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Kameradschaftsabend

17.11.2019

Kameradschaftsabend der Schiedsrichtergruppe Neuburg: Das Pfeifen als Leidenschaft

Ehrung für die Schiedsrichter des Jahres: Sieger Jonas Krzyzanowski (Mitte) umrahmt von der Zweitplatzierten Lena Höche und und dem Dritten Fabian Hegener.
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Ehrung für die Schiedsrichter des Jahres: Sieger Jonas Krzyzanowski (Mitte) umrahmt von der Zweitplatzierten Lena Höche und und dem Dritten Fabian Hegener.

Jonas Krzyzanowski wird zum Schiedsrichter des Jahres der Gruppe Neuburg gewählt. „Bester Verein 2019“ darf sich der FC Illdorf nennen. Eine besondere Auszeichnung erhält Rudolf Kraus.  

Dieser Moment gehört zweifellos zu den Höhepunkten des traditionellen Kameradschaftsabends der Schiedsrichtergruppe Neuburg. Die Spannung im großen Festsaal des Gasthofs Daferner in Schönesberg war greifbar, als Moderator Patrick Krettek den Umschlag mit dem Namen des Schiedsrichters des Jahres 2019 öffnete. Langsam zog er den Zettel heraus. Und verkündete Jonas Krzyzanowski als Sieger.

Dem 17-Jährigen war der Stolz über die Auszeichnung ins Gesicht geschrieben. „Es ist eine große Anerkennung der Vereine in der Umgebung“, freute sich Jonas Krzyzanowski, dessen Klub der VfR Neuburg ist. Mit 95 Punkten setzte er sich vor Lena Höche (SC Wallerstein, 90 Punkte) und Fabian Hegener (FC Zell-Bruck, 87) durch. Der Preis ist umso höher einzuschätzen, da er in erster Linie durch die Vereine im Raum der Schiedsrichtergruppe Neuburg erfolgte. Jeder Klub kann bis zu drei Referees wählen und bis zu fünf Punkte verteilen.

Jonas Krzyzanowski begann mit zwölf Jahren zu pfeifen

Dass auch Jürgen Roth große Stücke auf Jonas Krzyzanowski hält, war seinen Worten zu vernehmen. „Er lebt für die Schiedsrichterei, stellt andere Dinge zurück“, lobte der Obmann. „Jonas wird seinen Weg gehen und noch für Furore sorgen.“ Dafür, so Roth weiter, müsse der junge Schiedsrichter Geduld mitbringen, auf seine Chancen warten. In den vergangenen Jahren ist Jonas Krzyzanowski die Karriereleiter indes schnell emporgestiegen. Im Alter von zwölf Jahren begann er im März 2015, Spiele im Jugendbereich zu pfeifen. Bereits 2018 stieg er in die Bezirksliga auf, ein Jahr später in die Landesliga. Dort hat er seit Saisonbeginn vier Partien geleitet. Im gesamten Kalenderjahr 2019 pfiff er 88 Begegnungen, was die Begeisterung des 17-Jährigen, der eine Ausbildung bei der Polizei absolviert, zeigt. „Das Pfeifen ist meine Leidenschaft, ich freue mich die ganze Woche auf die Spiele.“ Wohin sein Weg noch führen wird, kann der Sohn von VfR-Trainer Christian Krzyzanowski freilich nicht vorhersagen. Aber: „Meine Träume sind natürlich groß.“ Um die nächsten Schritte als Schiedsrichter zu gehen, brauche es „Glück“ und „die richtigen Leute, die einen unterstützen“.

Kameradschaftsabend der Schiedsrichtergruppe Neuburg: Das Pfeifen als Leidenschaft


Ehrung für 50 Jahre Schiedsrichterei: (von links) Obmann Jürgen Roth, Landrat Peter von der Grün, Anton Reinhard, Ehekirchens Bürgermeister Günter Gamisch, Josef Reißner, Harald Förg, Manfred Häckel und Horst Schäfer.


Einen Befürworter hat Jonas Krzyzanowski in Jürgen Roth, der an diesem Abend selbst einen besonderen Moment erlebte. Als er für seine 40-jährige Tätigkeit als Schiedsrichter geehrt wurde, erhoben sich alle Anwesenden und huldigten Roth mit Applaus. Es war eine von zahlreichen Ehrungen an diesem Abend, durch den Patrick Krettek und Daniel Höche gekonnt führten. Als weiterer Höhepunkt erfolgte die Ernennung von Rudolf Kraus (SV Klingsmoos) zum Ehrenmitglied. Für 50 Jahre als Schiedsrichter ausgezeichnet wurden Anton Reinhard (SV Marxheim) und Josef Reißner (SV Bayerdilling).


FC Illdorf wird Verein des Jahres 2019

Nicht nur die Schiedsrichter, auch so mancher Verein konnte sich an diesem Abend freuen. Der FC Illdorf darf sich fortan mit dem Titel „Bester Verein des Jahres 2019“ schmücken. Ausschlaggebend bei dieser Wahl, die von den Schiedsrichtern vorgenommen wird, sind Kriterien wie die Umsetzung von Anweisungen, die Fair-Play-Wertung oder das Verhalten der Zuschauer. Zweiter in dieser Kategorie wurde der FC Ehekirchen, Platz drei ging an den SC Rohrenfels. Titelverteidiger FC Zell/Bruck landete diesmal auf Rang vier.


Ehrung für den besten Verein: (v. l.) Stefan Wiedenhöfer (SC Rohrenfels, Dritter), Ulrich Birkmeir (FC Illdorf, Sieger) und Markus Bissinger (FC Ehekirchen, Zweiter).

Ehrungen im Überblick

50 Jahre (Verbands-Ehrenmedaille in Gold) Anton Reinhard (SV Marxheim), Josef Reißner (SV Bayerdilling)

45 Jahre (Ehrenpreis der Gruppe) Siegfried Klepper (TSG Untermaxfeld), Peter Prott (TSV Ober-/Unterhausen)

40 Jahre (Verbands-Ehrenmedaille in Silber) Jürgen Roth (DJK Langenmosen), Rudolf Kraus (SV Klingsmoos)

35 Jahre (Ehrennadel der Gruppe in Gold mit Ehrenpreis) Robert Beutlrock (SV Baar), Ulrich Karmann (FC Ehekirchen), Johann Lenk (SC Rohrenfels)

30 Jahre (Verbands-Ehrenzeichen in Gold) Rudi Kaes (SV Sinning), Heiner Stanek (SV Wagenhofen)

25 Jahre (Ehrennadel der Gruppe in Silber mit Ehrenpreis) Helmut Bößhenz (SC Ried), Stefan Dirschinger (SV Feldheim), Alfred Winhard (FC Illdorf)

20 Jahre (Verbands-Ehrenzeichen in Silber) Georg Grammer (SV Echsheim), Xaver Oswald (DJK Langenmosen)

15 Jahre (Ehrennadel des Bezirkes Schwaben in Gold) Marcel Riedl (SV Grasheim), Josef Wecker (SC Ried), Gerhard Durner (SV Steingriff), Franz Stanek (SV Wagenhofen)

10 Jahre (Ehrennadel des Bezirkes Schwaben in Silber) Barbara Karmann (FC Ehekirchen), Thorbjörn Seyferth (SC Mühlried), Udo Wytopil (SC Ried), Frederic Wytopil (SC Ried)

Ehrenmitglied Rudolf Kraus.



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