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21.10.2017

„Ich bin nie entspannt“

Gibt beim TSV Burgheim seit dieser Saison erfolgreich die Richtung vor: Trainer Harry Grimm. Am morgigen Sonntag trifft er mit seiner Truppe auf den SV Echsheim.
Bild: Xaver Habermeier

Burgheims Trainer Harry Grimm spricht vor dem morgigen Spitzenspiel gegen den SV Echsheim über den bisherigen Saisonverlauf und verrät, warum die bislang einzige Niederlage gegen Rennertshofen lehrreich war

„Showdown“ in Burgheim: Wenn morgen (15 Uhr) der SV Echsheim auf dem TSV-Sportgelände gastiert, treffen zwei der drei Top-Mannschaften der Kreisklasse Neuburg aufeinander. Mit einem „Dreier“ würde der TSV Burgheim zweifelsohne einen weiteren (großen) Schritt in Richtung Kreisliga-Aufstieg machen. Wir haben vor diesem Match mit TSV-Trainer Harry Grimm gesprochen.

Herr Grimm, wenn man speziell die vergangenen drei Begegnungen gegen Grasheim (3:0), Langenmosen II (7:0) und Straß (5:2) betrachtet: Wie entspannt lebt es sich denn momentan als Coach des TSV Burgheim?

Naja, wer mich kennt, der weiß, dass ich eigentlich nie entspannt bin. Das trifft übrigens ebenso auf meine Mannschaft zu. Auch wenn wir elf von bislang zwölf Partien gewonnen haben, sind wir uns alle bewusst, wie stark unsere direkte Konkurrenz aus Echsheim und Klingsmoos ist. Ich persönlich finde es sogar gut, dass diese genannten Teams bisher ähnlich erfolgreich sind wie wir. Dann wissen wir nämlich genau, dass wir auch weiterhin Vollgas geben müssen.

Ihre Mannschaft konnte die vergangenen acht Begegnungen allesamt für sich entscheiden. Wie lautet denn das Erfolgsrezept des TSV Burgheim?

Das Erfolgsrezept ist schlichtweg die Mannschaft! Die Jungs treten, was die Leistungen betrifft, sehr konstant in allen Mannschaftsteilen auf. So sind wir beispielsweise nicht nur hinten, sondern auch vorne stark. Wir haben zum Beispiel in der Offensive viele Leute, die Tore erzielen können. Das zeichnet unser Team aus.

Die bislang einzige Niederlage datiert vom 27. August beim FC Rennertshofen (2:3. Würden Sie sagen, dass diese frühe Negativ-Erfahrung im Hinblick auf den weiteren Saisonverlauf durchaus wichtig war?

Ja, absolut. Wir waren ja auch in dieser Begegnung aufgrund unserer 2:1-Führung eigentlich schon auf der Siegerstraße. Aber danach haben einige Akteure schon gemerkt, dass eine solche Partie schnell einmal in die andere Richtung kippen kann, wenn man es etwas schleifen lässt. Wenn man unsere Leistung in der zweiten Halbzeit zugrunde legt, dann haben wir dieses Spiel völlig verdient verloren. Dieser Punkt wurde danach natürlich deutlich angesprochen. Und wenn man dann einige Begegnungen im Anschluss sieht, haben wir diese hinten raus gewonnen. Von dem her kann man wohl schon sagen, dass es in Rennertshofen eine Niederlage zum richtigen Zeitpunkt war.

Der TSV Burgheim hat aktuell nicht nur die meisten Tore geschossen (46), sondern auch die wenigsten Gegentreffer (10) kassiert. Welcher dieser beiden Werte ist für Sie als Trainer aussagekräftiger?

Nun, aus meiner bisherigen Trainer-Tätigkeit weiß ich, dass diese beiden Werte enorm wichtig sind, um ganz vorne dabei zu sein. Mir persönlich ist es aber schon lieber, wenn zunächst einmal die Abwehr gut steht. Wir müssen nicht unbedingt 6:0 gewinnen. Ein 2:0 reicht auch. Von dem her ist es in meinen Augen extrem wichtig, dass wir hinten möglichst wenig zulassen.

Am Sonntag (15 Uhr) geht es nun gegen den SV Echsheim. Welchen Stellenwert hat dieses Match hinsichtlich des weiteren Saisonverlaufs?

Das ist ein absolut entscheidendes Spiel! Wenn man die Kreisklasse Neuburg mit anderen Ligen vergleicht, dann stellt man fest, dass man mit 33 Punkten auf dem Konto anderswo bereits sieben oder acht Zähler Vorsprung hätte. Bei uns dagegen leisten sich auch die anderen Topteams aus Echsheim und Klingsmoos kaum einen Ausrutscher, sodass nach wie vor alles eng zusammen ist. Diese Partie wird zeigen, ob wir uns vom SV Echsheim etwas absetzen können oder mehr oder weniger alles beim Alten bleibt.

Was zeichnet den morgigen Kontrahenten in Ihren Augen aus?

Echsheim verfügt über eine kampfstarke Mannschaft sowie einige gute Einzelspieler, die es auszuschalten gilt. Und genau das werden wir am Sonntag auch versuchen.

Gehen Sie davon aus, dass es bis zum Saisonende bei diesem Dreikampf an der Spitze bleiben wird?

Ja, definitiv! Es müsste schon sehr viel passieren, wenn noch eine vierte Mannschaft dazukommen würde. Dazu ist der Abstand zwischen den drei Topteams und dem Rest einfach schon zu groß. Ob es dann tatsächlich bis zum Schluss bei diesem Dreikampf bleibt, wird sich möglicherweise bis zur Winterpause entscheiden. Letztlich liegt es nur an uns.

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