Landesliga Südwest

01.11.2019

Hinrunde der „Extreme“

Brachte es in der Hinrunde für den Landesliga-Aufsteiger FC Ehekirchen auf ordentliche sechs Treffer: Angreifer Christoph Hollinger (rechts), hier in der Partie gegen FV Illertissen II.
Bild: Daniel Worsch

Nach seinem „Horrorstart“ ist der FC Ehekirchen immer besser in Fahrt gekommen. Heute in Memmingen soll der positive Lauf fortgesetzt werden

Wenn der FC Ehekirchen am heutigen Samstag (14 Uhr) bei der zweiten Mannschaft des FC Memmingen gastiert, werden beim einen oder anderen Spieler und Verantwortlichen sicherlich Erinnerungen wach. Am 13. Juli starteten die FCE-Kicker mit einem Heimspiel gegen die Regionalliga-Reserve der Allgäuer in ihre zweite Landesliga-Saison der Vereinsgeschichte. Die (unglückliche) 0:2-Niederlage ließ damals bereits Böses erahnen – und war zugleich der Auftakt eines wahren „Horrorstarts“ mit insgesamt sieben sieglosen Partien!

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Heute, rund dreieinhalb Monate später, sieht die (sportliche) Welt des FC Ehekirchen jedoch komplett anders aus. Mit mittlerweile stolzen 24 Punkten auf dem Konto haben sich die Schützlinge von Trainer Gerhard Hildmann nach der Hinrunde auf den zehnten Tabellenplatz katapultiert und weisen auf den ersten Abstiegs-Relegationsrang bereits ein durchaus beeindruckendes Polster von sieben Zählern Vorsprung auf. „Ich denke schon, das man mit dem bisher Erreichten sehr zufrieden und auch der gesamte Verein auf seine erste Herrenmannschaft sehr stolz sein kann“, meint Hildmann.

Angesprochen auf „den“ entscheidenden Knackpunkt im bisherigen Saisonverlauf muss der erfahrene Übungsleiter freilich nicht lange überlegen. „Klar, das war definitiv unser 3:1-Erfolg beim Schlusslicht SpVgg Kaufbeuren“, so Hildmann. Nachdem sein Team noch zur Pause durch ein wahres „Slapstick-Gegentor“ mit 0:1 in Rückstand gelegen hatte, konnte es im zweiten Durchgang mit einer wahren Energieleistung das Match noch drehen und endlich den ersehnten ersten „Dreier“ in dieser Spielzeit einfahren. „Man hat damals deutlich gemerkt, welch ein Ballast von den Jungs abgefallen ist“, erinnert sich Hildmann, dem freilich auch heute noch bewusst ist, „dass es extrem schwer geworden wäre, wenn wir diese Begegnung in Kaufbeuren erneut verloren hätten“.

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FC Ehekirchen: Beeindruckende Aufholjagd

Mit dem „dringend benötigten Erfolgserlebnis“ (Hildmann) im Gepäck, starteten die Ehekirchener im Anschluss eine beeindruckende Aufholjagd, die ihnen in den darauffolgenden neun Partien sechs Siege, ein Remis und nur noch zwei weitere Niederlagen bescherte. „Ich kann meiner Truppe nur ein großes Kompliment machen. Sie hat aus den ersten Saisonspielen ihre Lehren und Schlüsse gezogen und das in der zweiten Phase der Hinrunde hervorragend umgesetzt“, sagt Hildmann. Überhaupt habe sich seine Mannschaft im Laufe der Zeit „immer besser zusammengefunden. Mittlerweile weiß jeder, wie er sich auf dem Platz verhalten beziehungsweise wo er hinlaufen muss. Das macht das Ganze natürlich wesentlich einfacher“. Ein weiteres „Faustpfand“ sei zudem der tief besetzte Kader. „Gerade in den vergangenen Begegnungen hatte unsere Bank einen entscheidenden Anteil daran, dass wir jeweils als Sieger vom Platz gegangen sind“, lobt der FCE-Coach und fügt hinzu: „Es ist einfach ein großer Vorteil und gibt dir als Trainer ein gutes Gefühl, wenn du nochmals Qualität von der Ersatzbank bringen kannst. Und genau das ist bei uns derzeit der Fall.“

Auch wenn die momentane sportliche Situation des FC Ehekirchen durchaus komfortabel erscheint – darauf ausruhen will sich Hildmann definitiv nicht. Im Gegenteil. „Wenn man schon einmal einen Lauf hat, möchte man diesen natürlich so lange wie möglich am Leben halten.“ Zumal auf sein Team vor der Winterpause noch „fünf echte Kracher“ warten. Bevor es jedoch gegen die Topteams aus Sonthofen, VfR Neuburg und Garmisch-Partenkirchen geht, wartet am Samstag noch das „Rückspiel“ beim FC Memmingen II. „Nachdem das ein Gegner auf Augenhöhe ist, wollen wir auch dort unbedingt etwas mitnehmen“, gibt Hildmann die Parole aus. Verzichten muss er dabei jedoch auf seine Stammkräfte Maxi Schmidt, Simon Schmaus (beide verletzt) und Michael Panknin (mit dem Regionalligisten VfB Eichstätt im Einsatz).

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