FC Ingolstadt 04

09.11.2012

Neuer Trainer, neue Hoffnung

Mario Neunaber

Ex-Schanzer Mario Neunaber kommt am Sonntag mit Jahn Regensburg

Ingolstadt Wenn am Sonntag der SSV Jahn Regensburg bei den Zweitliga-Fußballern des FC Ingolstadt 04 gastiert, kommen auch zwei alte Bekannte in den Audi-Sportpark. Einer wird während der Partie an der Seitenlinie stehen. Franz Gerber, Sportdirektor und seit dem vergangenen Wochenende auch Interimstrainer des Jahn, spielte früher für den ESV Ingolstadt und ist zugleich Vater des aus dem Profikader des FC 04 verbannten Fabian Gerber.

Wo der andere alte Bekannte am Sonntag sitzt, steht oder läuft, ist derweil noch unklar: Mario Neunaber, der zwischen 2007 und 2009 52 Regionalligaspiele für die Schanzer absolviert hat, kam bei den Regensburgern in dieser Saison erst sechs Mal zum Einsatz. Nach der Entlassung von Trainer Oscar Corrochano macht sich der 30-Jährige nun unter Gerber wieder Hoffnung auf einen Startplatz. Wir sprachen vor dem Donau-Derby in Ingolstadt mit Neunaber.

Wie erklären Sie es sich, dass der SSV Jahn Regensburg nach einen furiosen Start so eingebrochen ist und nun auf dem Abstiegsrelegationsplatz steht?

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Neunaber: „Nachdem der Trainer uns älteren Spielern nicht mehr so viele Einsatzzeiten gegeben hat, hat uns meiner Meinung nach die Cleverness und Abgebrühtheit gefehlt. Der Unterschied zu den Gegnern war dann, dass es spielerisch und auch läuferisch nicht mehr so gepasst hat. Dadurch haben wir einige Punkte liegen lassen.“

Sie haben einen Vertrag bis 2014 und wurden als Stabilisator für die Abwehr geholt. Sie bestritten unter Trainer Oskar Corroschano aber nur sechs von zwölf Spielen. Warum!

Neunaber: „Ich denke, ich habe eine anständige Leistung gebracht und als Abfangjäger vor der Abwehr einen guten Job gemacht. Der Trainer aber wollte auf jüngere Spieler setzen und offensiver agieren.“

Jetzt ist Sportdirektor Franz Gerber als Trainer am Ruder, der Sie ja verpflichtet hat. Was macht er anders als sein Vorgänger und was erwarten Sie sich in den kommenden Wochen?

Neunaber: „Herr Gerber legt großen Wert darauf, dass jeder wieder mehr Verantwortung übernimmt und Kommandos auf dem Platz gibt. Zudem müssen wir wieder mutiger werden, das hat uns zuletzt gefehlt. Im Training hat man schon gesehen, dass wieder mehr miteinander geredet wird. Ich erhoffe mir natürlich wieder mehr Einsatzzeiten und, dass ich in der Startelf stehe.“

Wie schätzen Sie aktuell Ihren ehemaligen Verein aus Ingolstadt ein? Können sich die Schanzer in dieser Liga in der Spitzengruppe halten?

Neunaber: „Ich denke schon. Der FC Ingolstadt hat sich gefunden. Es ist eine stabile Mannschaft geworden, die mit Caiuby, Stefan Leitl und Christian Eigler, nur um ein paar zu nennen, gefährliche Angreifer hat.“

Haben Sie noch Kontakt zu ihren ehemaligen Kollegen?

Neunaber: „Es ist ein bisschen weniger geworden. Aber mit dem ein oder anderen treffe ich mich schon noch. Ich hatte in Ingolstadt eine schöne Zeit und glaube auch, dass ich am Sonntag von den Fans herzlich empfangen werde.

Was rechnen Sie sich mit dem Jahn am Sonntag im Audi Sportpark aus?

Neunaber: „Wir spielen auswärts und stehen nicht so unter Druck wie Ingolstadt. Wir sind klarer Außenseiter und unsere Prämisse heißt: Hinten gut stehen und dann Nadelstiche nach vorne setzen.“

Sie wollen also ihrem alten Klub ein Bein stellen?

Neunaber: „Versuchen werden wir es, das Leiden unserer Zuschauer soll endlich aufhören. Ein Sieg gegen Ingolstadt wäre ein Anfang.“

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