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NR-Doppelpass

26.08.2018

„Junge Wilde“ stürzen den Favoriten

Freude und Enttäuschung: Während Rennertshofens Doppeltorschütze Benjamin Kohler (links) von seinen Teamkollegen gefeiert wird, ist Tobias Narr vom SV Klingsmoos (vorne rechts) sichtlich bedient.
Bild: Dirk Sing

Der FC Rennertshofen liegt gegen den SV Klingsmoos bis zur 70. Minute mit 0:1 hinten. Doch innerhalb von 360 Sekunden erzielt das Mutzbauer-Team drei Treffer und gewinnt mit 3:1

Josef Fischer war auch etliche Minuten nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Ismet Sabanagic sichtlich bedient. „Mir ist es schlichtweg unerklärlich, wie wir diese Partie buchstäblich aus der Hand gegeben haben“, resümierte der Spielertrainer des SV Klingsmoos und schüttelte immer wieder ungläubig seinen Kopf. „Wir führen mit 1:0 und haben zwei große Chancen, den zweiten Treffer nachzulegen. Doch anstatt einer möglichen Vorentscheidung unterlaufen uns unglaubliche Fehler, die der Gegner natürlich dankend annimmt“, so Fischer weiter.

Unter dem Strich stand für die Mösler letztlich eine 1:3-Niederlage bei den „jungen Wilden“ des FC Rennertshofen, die am Ende nicht einmal unverdient war. Die daraus folgende Konsequenz: Vom ausgegebenen Saisonziel „Kreisliga-Aufstieg“ ist der SV Klingsmoos nach der zweiten Niederlage im vierten Match aktuell meilenweit entfernt. „Wir müssen momentan definitiv kleine Brötchen backen und schauen, dass wir so schnell wie möglich wieder in die Spur finden.“

Eine ganz andere Gefühlslage herrschte freilich im Lager des heimischen FCR, der die Mösler mit einer Art „Überfalltaktik“ in den ersten zehn Minuten regelrecht überraschte. Immer wieder wurden die Gäste-Akteure früh angelaufen und gestört, was neben zahlreichen Ballgewinnen in der gegnerischen Hälfte auch gleich drei gute Einschussmöglichkeiten zur Folge hatte. Doch Benjamin Kohler (2./6.) und Bernhard Wittmann (11.) hatten ihr Visier noch nicht richtig eingestellt. „Nachdem es bei den Klingsmoosern bislang noch nicht richtig rundläuft, wollten wir sie früh unter Druck setzen, um möglicherweise die eine oder andere Unsicherheit zu nutzen“, erklärte FCR-Trainer Tommy Mutzbauer. Während seine Schützlinge in dieser Phase leer ausgingen, machten es die Gäste gleich bei ihrer ersten Gelegenheit besser: Im Nachsetzen bugsierte Torjäger Mathias Weber den Ball aus kurzer Distanz über die Linie, nachdem die Hausherren zuvor ein Handspiel Webers reklamiert hatten (16.). „Dieser Gegentreffer hat bei uns schon ein bisschen Wirkung hinterlassen“, meinte Mutzbauer. Dementsprechend hatten die Hausherren in der 29. Minute auch Glück, dass erneut Weber bei einem schnellen Gegenstoß am starken FCR-Schlussmann Manuel Fieger scheiterte.

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„Ich habe den Jungs in der Pause gesagt, dass wir einfach ruhig weiterspielen, in der Defensive gut stehen und geduldig auf unsere Chancen, die sicherlich kommen werden, warten müssen“, berichtete der Rennertshofener Coach – und sollte damit im Nachhinein recht behalten. Nachdem Semir Elezi die große Möglichkeit zum 2:0 aus Klingsmooser Sicht freistehend vergab (60./erneut reagierte Fieger prächtig), folgte zwischen der 71. und 76. Minute der „kollektive Zusammenbruch“ des SVK. Zunächst gelang dem immens fleißigen Tobias Kruber nach tollem Doppelpass mit Sascha Fröhlich der Ausgleich, ehe Benjamin Kohler mit einem Doppelpack die 3:1-Führung für den FCR herausschoss. Bezeichnend aus Klingsmooser Sicht: Erneut Elezi vergab in der 79. Minute die große Chance zum 2:3, als er aus sieben Metern über die Latte schoss.

Rennertshofen Fieger, Wittmann, Abunemah, Pahl, Kruber, Heckel, Kohler, Ferschl, Fischer, Fröhlich, Schinz (Zimmermann, Bayer, Sauer, Schreiber)

Klingsmoos Kreitmeier, Heilgemeir, Narr, M. Daferner, Meitinger, Weber, P. Krammer. Fischer, Fleury, Elezi, St. Daferner (Chr. Lenz, F. Lorenz)

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