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Eishockey

20.02.2015

Raus aus den Flip Flops

Tritt mit seinen neuen Teamkollegen heute Abend im bayerischen Derby bei den Nürnberg Ice Tigers an: Panther-Neuzugang Brendan Brooks (links).
Bild: Xaver Habermeier

Panther-Stürmer Brendan Brooks spielte zuletzt im sonnigen Kalifornien. Jetzt möchte er bei den Panthern zeigen, was er kann. Heute Derby in Nürnberg

Ein breites Lächeln kann sich Brendan Brooks nicht verkneifen, als er nach der gestrigen Trainingseinheit auf seine ersten Eindrücke über Ingolstadt angesprochen wird. „Es ist auf alle Fälle deutlich kälter als in Bakersfield, wo ich zuletzt gespielt habe“, berichtet der Angreifer, der Mitte der vergangenen Woche von den Panthern als 15. Angreifer im Kader verpflichtet worden war, mit einem Augenzwinkern. Und liefert díe Erklärung prompt hinterher: „Man muss wissen, das Bakersfield ein Ort in Kalifornien ist. Als ich mich vor rund acht Tagen nach Deutschland aufgemacht habe, hatten wir dort eine Außentemperatur von 28 Grad.“

Zwar sei es „schon eine coole Sache“ gewesen, mit „Flip-Flops, T-Shirt und Short zum Training zu kommen“. Doch als sich für ihn vor rund einer Woche die Möglichkeit auftat, wieder in die Deutsche Eishockey-Liga zu wechseln, in der er in der Vergangenheit bereits für die Hamburg Freezers (2011/2012) und Iserlohn Roosters (2012/2013) auflief, habe er nicht lange überlegen müssen. „Es war eigentlich schon vor Saisonbeginn mein großes Ziel, entweder in der Schweiz oder Deutschland zu spielen. Trotz einiger Gespräche und Verhandlungen hat es dann aber am Ende leider nicht geklappt“, berichtet Brooks, der sich dann Ende November dafür entschied, zunächst in Nordamerika ein Engagement anzunehmen. „Es hätte auch die eine oder andere Möglichkeit gegeben, in die AHL zu gehen – aber das wollte ich nicht! Letztlich habe ich mich dann für die Bakersfield Condors und die East-Coast-Hockey-League entschieden“, so der 36-Jährige weiter, der bei seinem Klub schnell zum Führungsspieler und Topscorer aufstieg. „Vom sportlichen Niveau her ist die ECHL deutlich unter der DEL anzusiedeln. Dort gibt es vor allem viele junge Spieler, die von und für ihren großen NHL-Traum leben. Die Gehälter dort sind sehr gering“, erklärt Brooks.

Trotz des großen Leistungsunterschiedes zwischen ECHL und DEL sei ihm die Umstellung in seinen ersten beiden Partien für den ERC Ingolstadt nicht wirklich schwer gefallen: „Wenn du als neuer Spieler in ein Team kommst, das funktioniert und über eine hohe Qualität verfügt, dann hast du in der Regel keine großen Probleme. Und in Ingolstadt habe ich eine erstklassige Mannschaft vorgefunden.“ Und dazu noch einen Trainer, den der Rechtsschütze aus der Vergangenheit noch bestens kennt: „Larry war bereits mein Headcoach in Norwegen, als ich in der Saison 2007/2008 bei Stavanger aktiv war. Zudem hat er mich beim All-Star-Game in der Schweiz betreut. Von dem her ist es sicher ein Vorteil, wenn man sich schon gegenseitig kennt.“ Überhaupt hat sich Brooks, der bei den Schanzern die zehnte Ausländer-Lizenz erhielt, bei seinem dritten DEL-Engagement viel vorgenommen. „Meine ersten beiden Stationen in Hamburg und Iserlohn möchte ich zwar nicht missen. Aber für mich persönlich standen sie nicht wirklich unter einem guten Stern“, sagt der Kanadier – und liefert die Erklärung gleich hinterher: „Nachdem ich in meiner Karriere bis dahin von Verletzungen verschont geblieben bin, hat es mich gleich doppelt erwischt. Bei den Freezers bekam ich einen Puck ins Gesicht, während mich anschließend bei den Roosers ein Check für mehrere Monate außer Gefecht gesetzt hat.“ Die damalige Diagnose: Knorpelschaden im Knie. „Im Grunde konnte ich in diesen beiden Jahren gar nicht zeigen, was ich kann. Das möchte ich jetzt in Ingolstadt nachholen“, meint der Stürmer, der sich einen weiteren Verbleib beim ERCI „sehr gut vorstellen kann“.

Die sportliche Gegenwart heißt heute (19.30 Uhr) zunächst allerdings Nürnberg Ice Tigers. In diesem Derby muss Panther-Cheftrainer Larry Huras auf den angeschlagenen Verteidiger Michel Périard verzichten. Zudem muss diesmal Björn Barta als überzähliger Angreifer auf der Tribüne Platz nehmen. Fest steht auch, dass – wie schon bei der überraschenden 1:2-Pleite am Dienstag in Schwenningen – Timo Pielmeier das Ingolstädter Gehäuse hüten wird. Möglicherweise bekommt dessen Stellvertreter Marco Eisenhut dann am Sonntag (16.30 Uhr) im Heimspiel gegen Straubing seine Bewährungschance.

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