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25.10.2019

Naz Seitle: „Das beschäftigt mich brutal“

Erwartet im morgigen Heimspiel gegen den Tabellenvierten TSV Gaimersheim von seiner Mannschaft einen couragierten und konzentrierten Auftritt: Karlshulds Trainer Naz Seitle.
Bild: Roland Geier

Karlshulds Trainer Naz Seitle hat mit seiner Truppe bislang eine „Achterbahnfahrt“ hingelegt. Nach einem Zwischenhoch folgten zuletzt drei Niederlagen. Worauf es am Sonntag gegen Gaimersheim ankommt

Nach einem durchwachsenen Saisonstart in der Kreisliga Donau/Isar 1 steht Ihre Mannschaft nach elf Spieltagen auf Platz zehn und weist vier Punkte Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz auf. Kann man schon sagen, wo die Reise des SV Karlshuld hingeht?

Seitle: Zwischen der Kreisklasse und Kreisliga liegen Welten! Man hat in den Spielen, die wir bislang absolviert haben, gesehen, dass Mannschaften von der Besetzung her einfach besser sind als wir. Die Tabelle lügt ja nicht: Die besseren Teams stehen schon vorne! Die Klasse ist gut besetzt. Aber man sieht auch, dass jeder jeden schlagen kann. Wenn wir den Platz, auf dem wir jetzt stehen, halten könnten, wäre es für mich in Ordnung.

Mit 22 Toren stellt der SVK den fünftbesten Angriff. Sehen Sie trotz dieser guten Zwischenbilanz auch hier noch Verbesserungsbedarf?

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Seitle: Da gibt es schon noch etwas zu verbessern. Mit Martin Froncek haben wir nur einen Stürmer, der die Tore macht. Du brauchst aber aus dem Mittelfeld heraus Leute, die torgefährlich sind. Wenn Philipp Hallmen und Benni Anikin fit wären, wären wir schwerer auszurechnen. So aber bringen wir momentan aus dem Mittelfeld zu wenig Druck, um den Gegner zu beschäftigen. Wenn Martin nicht trifft, wird es schon schwierig. Dadurch sind wir natürlich leichter auszurechnen.

Im Gegenzug hat Ihre Mannschaft allerdings auch die drittmeisten Gegentreffer bekommen. Wie wollen Sie diese Defizite abstellen?

Seitle: Wir haben offensiv denkende Spieler. Die denken gar nicht daran, dass der Ball verloren geht und man gleich wieder zurückarbeiten muss. Das ist das Schwierige, das sieht man sogar beim FC Bayern. Du bräuchtest dazu aber die entsprechenden Akteure. Allerdings müssen wir mit den Spielern auskommen, die wir haben und daher versuchen, es im Verbund viel besser zu machen.“

Warum wacht das Team oftmals erst nach einem Rückstand in der zweiten Halbzeit auf? Ist das „nur“ eine Einstellungssache?

Seitle: Ja, das ist eigenartig. Das verstehe ich überhaupt nicht. Immer wenn wir am Boden liegen, spielen wir besser. Wenn man die bisherigen Partien Revue passieren lässt, waren wir in der Tat fast in jeder ersten Halbzeit im Hintertreffen. Im zweiten Durchgang haben wir dann nahezu alle unsere Punkte geholt. Da müssen wir einfach frecher werden. Schon wenn wir auf dem Platz gehen, muss man zur Sache gehen, sich Respekt verschaffen und nicht vor dem Gegner kuschen. Da fehlt oft die Körpersprache, um den Kontrahenten entsprechend zu beeindrucken.

Was Ihrer Truppe in den vergangenen beiden Begegnungen möglicherweise den einen oder anderen Zähler gekostet haben dürfte, waren die Gelb-Roten Karten für Jeton Jasahri. Wie gehen Sie mit dieser Disziplinlosigkeit um?

Seitle: Die letzte Gelb-Rote Karte war nicht berechtigt. Nur bei ihm ist es die Häufigkeit, wo er auffällt – und das geht so nicht! Jeton ist ein starker Fußballer. Aber so, wie er sich verhält, schadet er der Mannschaft. Darüber werden wir eine Entscheidung treffen und den Deckel draufmachen müssen.“

Nach einem Zwischenhoch mit drei Siege in Folge, als der SVK sogar an die Aufstiegsplätze herangeschnuppert hat, folgten zuletzt drei Niederlagen. Wie erklären Sie sich den aktuellen Negativtrend?

Seitle: Das beschäftigt mich brutal. Wir waren Dritter und hatten spielfrei. Diese 14 Tage waren für mich eine Katastrophe. Wenn ich zwei Wochen keine Partie habe, kann ich normalerweise total befreit trainieren. Doch in dieser Phase haben sich einige Akteure eine Auszeit genommen. Das sind so Kleinigkeiten, an denen man merkt, dass man mit dem Kopf nicht 100 Prozent dabei ist. Unsere Mannschaft hat aber schon eine gewisse Qualität.

Woran machen Sie das fest?

Seitle: Man darf nicht vergessen, dass wir zuletzt gegen Spitzenteams gespielt haben. Gegen Ober-/Unterhaunstadt sind wir nach einem 0:3-Rückstand noch auf 2:3 herangekommen. Und im Duell mit Grün-Weiß Ingolstadt konnten wir trotz der besagten Gelb-Roten Karte nach 25 Minuten ein 0:2 egalisieren. Erst in der Nachspielzeit mussten wir dann die entscheidenden Gegentore hinnehmen. Mit einer noch konzentrierteren Leistung hätten wir sogar hier punkten können. Da muss man der Mannschaft sogar ein Lob aussprechen.

Am Sonntag (14.30 Uhr) geht es in heimischen Gefilden gegen den Tabellenvierten TSV Gaimersheim. Wie schätzen Sie den kommenden Kontrahenten ein?

Seitle: Es hängt schon immer auch davon ab, zu welchem Zeitpunkt man auf diesen Gegner trifft. Gaimersheim stellt eine Top-Mannschaft, die zweifelsohne deutlich auf dem aufsteigenden Ast ist. Sie verfügt vor allem über einen erstklassigen Angriff. Wenn wir punkten wollen, müssen wir alles reinwerfen, was wir haben.

Wie sieht es eigentlich bei Claudio Maritato aus? Wie weit ist er nach seinem Kreuzbandriss?

Seitle: Claudio befindet sich noch im Aufbau und trainiert zudem privat. Er wird erst im Frühjahr wieder eingreifen können.

Die Fragen stellte Roland Geier

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