Zwei-Tore-Rückstand nachlaufen musste. Bereits ihre erste Gelegenheit in dieser Partie nutzten die Haie zur Führung. Nach einem blitzschnellen Umschalten aus dem eigenen Drittel und einem kurzen Scheibenkontakt von Ben Hanowski hatte Ex-Panther Felix Schütz freie Schussbahn und traf genau in den Winkel (4.). ERCI-Schlussmann Jochen Reimer war dabei ebenso chancenlos wie vier Zeigerumdrehungen später, als Sebastian Uvira seinen Teamkollegen Nico Krämmer am „langen Pfosten“ sah und dieser ungehindert vollstreckte (8.). Bitter für die Panther, zumal Jacob Berglund bereits in der ersten Minute nach einem Kölner Fehler in der eigenen Zone alleine auf Haie-Goalie Daniar Dshunussow (ersetzte den verletzten Gustaf Wesslau) zusteuern konnte, den Puck jedoch über die Querlatte setzte.

Auch wenn die Schussbilanz im ersten Abschnitt zugunsten der Oberbayern, die neben Petr Taticek erneut auf Brett Olson (seine alte Unterkörper-Verletzung brach am Freitag in Mannheim wieder auf) verzichten mussten, sprach (14:8) – sie taten sich überaus schwer, Chancen zu kreieren. Immerhin sorgte schließlich die bis dato schönste Kombination in der 13. Minute für den 1:2-Anschlusstreffer. Ein scharfes Zuspiel von Verteidiger Dustin Friesen vor das Kölner Gehäuse verlängerte Kael Mouillierat gekonnt ins gegnerische Netz. Kurzum: Ingolstadt war wieder zurück in dieser Partie und hätten diese auch durchaus auch ausgleichen können. Zweimal Thomas Greilinger (16./23.) und Mike Collins (32.) waren dabei dicht am Ausgleich, konnten aber Dshunussow nicht überwinden.

Dass sich die Panther ansonsten auch im zweiten Durchgang überaus schwer taten, Gefahr vor dem Kölner Kasten zu versprühen, hatte neben der konzentrierten Defensiv-Arbeit der Rheinländer noch einen weiteren entscheidenden Grund: Sie leisteten sich in dieser Phase schlichtweg zu viele Strafzeiten. Überstand man die beiden Hinausstellungen gegen Brandon Buck (23.) und Laurin Braun (36.) noch schadlos, bissen die Haie schließlich beim dritten Mal zu. Mouillierat saß gerade einmal 36 Sekunden auf der Strafbank, als Kölns „Scharfschütze“ Shawn Lalonde mit einem nicht unhaltbar wirkenden Handgelenkschuss zum 1:3 traf (39.). Spätestens als Justin Shugg, der zuvor noch am Gestänge gescheitert war (40.), auf 4:1 für die nun deutlich überlegenen Rheinländer erhöhte, war dieses Match endgültig entschieden.

Bezeichnend für die Harmlosigkeit der Gastgeber – vor allem in Überzahl – am gestrigen Tag: Selbst während eines vierminütigen Powerplays im Schlussabschnitt kamen sie zu keiner nennenswerten Gelegenheit. Ganz anders dagegen der KEC, der durch Hanowski (54.) und erneut Schütz (56./Überzahl) sogar noch auf 6:1 erhöhte.

ERC Ingolstadt: Reimer – Wagner, Friesen; Sullivan, Pelech; McNeill, Kohl – Collins, Mouillierat, Braun; Laliberte, Olver, Mauldin; Greilinger, Buck, Berglund; Swinnen, Elsner, Schopper. – Tore: 0:1 Schütz (4.), 0:2 Krämmer (8.), 1:2 Mouillierat (13.), 1:3 Lalonde (39./PP), 1:4 Shugg (49.), 1:5 Hanowski (54.), 1:6 Schütz (56./PP). – Zuschauer: 3362.

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