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12.07.2010

Mit röhrenden Motoren den steilen Hang hinauf

Diesen steilen Hang mussten die Teilnehmer des Hillclimbing-Wettbewerbs in der Schweiz hinauf. Matthias Behr (im Bild) vom MC Neuburg landete auf dem hervorragenden vierten Platz. Foto: nr
Bild: nr

Obersaxen Die siebte Auflage des internationalen Hillclimbing-Wettbewerbs am Kartischahill fand in Obersaxen (Schweiz) statt. Dabei handelt es sich um einen noch nie bezwungenen Berg mit einer Zielhöhe von 1550 Metern und extremen Steigungen. Knapp 250 Teilnehmer aus über acht Nationen waren angereist, um in vier verschiedenen Klassen die Titel mit nach Hause zu nehmen.

Matthias Behr und Michael Kluy starteten für den Motorclub Neuburg in der mit 105 Fahrern am stärksten besetzten Klasse der "Open-Kategorie" (Spezial-Eigen-bau-Motorräder mit langer Hinterachsschwinge und ohne Hubraumbegrenzung, Anm. d. Red.) bei dieser sehr gut organisierten Veranstaltung. Die beiden Neuburger wollten mit ihren leichten Zwei-Takt-Maschinen beweisen, dass man nicht nur hubraumstarke PS-Monster benötigt, sondern bei entsprechender Technik auch ohne weiteres mit modifizierten "Mopeds" ein vorderer Rang möglich ist.

Routiniers hatten keine Probleme mit der Qualifikation

Um die Qualifikationshöhe zu erreichen, mussten mindestens 165 Meter des 235 Meter langen Anstiegs erreicht werden. Diese vorgegebene Marke wurde von den routinierten Hillclimbing-Spezialisten aus der Donaustadt ohne Probleme eingefahren: Behr schaffte 214,7 Meter, die den zweiten Platz in der Qualifikation bedeuteten. Kluy brachte es 205,3 Meter und den 15. Rang, welcher auch ihm den Einzug ins Halbfinale der besten 45 verschaffte.

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Halbfinale wurde live im Fernsehen übertragen

Am zweiten Tag ging es dann für Kluy und Behr darum, sich unter den 45 Halbfinalstartern einen Platz im Finale zu sichern. Die spektakulären Durchgänge wurden von Eurosport 2 und dem Schweizer Sportfernsehen live übertragen und vor Ort den zahlreichen Zuschauern auf Großleinwänden als besonderer Service gezeigt. Kluy gelang es zwar, sich inmitten der Boliden mit seiner hubraum- und leistungsschwächsten Maschine, in die ein 28 Jahre alter luftgekühlter Honda-Rennmotor eingepflanzt war, fürs Finale zu qualifizieren. Doch ab diesem Zeitpunkt war dem talentierten Hillclimber klar, dass jetzt nicht mehr viel zu holen war.

Nach einem Hinterrad-Versetzer bei 207,3 Metern war für ihn das Rennen beendet. Immerhin bedeutete dies den 16. Platz in der Gesamtwertung.

Behr schrammt nur knapp an Edelmetall vorbei

Für Behr lief es ausgezeichnet: Mit der von seinem Vater Robert gebauten Spezialmaschine, der im vorigen Jahr ein Zabel-Motor mit 680 ccm und circa 85 PS eingebaut worden war, zeigte er dem internationalen Fahrerfeld und den begeisterten Zuschauern, dass auch in diesem Finale mit ihm gerechnet werden musste.

Mit 220,5 Metern und dem ausgezeichneten vierten Platz verfehlte er das Siegertreppchen nur knapp.

Behr setzte zum Abschluss sogar noch einen drauf, indem er mit der Europa-Auswahl, für die er kurzfristig auserkoren wurde, mit seinen Teamkollegen auf dem zweiten Platz landete.

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