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Kreisliga-Relegation

06.06.2019

Mit einem Schützenfest zum Aufstieg

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Mission erfüllt: Der SV Karlshuld kehrt mit einem 7:1-Sieg gegen den FC Hepberg in die Kreisliga zurück.
Bild: Roland Geier

Der SV Karlshuld besiegt den FC Hepberg mit 7:1. Trainer Naz Seitle jubelt mit seinen Spielern und weiß, bei wem er sich zu bedanken hat. Drei Neuzugänge stehen fest.

Relegationsspiele im Fußball haben einen speziellen Reiz. Es geht um alles oder nichts, Spannung liegt buchstäblich in der Luft. Eigentlich. Das Nervenkostüm des SV Karlshuld musste am Donnerstag hingegen nicht allzu sehr strapaziert werden. Gegen den FC Hepberg machten die Mösler kurzen Prozess, führten nach 18 Minuten schon mit 3:0 und feierten letztendlich mit einem souveränen 7:1-Erfolg die Rückkehr in die Kreisliga.

„Mission erfüllt“ war auf den eigens angefertigten Aufstiegs-T-Shirts, die sich die Karlshulder Spieler nach Schlusspfiff überzogen, zu lesen. Der Betriebsunfall des Abstiegs in die Kreisklasse wurde nach nur einem Jahr korrigiert. „Wir waren sehr gut auf Hepberg vorbereitet“, sagte der überglückliche Trainer Naz Seitle. Die frühen Tore hätten seinem Team natürlich in die Karten gespielt und den Gegner aus dem Konzept gebracht.

SV Karlshuld beginnt mit Offensiv-Feuerwerk

Die Favoritenrolle war vor dem Spiel nicht auszumachen. Der SVK hatte sich erst am letzten Spieltag dank Schützenhilfe vom dritten auf den zweiten Rang geschoben. Hepberg schloss in der Kreisliga als Zwölfter ab und verhindere damit den direkten Abstieg. Schnell wurde jedem der 650 Zuschauer auf der Anlage der DJK Ingolstadt klar, dass die Mösler sich für diesen Abend einiges vorgenommen hatten. Martin Froncek hatte nach einem groben Abwehrschnitzer in der vierten Minute die Führung auf dem Fuß, brachte den Ball jedoch nicht im Tor unter. Die Probleme Hepbergs im Defensivverbund setzten sich während des gesamten Spiels fort. Anders als in der regulären Saison, als die Chancenverwertung zu Karlshulds Schwächen zählte, agierten die Mösler diesmal eiskalt. Max Seitle eröffnete den Torreigen (4.), Mariusz Suszko mit einem herrlichen Heber über den Keeper hinweg in den Winkel (11.) und Johannes Mamo (18.) erhöhten. Und Hepberg? Begann gar nicht mal so schwach, wie es das Ergebnis aussagt. Denn in der Offensive zeigte das Team, dass es durchaus über den ein oder anderen guten Fußballer verfügt. Fatih Soysal kam zu einem Abschluss (14.), einen Kopfball von Sanser Calik klärte Armin Bortenschlager auf der Linie (15.). Doch der SVK war abgezockter und nutzte Hepbergs Abwehrchaos gnadenlos aus. Froncek wurde im Strafraum gefoult, Jeton Jashari verwandelte den Elfmeter sicher zum 4:0-Halbzeitstand (44.).

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Das Spiel war frühzeitig entschieden, der Spaßfaktor beim SVK stieg. Der überragende Suszko, der als Spielertrainer zum BSV Berg im Gau wechselt, bediente Froncek, der nur noch zum 5:0 einzuschieben brauchte (52.). Pascal Sladkowski,, zwei Minuten zuvor eingewechselt, traf mit einem seiner ersten Ballkontakte zum 6:0 (57.). Auch ohne den krank fehlenden Torjäger Benjamin Anikin blieb Karlshuld am Drücker und hätte weitere Treffer erzielen können. Nachdem Daniel Drotleff Hepbergs Ehrentreffer gelungen war (72.), stellte Matthias Stegmeir (80., Foulelfmeter) den auch in der Höhe verdienten 7:1-Endstand her. Auch der Defensivspieler verabschiedet sich aus Karlshuld, wird Co-Trainer beim SC Rohrenfels.


Starker Auftritt: Mariusz Suszko (rechts) war von der Hepberger Abwehr nie in den Griff zu bekommen.
Bild: Roland Geier

Den künftigen Kreisligisten verstärken werden Philipp Hallmen (ST Kraiberg), Rückkehrer Dominik Berchermeier (SV Hundszell) und Nico Ziegler (SV Manching), der künftig als spielender Co-Trainer tätig sein wird. Zwei weitere Neuzugänge, so Seitle, sollen am Wochenende vermeldet werden.

Einen weiteren Jubelschrei ließ Seitle los, als er auf dem Rasen von Spielern des FC Tegernbach überrascht wurde. Er umarmte jeden Spieler seines Ex-Vereins im Wissen, dass ohne sie der Aufstieg nicht möglich gewesen wäre. Tegernbach hatte Karlshuld mit einem 3:1 gegen Wolnzach am letzten Spieltag erst in die Relegation geschossen. Da waren bei den Karlshuldern mehr Nerven nötig, als schließlich im entscheidenden Relegationsspiel.

SV Karlshuld Heindl – Bortenschlager, Stegmeir, Melchior, Kayrancioglu – Mamo, Jashari, Suszko, Seitle, Mayer – Froncek (Davis, Sladkowski, Hirschmüller).

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