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NR-Sportskanone

15.04.2020

Jonas Krzyzanowski: Keine Kompromisse und ein großes Vorbild

Greift gerne durch: Der 17-jährige Jonas Krzyzanowski pfeift Fußballspiele bis zur Landesliga.
Bild: Krzyzanowski

Plus Schiedsrichter Jonas Krzyzanowski erzählt, warum er eine Spielkonsole einem Buch vorzieht, um Rote Karten nicht herumkommt und was er an Deniz Aytekin faszinierend findet.

Eine besondere Ehre wurde Jonas Krzyzanowski im vergangenen Jahr zuteil, als der 17-Jährige zum Schiedsrichter des Jahres der Schiedsrichtergruppe Neuburg gewählt wurde. Aktuell darf der Neuburger Spiele bis zur Landesliga pfeifen. Der nächste Aufstieg muss aber wohl noch etwas warten, da die Corona-Krise den Amateurfußball zum Stillstand gebracht hat. In unserer Serie NR-Sportskanone stellen wir Jonas Krzyzanowski auf eine etwas andere Art und Weise vor.

Strand oder Berge

Krzyzanowski: „Ich bin viel lieber am Strand, da kann ich ins Wasser gehen. Früher waren wir mit der Familie in der Türkei im Urlaub, mit Freunden war ich in Lorette. Einen Urlaub in den Bergen habe ich hingegen noch nie gemacht. Und Skifahren war ich lediglich einmal mit der Schule in der 7. Klasse.“

Helene Fischer oder AC/DC

Krzyzanowski: „Als Schiedsrichter bekomme ich nach den Spielen öfter mit, wie die Mannschaften mit Schlagermusik feiern (lacht). Ich greife privat eher auf AC/DC zurück, auch wenn ich mich nicht unbedingt als Rock-Fan bezeichnen würde.“

Jonas Krzyzanowski: Keine Kompromisse und ein großes Vorbild

Bier oder Spezi

Krzyzanowski: „Ganz klar Bier (lacht). Es ist gemütlich, sich nach dem Spiel mit seinen Schiedsrichterkollegen zusammenzusetzen und mit einem Bier anzustoßen, wenn eine Partie gut gelaufen ist.“

Buch oder PlayStation

Krzyzanowski: „Da liegt bei mir die PlayStation weit vorne. Ich spiele gerne Fifa, auch mal mit Freunden. Bücher habe ich probiert, da hält mich aber irgendwie nichts.“

Netflix oder Kino

Krzyzanowski: „Ich könnte auf Netflix jede Serie anschauen und habe die meisten tatsächlich bereits gesehen. Es ist angenehmer, auf der Coach oder mit dem Handy im Bett zu schauen, als ins Kino zu gehen.“

Kraftraum oder Waldlauf

Krzyzanowski: „Da es als Schiedsrichter ohne Fitness nicht geht, sollte man die ein oder andere Laufeinheit absolvieren. Zurzeit muss ich im Zuge meiner Polizei-Ausbildung aber auch Krafttraining machen.“

Ordnungsfanatiker oder Chaot

Krzyzanowski: „Ich bin ein Ordnungsfanatiker. Ich brauche eine klare Struktur, zum Beispiel einen festen Stundenplan während der Ausbildung. Ich muss wissen, wie meine Woche getaktet ist. Auch mein Zimmer ist immer gut aufgeräumt.“

Schloßfest oder Volksfest

Krzyzanowski: „Ich bin ein riesiger Schloßfest-Fan, besuche es immer von Freitag bis Sonntag. Dort trifft man zum einen viele Freunde, zum anderen Menschen, die man seltener sieht. Das ist beim Volksfest einfach nicht der Fall.“

Pfeifen oder Winken

Krzyzanowski: „Mittlerweile pfeife ich lieber Spiele. Aber ich stehe in höheren Ligen auch gerne an der Seitenlinie. Es ist etwa jedes Mal eine Erfahrung, Patrick Krettek in der Bayernliga zu assistieren. Zu meiner Anfangszeit war die Situation noch eine andere. Da habe ich lieber gewunken, weil ich gerne im Team unterwegs war. Als Schiedsrichter in unteren Klassen hat man leider keine Assistenten.“

Gelbe oder Rote Karte

Krzyzanowski: „Ich bin ein Schiedsrichter, der eher hart durchgreift und auch mal eine Rote Karte gibt, würde ich sagen. Sowohl in der Landesliga als auch in unteren Ligen. Wenn es sein muss, muss es sein. Dann bin ich knallhart und schaue nicht weg.“

Manuel Gräfe oder Deniz Aytekin

Krzyzanowski: „Ich bin ein ganz großer Fan von Deniz Aytekin. Mir gefällt sein Stil. Diese natürliche Autorität, die man sich erst einmal erarbeiten muss. Seine Ausstrahlung ist faszinierend. Er ist in jedem Fall ein Vorbild als Schiedsrichter. Auch wenn Manuel Gräfe ebenfalls über viel Erfahrung verfügt, ist Aytekin eine Hausnummer besser.“

VAR: Ja oder nein?

Krzyzanowski: „Ich bin ein Freund des Videobeweises, da er den Fußball gerechter macht. Dennoch halte ich Änderungen für zwingend notwendig. Er sollte transparenter gemacht werden. Als Beispiel dient der Football in den USA. Dort werden die Schiedsrichter auf laut gestellt und begründen den Zuschauern die Entscheidung. Das wäre auch im Fußball eine gute Lösung. Bisher ist es ja so, dass der Schiri ein Zeichen gibt und plötzlich zum Beispiel eine Rote Karte zeigt. Das verstehen dann viele einfach nicht.“

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