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Jubiläum

23.07.2019

Integrationskraft als Markenzeichen

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Das neu ernannte Ehrenmitglied Alois Schoder mit Frau Roswitha, Vorsitzendem Franz Rein (links) und Oberbürgermeister Bernhard Gmehling. 
Bild: NR

Der SC Ried feiert seinen 70. Geburtstag. Beim Ehrenabend werden verdiente Vereinsgrößen unter Sonderapplaus ausgezeichnet. Alois Schoder wird zum Ehrenmitglieder ernannt.

70 Jahre Vereinsleben sind mit Höhen und Tiefen verbunden, stets aber mit dem Ziel, dass man zusammenkommt und nach vorne schaut. Der Sportclub Ried blickte am Wochenende auf 70 Jahre zurück, ließ Fußball spielen, würdigte Altgediente und nahm Komplimente von Ehrengästen entgegen.

Neben Landrat Peter von der Grün, MdL Matthias Enghuber, BLSV-Kreischef Stefan Kumpf und Vorgänger Fritz Goschenhofer legte sich vor allem Oberbürgermeister Bernhard Gmehling ins Zeug. Er stürmt in der AH-Mannschaft des Neuburger Vorortvereins und „freut sich außerordentlich, dass es unserem SC Ried gut geht.“

Der SCR sei seit seiner Gründung am Neujahrstag 1949 ein offener Verein, der alle gerne aufnehme und willkommen heißt. Integrationskraft sei wirklich ein Markenzeichen dieses Sportclubs. Erfreulich sei die Nachwuchsarbeit mit 85 Jugendlichen unter den 430 Mitgliedern, so der OB. Die Jugend lerne siegen und verlieren, „und am Ende haben alle im Verein das Zeug, dass sie später das Gemeinwesen bereichern.“

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Dieses soziale Lernen kennt auch Landrat Peter von der Grün, selbst Akteur im Tennisclub Waidhofen. Den SC Ried habe er als „sehr sympathischen Verein“ kennengelernt, in dem sich Mitglieder aus Stadt und Umland begegnen. Als 70er Jubilare hat der Landrat auch Horst Seehofer und Erfolgstrainer Otmar Hitzfeld geortet. Mit dem SC Ried sei er „von klein auf vertraut“, so Matthias Enghuber, wenngleich er mit Fußballspielen selbst nicht so viel am Hut hat. Das könnten seine Kinder vielleicht nachholen, denn in der Vereinsfamilie sei man immer gut aufgehoben. Der Wert dieses Miteinanders und der damit verbundenen ehrenamtlichen Arbeit sei nicht hoch genug einzuschätzen, so der junge Landtagsabgeordnete.

Bürgermeister Stefan Kumpf gratulierte im Namen des Bayerischen Landessportverbandes und zeichnete verdiente Vereinsgrößen aus. Sonderapplaus gab es für die früheren Vorsitzenden Adolf Murr, Edmund Friedl, Werner Schweitzer und Herbert Völk. Teilweise sind sie seit 67 Jahren Mitglied, so wie Robert Metzger, der beim Wiedereinstieg in den Spielbetrieb 1972 das Training übernommen hatte. Sigmund Daubmeier, Alfons Rein und Elmar Niedermeier sind seit 70 Jahren dabei. Für Alois Schoder, seit über 40 Jahren Spieler und Funktionär, hatte der Vorstand eine Überraschung parat: Sie ernannten ihn einmütig zum neuen Ehrenmitglied.

Vorsitzender Franz Rein bedankte sich bei allen Beteiligten für ihren langjährigen Einsatz. Adi Murr etwa sei für die Schüler- und Jugendmannschaften „zehntausende Kilometer gefahren“. Den politischen Vertretern dankte der SCR-Vorsitzende für die Förderung, etwa beim Bau eines neuen Platzes 2001 mit computergesteuerter Beregnung. Der SC Ried sei schuldenfrei und könne sorgenfrei in die Zukunft gehen.

Beim Freiluftgottesdienst an der Josefskapelle ließ Stadtpfarrer Herbert Kohler sein Faible für den Fußballsport erkennen. Dabei sprach er vorwiegend die „künftigen Stars“ an. Die Vereinsjugend war zuvor mit dem alten SCR-Wimpel eingelaufen. Ein ganztägiges Bambini-Turnier und ein Spiel AH gegen Ehemalige (5:4) rundeten das Jubiläumswochenende ab. (nr)

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