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Landesliga Südwest

16.08.2019

Hildmann: „Wir müssen den Bock jetzt einfach umstoßen“

Herr der Lüfte: FCE-Youngster Gabriel Hasenbichler (Mitte) dürfte gegen Gilching seine Bewährungschance bekommen.
Bild: Dirk Sing

Ehekirchens Trainer Gerhard Hildmann hofft im Heimspiel gegen den TSV Gilching auf das dringend benötigte Erfolgserlebnis. In der Offensive gibt es allerdings drei Ausfälle

Nein, einen „Strahl“ haben die Kicker des FC Ehekirchen derzeit wahrlich nicht. Hatte man vor zwei Wochen bei der 0:5-Heimklatsche gegen den 1. FC Garmisch-Partenkirchen fast schon den Eindruck, als könnte es für die Schützlinge von Trainer Gerhard Hildmann gar nicht mehr schlimmer kommen, lieferte der vergangene Samstag den Beweis dafür, dass dies doch möglich ist. Beim Gastspiel in Geretsried erlebte der Landesliga-Aufsteiger 20 wahre „Horror-Auftaktminuten“. Nicht nur, dass man durch einen haarsträubenden Fehler (8.) und ein weiteres Gegentor (17.) frühzeitig mit 0:2 im Rückstand lag. Zu allem Überfluss leistete sich Torjäger Simon Schmaus in der 19. Minute auch noch ein Frustfoul, für das er prompt die Rote Karte sah.

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„Wenn du dir vor der Partie extrem viel vorgenommen hast und dann nach 20 Minuten quasi schon wieder nach Hause fahren kannst, dann ist das natürlich eine Katastrophe und sehr frustrierend“, meint Hildmann. Seine Truppe habe es zwar nach dem „Dreifach-Schock“ mit den beiden Gegentreffern und dem Platzverweis „wirklich nicht schlecht“ gemacht. „Doch wenn du dir solche Fehler und Undiszipliniertheiten leistest, kannst du in dieser Liga keine Partie gewinnen“, weiß der FCE-Coach. Dementsprechend warten die Ehekirchener auch nach dem sechsten Spieltag weiter auf ihren ersten dreifachen Punktgewinn – was gleichzeitig (logischerweise) zur Folge hat, dass das derzeit ohnehin nicht sonderlich große Selbstbewusstsein von Niederlage zu Niederlage weiter schwindet. „Wenn die Ergebnisse ausbleiben, wird man automatisch unsicherer in seinen Aktionen. Die logische Konsequenz sind dann solche Fehler, die uns momentan unterlaufen“, so Hildmann. Um dieser Negativspirale entgegenzuwirken, gibt es freilich nur ein passendes Rezept: ein Erfolgserlebnis in Form eines Sieges! „Keine Frage, wir müssen diesen Bock jetzt einfach umstoßen. Sollte uns das gelingen, werden wir – und davon bin ich fest überzeugt – mit unseren jeweiligen Gegnern wieder absolut auf Augenhöhe sein und uns die nötigen Punkte holen“, sagt Hildmann. Und dabei sei es „völlig egal, gegen welchen Kontrahenten wir jetzt spielen. Wir brauchen schlichtweg unseren ersten Erfolg“.

Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich seinen Schützlingen am morgigen Sonntag (17 Uhr), wenn der TSV Gilching in der Elektro-Schmaus-Arena gastiert. Die Gäste weisen dabei eine durchaus „kuriose“ Zwischenbilanz auf: Ihre bisherigen neun Zähler holten die Gilchinger in der Fremde, während sie ihre drei Heimpartien allesamt verloren. „Lustigerweise habe ich Gilching beobachtet, als es daheim im Einsatz war“, verrät Hildmann, der trotz der Niederlage eine „kompakte und schnelle TSV-Truppe“ sah, die jedoch durchaus verwundbar sei. „Unser Siegeswille muss einfach größer sein als der unseres Gegners“, fordert Hildmann und verspricht: „Wir werden auch diesmal wieder viel investieren, um endlich als Sieger vom Platz zu gehen.“

Erschwerend kommt jedoch hinzu, dass dem FCE-Trainer in der Offensive nahezu die Hände gebunden sind. Neben dem gesperrten Schmaus werden auch Julian und Christoph Hollinger (beide Urlaub) fehlen. Mittelfeld-Regisseur Michael Panknin, der zuvor um 14 Uhr mit dem VfB Eichstätt beim FC Augsburg II gastiert, wird hingegen wohl als „Joker“ in der zweiten Halbzeit zum Team stoßen. „Jetzt sind eben die Jungs gefordert und können sich beweisen, die bislang nicht so häufig zum Einsatz gekommen sind“, erklärt Hildmann. Immerhin konnte sein Team unter der Woche in Sachen Toreschießen zumindest etwas Selbstvertrauen tanken. Denn in einem Testspiel gegen den Kreisliga-Aufsteiger TSG Untermaxfeld gewann man mit 5:0 (wir berichteten).

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