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Leichtathletik

01.01.2020

Neuburger Silvesterlauf: Eine „Serientäterin“ und ein Debütant

Mit vollen Einsatz bei der Sache: Auch die „Kleinen“ kamen beim Neuburger Silvesterlauf auf ihre Kosten.
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Mit vollen Einsatz bei der Sache: Auch die „Kleinen“ kamen beim Neuburger Silvesterlauf auf ihre Kosten.
Bild: Daniel Worsch

Während Anabel Knoll (Delphin Ingolstadt) bereits zum fünften Mal hintereinander die Frauen-Konkurrenz gewinnt, feiert Julian Sterner (ESV Ingolstadt) bei den Männern seine Premiere

Als es draußen so langsam dunkel wurde und im großen Saal des TSV-Sportheims Abteilungsleiter Hermann Schottnar die Schnellster jeder Altersklasse beim 45. Neuburger Silvesterlauf mit Urkunden und kleinen Präsenten auszeichnete, strahlte Udo Kotzur nahezu unentwegt über das ganze Gesicht. Nicht nur, dass der 1. Vorsitzende des gastgebenden TSV Neuburg die sechs Kilometer lange Strecke in einer durchaus ordentlichen Zeit von rund 31 Minuten absolviert hatte. Vielmehr war Kotzur sichtlich stolz, was „seine“ Leichtathleten wieder auf die Beine gestellt hatten.

„Wenn man sieht, wie viele Teilnehmer an dieser traditionsreichen Veranstaltung mitgemacht haben beziehungsweise wo sie überall hergekommen sind, dann ist das für unsere Leichtathletik-Sparte und damit auch den Gesamtverein eine tolle Auszeichnung“, schwärmt Kotzur. Insgesamt 593 „kleine“ und große“ Athleten überquerten schließlich in den insgesamt vier Läufen (die Bambinis absolvierten ihre 600-Meter-Strecke noch ohne Zeitnahme) die Ziellinie – einer davon war eben Kotzur! Und das nicht zum ersten Mal. „Nachdem ich im Jahr 1988 beruflich wieder nach Neuburg zurückgekommen bin, habe ich bis auf eine oder zwei Ausnahmen immer am Silvesterlauf teilgenommen“, berichtet der Vereinschef, der mit einem zwinkernden Auge ergänzt: „Ich versuche eigentlich immer, eine Zeit um die 30 Minuten zu erreichen, habe in den vergangenen Jahren aber immer das Gefühl, dass ich stetig schneller laufen muss, um diese Marke zu schaffen. Das muss wohl am Alter liegen (lacht).“

Julian Sterner (ESV Triathlon Ingolstadt) und Anabel Knoll (SC Delphin Ingolstadt) hatten in der Gesamtwertung des 45. Neuburger Silvesterlaufes die Nase vorne und sorgten für einen Schanzer Doppelsieg.
Video: Dirk Sing

Dass sich die Sieg-Anwärter an diesem Tag bei „optimalen äußeren Bedingungen“ (Schottnar) freilich in ganz anderen zeitlichen „Sphären“ bewegten, wurde indes schnell deutlich. Unmittelbar nach dem Startschuss von Oberbürgermeister Bernhard Gmehling setzten sich die Favoriten an die Spitze des breiten Feldes. Fast schon ein einsamer Lauf wurde es anschließend für Julian Sterner. Der Triathlet des ESV Ingolstadt hatte seine hartnäckigsten Verfolger relativ früh abgeschüttelt und überquerte nach 19.18 Minuten als Erster die Ziellinie auf der TSV-Anlage im Englischen Garten. „Auch wenn ich aus eigener Kraft alleine vorneweg laufen musste, hat es Spaß gemacht. Es waren super Bedingungen und eine tolle Strecke“, freute sich der 30-Jährige, der zum ersten Mal in Neuburg triumphierte. Bei den Frauen schlug dagegen die „Serientäterin“ erneut zu – und wie! Anabel Knoll vom SC Delphin Ingolstadt sicherte sich in einer tollen Zeit von 20.45 Minuten bereits zum fünften (!) Mal hintereinander den Gesamtsieg. Aber auch das große Oberhausener Leichtathletik-Talent Lisa Basener, das mittlerweile für die LG Telis Finanz Regensburg an den Start geht und dessen Lieblingsdisziplin eigentlich die 3000-Meter-Strecke ist, konnte bei ihrem „Heimspiel“ mit Platz zwei in der Gesamtwertung sowie dem Sieg in ihrer Altersklasse WJU20 überaus zufrieden sein. „Nachdem ich mich auf der Strecke heute nicht wirklich gut gefühlt habe, war ich am Ende überrascht, dass es doch eine recht gute Zeit wurde“, so Basener, die nach 21.42 Minuten ins Ziel kam. Für die 19-Jährige ist der Neuburger Silvesterlauf ohnehin immer noch etwas ganz Besonderes. „Es ist einfach schön, immer wieder an den Ort zurückzukehren, wo für mich in Sachen Leichtathletik alles begonnen hat. Dementsprechend freue ich mich jedes Jahr auf diesen Wettkampf.“

Dass der dritte und letzte Lauf des beliebten „Neuburger Rundschau Laufcups“ sowohl für die Athleten als auch Zuschauer zum Jahresausklang wieder ein tolles Event wurde, war zweifelsohne Chef-Organisator Hermann Schottnar und seine vielen fleißigen TSV-Helfern zu verdanken. Dementsprechend positiv fiel auch das Fazit des Leichtathletik-Abteilungsleiters aus: „Sei es das Wetter, die Bedingungen oder auch die Teilnehmerzahl – es war eine rundum gelungene Veranstaltung.“ Lediglich die hohe Anzahl der Nachmeldungen am Wettkampftag (rund 200) hätten die Verantwortlichen „etwas ins Schwitzen“ gebracht. Aber auch diese Herausforderung wurde – wie könnte es anders sein – erstklassig und spielend gelöst.

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