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Synchronschwimmen

30.06.2017

Keine Zeit zum Durchatmen

Haben Grund zur Freude: Die Neuburger Donaunixen (von links) Lisa-Sofie Rinke, Melanie Eubel und Mona Weidner haben an der Europameisterschaft in Belgrad teilgenommen.
Bild: Eubel

Nach der Jugend-EM steht für zwei Donaunixen bereits der nächste Höhepunkt vor der Tür. Trainerin Melanie Eubel sammelt Erfahrungen als Wertungsrichterin.  

Ein weiteres Kapitel in der Erfolgsgeschichte der Neuburger Donaunixen ist geschrieben. Mit Lisa-Sofie Rinke und Mona Weidner gingen zwei Synchronschwimmerinnen bei der Jugend-Europameisterschaft in Belgrad an den Start. Obendrein war mit Melanie Eubel eine weitere Neuburgerin als Wertungsrichterin in Serbien vor Ort.

Kein Wunder also, dass Abteilungsleiterin Barbara Rauscher Neuburg als eine Hochburg des Synchronschwimmens bezeichnet. Nur Metropolen wie München und Berlin stellen schließlich ähnlich viele Athleten für die deutsche Nationalmannschaft ab. Die EM in Belgrad war für die drei Neuburger wieder einmal ein großes Erlebnis.

Mona Weidner Die 15-jährige Neuburgerin gehörte zu den Nesthäkchen im deutschen Team und nahm erstmals an einer Jugend-Europameisterschaft teil. Dementsprechend nervös war sie vor ihren ersten Auftritten während der fünf Wettkampftage. „Von Tag zu Tag“ habe sich die Anspannung dann aber gelegt. Knapp drei Wochen war Mona Weidner nun mit der Mannschaft unterwegs. Zunächst lernte sie ihre Teamkolleginnen bei einem Lehrgang in Heidelberg kennen, dann ging es nach Belgrad. „Es braucht eine gewisse Zeit, bis alle Schwimmerinnen aufeinander abgestimmt sind“, erklärt Mona Weidner. In Serbien wurde die Sportlerin in der Kombination eingesetzt, in der es für Deutschland zum neunten Platz reichte. Beeindruckt zeigte sich die 15-Jährige vom Auftritt so mancher Konkurrenten. Gerade bei den Russinnen – führend im Bereich Synchronschwimmen – habe sie sich manchmal gedacht, „wie die das nur schaffen“. Volle Körperspannung, schnelle Bewegungen, total synchron, Auftritte ohne Atempausen. Trotz der anstrengenden Wochen hat Mona Weidner bereits wieder mit dem Training in Neuburg begonnen. Schließlich hat sie das nächste Ziel vor Augen. Ende Juli geht es zum Comen-Cup nach Portugal.

Lisa-Sofie Rinke Trotz ihrer gerade einmal 17 Jahre ist Lisa-Sofie Rinke bereits ein „alter Hase“ in Sachen Nationalmannschaft. In Belgrad bestritt die Neuburgerin ihren sechsten großen internationalen Wettkampf. Von Routine will die Neuburgerin aber nichts sprechen. „Eine Jugend-Europameisterschaft“, sagt sie, „ist immer etwas Besonderes“. Die Gymnasiastin weiß trotz des immensen Aufwands, den ihr Sport mit sich bringt, die Privilegien zu schätzen. „Ich war noch nie zuvor in Belgrad und es ist immer wieder interessant, andere Nationen zu sehen.“ Neben ihrem Einsatz in der Kombination trat Lisa-Sofie Rinke auch in der Gruppe (technische Kür) an, qualifizierte sich mit der Mannschaft fürs Finale und wurde dort Elfter. Zufrieden zurücklehnen kann sich die 17-Jährige erst mal nicht. Bereits am morgigen Sonntag steht die nächste Reise an. Es ist eine besondere. Mit der Nationalmannschaft der Erwachsenen steht zunächst ein Lehrgang auf dem Programm, dann geht es zur Weltmeisterschaft nach Budapest. Beeindruckend: Erstmals nach 1994 (Rom) nehmen mit Lisa-Sofie Rinke und Lisa Königsbauer wieder zwei Donaunixen an einer Weltmeisterschaft teil.

Melanie Eubel Eine Premiere erlebte Melanie Eubel, die erstmals als Wertungsrichterin bei einem Wettkampf der LEN (Europäische Schwimm-Liga) im Einsatz war. Dabei war sie eine von zwei Deutschen, die in Serbien im Einsatz waren. Die Trainerin des TSV Neuburg bereitete sich intensiv auf ihre Aufgabe vor, schaute im Internet Videos führender Nationen und verglich ihre Einschätzungen mit denen der eingesetzten Kampfrichter. Synchronität, Ausführung, artistischer Eindruck, Schwierigkeit. Sie muss viele Elemente in ihre Bewertung einfließen lassen. Auch die 30-Jährige war beeindruckt vom Auftritt der Russinnen. „Dort ist Synchronschwimmen praktisch Profisport. Man könnte beinahe meinen, die Musik ist für den Auftritt komponiert und nicht andersrum“, sagt sie lachend. Melanie Eubels Ziel ist es nun, bei weiteren internationalen Wettbewerben eingesetzt zu werden. Eine Hilfe für ihre Neuburger Schützlinge darf sie dabei freilich nicht sein. „Parteilichkeit ist da ein Knock-out-Kriterium“, weiß sie.

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