1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Lokalsport
  4. Mit Geduld und Klasse zum „Dreier“

Landesliga Südwest

11.08.2019

Mit Geduld und Klasse zum „Dreier“

Zweifelsohne einer der Schlüsselmomente: Referee Martin Schanderl (links) zeigt Durachs Tobias Steidle (Nummer 16) bereits in der 28. Minute „Rot“. Für VfR-Kapitän Sebastian Habermeyer (hinten) wohl eine klare Sache.
Bild: Dirk Sing

VfR Neuburg lässt dem Aufsteiger VfB Durach beim 3:1-Heimsieg keine Chance. Dabei schwächen sich die Gäste aus dem Allgäu mit einer „Notbremse“ bereits nach 28 Minuten selbst

Fußball ist manchmal kompliziert und daher schwierig zu verstehen. Es gibt Partien, in denen die Leistung nicht passt, dafür aber das Ergebnis – und umgekehrt! Am späten Samstagnachmittag machte es VfR Neuburg im Heimspiel gegen den Aufsteiger VfB Durach den 225 Besuchern hingegen ziemlich einfach: Sowohl die spielerische Darbietung als auch das Endresultat passten! Mit einem am Ende hochverdienten 3:1-Erfolg feierten die Lilaweißen nicht nur ihren nunmehr dritten Saisonsieg, sondern kehrten auch endgültig wieder in die Spitzengruppe der Landesliga Südwest zurück.

„Ich denke, die Zuschauer, die heute nicht da waren, haben wirklich etwas verpasst“, resümierte VfR-Trainer Christian Krzyzanowski und ergänzte: „Wir haben den Ball sehr gut laufen lassen, uns viel bewegt und weit über zehn hochkarätige Möglichkeiten erarbeitet. Von dem her kann man definitiv von einem rundum gelungenen Auftritt meiner Mannschaft sprechen.“ Einziger kleiner Wermutstropfen sei neben den zahlreich vergebenen Großchancen in der Schlussphase auch der „unnötige Gegentreffer“ der Gäste gewesen, bei dem der erstmals in dieser Spielzeit im VfR-Kasten stehende Maximilian Oswald (vertrat den privat verhinderten Dominik Jozinovic) keine Chance hatte (72./Dominik Portidis).

Dabei hatten die Hausherren bereits frühzeitig die Weichen auf Sieg gestellt. Nachdem Kapitän Sebastian Habermeyer einen ersten Warnschuss abgegeben hatte (8.), machte es schließlich Rainer Meisinger in der 18. Minute besser: Der Blondschopf hob einen 22-Meter-Freistoß erst über die Mauer und dann ins gegnerische Gehäuse von Schlussmann Marco Löchle, der diesen Versuch an einem guten Tag durchaus hätte parieren können. Die zweite „Schlüsselszene“ in dieser Begegnung folgte schließlich nur zehn Zeigerumdrehungen später: Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld marschierte Matthias Riedelsheimer bis kurz vor den VfB-Strafraum, wo er schließlich von Tobias Steidle regelwidrig von den Beinen geholt wurde. Schiedsrichter Martin Schanderl entschied zum Entsetzen der Duracher auf Notbremse und „Rot“.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

„Auch wenn wir es danach sehr ordentlich gespielt haben, hatten die Jungs natürlich schon die Situation in Ehekirchen, als wir sogar in doppelter Überzahl keinen Treffer erzielen konnten, etwas im Hinterkopf. Aber das ist sicherlich menschlich“, so Krzyzanowski. Im Gegensatz zum Derby gegen den FCE agierten die VfR-Akteur diesmal vermehrt über die Außenpositionen und zeigten sich auch deutlich geduldiger. Der Lohn folgte prompt in der 56. Minute: Nach einem schnell ausgeführten Freistoß tauchte Niko Schröttle alleine vor Löchle auf und traf zum 2:0. Spätestens als Marco Friedl kurz darauf sogar den dritten Neuburger Treffer erzielte (63.), war diese Partie endgültig entschieden. Daran änderte auch das 1:3-Anschlusstor von Portsidis nichts mehr (72.).

VfR Neuburg: Oswald, R. Schröder, Klink, Stegmeir, Heckel, Riedelsheimer, D. Schröder (65. Osmani), Meisinger, N. Schröttle (72. Abou-Khalil), Habermeyer, Friedl (64. Scharbatke).

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren