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Landesliga Südwest

19.08.2018

Lilaweiße lassen Konkurrenz verzweifeln

Ein Bild mit Symbolcharakter: Nach dem Treffer von Alexander Müller zum 3:0 jubeln die VfR-Kicker im Hintergrund, während die Akteure der SpVgg Egg an der Günz sichtlich bedient sind.
Bild: Dirk Sing

Im Heimspiel gegen die SpVgg Egg/Günz steht es zur Pause 0:0. Doch eine Ein- beziehungsweise taktische Umstellung sorgt dafür, dass der VfR Neuburg am Ende vor über 400 Zuschauern mit 3:0 gewinnt

Falls es auch nur einen klitzekleinen Beweis noch gebraucht hätte, um zu unterstreichen, dass der VfR Neuburg als Aufsteiger nicht nur in der Landesliga Südwest angekommen ist, sondern nach acht Partien völlig zu Recht weiter an der Tabellenspitze steht, dient das Heimspiel am Samstag gegen die SpVgg Egg an der Günz nahezu als Parade-Beispiel. Der bis dato Tabellenfünfte aus dem Allgäu agierte von Anfang an überaus kompakt und ließ – je näher es in Richtung des eigenen Strafraums ging – bis auf einige Distanzschüsse von Ray Bishop (17.), Matthias Riedelsheimer (32.) und Rainer Meisinger (40./45.) kaum etwas zu.

„Wir haben bislang schon gegen einige sehr gute Mannschaften gespielt. Doch in Sachen Defensiv-Verhalten war Egg an der Günz bislang unser stärkster Gegner“, resümierte VfR-Trainer Christian Krzyzanowski, der in der Halbzeitpause gleich zwei entscheidende Änderungen vornahm. Zum einen brachte er für den eher unauffälligen Ray Bishop den flinken Alexander Müller und wählte damit – aus gutem Grund – die „Geschwindigkeits-Variante“. Zum anderen stellte der Neuburger Übungsleiter auch die taktische Marschroute aufgrund einer äußerlichen Gegebenheit „notgedrungen“ um. „Man muss ganz ehrlich sagen, dass der Rasen in der Sparkassen-Arena schlichtweg in einem katastrophalen und viel zu hohen Zustand ist. Darüber hinaus ist der Untergrund extrem buckelig, was es einem technisch und spielstarken Team wie uns sehr schwierig macht, entsprechend zu kombinieren“, so Krzyzanowski. Die Konsequenz: „Wir wollten nach Wiederbeginn vermehrt lange Bälle nach vorne spielen. Deshalb haben wir uns auch entschieden, mit Alex Müller einen sehr schnellen Offensivakteur einzuwechseln.“

Ein Schachzug, der in den zweiten 45 Minuten auch tatsächlich aufging. Als „Dosenöffner“ aus VfR-Sicht erwies sich allerdings eine Standard-Situation. Genauer gesagt ein direkt verwandelter 23-Meter-Freistoß von Kapitän Sebastian Habermeyer zum 1:0 (55.). „Endlich hat es mal wieder mit einem ruhenden Ball geklappt“, sagte Habermeyer, dessen Rückkehr nach der Pause im Übrigen auf der Kippe gestanden war. Der Techniker plagt sich bereits seit längerer Zeit mit einer entzündeten Patellasehne herum. Nach einer abrupten Abstopp-Bewegung in Durchgang eins wurden die Schmerzen plötzlich größer und größer.

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„In der Pause haben wir dann einen Verband angelegt und abgemacht, dass ich es nochmals 15, 20 Minuten probiere“, erklärt der VfR-Spielführer. Nach seinem herrlichen Freistoßtreffer sowie dem erlösenden 2:0 von Marco Friedl, der einen Alleingang mit seinem nunmehr vierten Saisontor eiskalt abschloss (66./die erstklassige Vorarbeit kam von Meisinger), hatte Habermeyer dann endgültig Feierabend. Für ihn kam Youngster Niklas Golling in die Partie (66.), der im weiteren Verlauf seinen ersten Punktspiel-Treffer im Senioren-Bereich nur ganz knapp verpasste.

Dafür war der 19-Jährige an der Entstehung zum 3:0-Endstand maßgeblich beteiligt. Nach seinem genauen Zuspiel marschierte der aufgerückte Dominik Schröder in Richtung Grundlinie, hob kurz den Kopf und sah den in der Mitte freistehenden Müller, der schließlich keine Mühe hatte, das Spielgerät vor den über 400 Zuschauern im leeren SpVgg-Gehäuse locker zu versenken (90.+2).

VfR Neuburg: Jozinovic, Stegmeir, Schröder, Bader, Schittler, Riedelsheimer, Klink, Meisinger, Bishop (46. Müller), Habermeyer (66. Golling), Friedl (80. Aktas).

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