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Bezirksliga Oberbayern

04.08.2014

Karlshulder schlagen sich selbst

Umkämpfte Partie: Karlshulds Philipp Engelhard (rechts) rasselt in dieser Szene mit Münchens Jochen Saft (links) zusammen.
Bild: Roland Geier

Unglückliche 0:1-Niederlage beim Aufsteiger ESV München

Der SV Karlshuld bleibt auch im vierten Spiel in der Bezirksliga Oberbayern Nord ohne Sieg und hat sich im Tabellenkeller eingenistet. Dabei war die 0:1-Niederlage der Grünhemden beim Aufsteiger ESV München am gestrigen Sonntag so unnötig wie ein Kropf. Trainer Milan Grujic sah seine Mannschaft als die „klar spielbestimmende Elf“, die sich zum wiederholten Male durch individuelle Fehler selbst um den Lohn brachte.

Zudem haderte der Karlshulder Übungsleiter mit Schiedsrichterin Alessa Plass. „Sie war eine Katastrophe. Von den vier strittigen Aktionen im Strafraum der Münchner hätte sie zwei Strafstöße für uns pfeifen müssen“, suchte Grujic nach Erklärungen für die zweite Niederlage in Folge, bei der seine Truppe jedoch eine sehr engagierte Leistung geboten hatte. Zweifelsohne liegen die Gründe viel tiefgründiger. Zum einen hapert es an der Chancenverwertung. Zum anderen fehlt im Mittelfeld ein Akteur, der das Spiel lenkt und ordnet.

Die Eisenbahner aus dem Zentrum Münchens hatten den besseren Start erwischt. Nachdem Jochen Saft nach einem Stockfehler der SVK-Abwehr aus kurzer Distanz die Kugel über den Kasten jagte (11.), schien nur drei Minuten später die Führung endgültig fällig zu sein. Nico Ledl hatte Saft im Strafraum zu Fall gebracht. Doch SVK-Keeper Thomas Böld hielt den Strafstoß von Ivan Radovic.

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Danach kam der SV Karlshuld immer besser ins Match. Matthias Eberle (16.) und Philipp Engelhard (19.) zeigten allein vor ESV-Keeper David Vormann Nerven und vergaben. Nicht besser machte es Patrick Mack kurz vor dem Seitenwechsel, als er allein auf das Münchner Gehäuse zusteuerte und das Spielgerät knapp am Pfosten vorbeischob. Durch viele unnötige Abspielfehler im Mittelfeld bauten die Grünhemden die Gastgeber jedoch immer wieder auf.

Parte wird nach dem Wiederbeginn ruppiger

Nach dem Wiederanpfiff wurde die Partie immer ruppiger. So forderten die Karlshulder neben einem Handspiel im Strafraum des Aufsteigers und zwei harten Attacken Elfmeter. Doch die Schiedsrichterin zog ihre großzügige Linie durch und pfiff nicht. Auch als Engelhard und Sebastian Stangel zusammenrasselten und der Münchner im Liegen nachtrat, blieb sie großzügig und beließ es bei einer gelben Karte.

Was Grujic dann besonders auf die Palme brachte: Der eingewechselte Tran Huy trat Ledl von hinten in die Beine. Am vergangenen Sonntag vorher wurde der Karlshulder Coach wegen einer harmloseren Aktion mit der roten Karte bestraft. Aber es wurde auch noch Fußball gespielt. Nach einer Stunde sprintete Matthias Eberle in eine Rückgabe der Gastgeber. Doch er brachte die Kugel nicht am ESV-Keeper vorbei. Nach 70 Minuten schlugen sich die Grünhemden dann selbst. Nach einem schlampigen Abspiel von Matthias Eberle zu Jonas Jung eroberte der Münchner Saft den Ball, umkurvte die gesamte Innenverteidigung inklusive Torhüter und schob zum 1:0 Siegtreffer ein.

SV Karlshuld: Böld – S. Stegmeir, Schmalzl (82. Hahn), Ledl, Petersen, Heilgemeir, Engelhard (68. Jung), M. Seitle, Mack (85. Stadler), Eberle.

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