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NR-Elferkette

24.03.2021

SV Grasheim: „Im Feiern macht uns so schnell keiner etwas vor“

Verrät elf Geheimnisse über seinen Kreisklassisten SV Grasheim: Mannschaftskapitän Mathias Müller (links, hier im Duell mit Alexander Müller vom SV Klingsmoos).
Foto: Daniel Worsch

Plus Mannschaftskapitän Mathias Müller verrät elf „Geheimnisse“ über den Kreisklassisten SV Grasheim. Warum die Lilaweißen unzählige „gute Seelen“ im Verein haben und welche Akteure besonders scharf schießen.

Welches war das beste beziehungsweise schlechteste Spiel im bisherigen Saisonverlauf? Wer zahlt überaus eifrig in die Mannschaftskasse in Sachen Strafen ein? Wie lautet die verrückteste Ausrede? In unserer Serie „NR-Elferkette“ verrät Mannschaftskapitän Mathias Müller elf Geheimnisse über seinen Kreisklassisten SV Grasheim.

Bestes Spiel in dieser Saison: „Während der gesamten Punktrunde haben wir kein wirklich gutes Spiel gezeigt. Am besten waren wir noch in den beiden Partien gegen den SV Klingsmoos, bei denen wir meiner Meinung nach auf Augenhöhe agierten, allerdings beide etwas unglücklich verloren haben. Unsere beste Leistung haben wir eigentlich im Vorbereitungsmatch gegen Untermaxfeld im März 2020 abgeliefert, das wir 3:0 gewonnen haben. Danach dachten wir, dass wir gut in Form seien und in der Rückrunde nochmals angreifen könnten. Doch dann kam eine Woche später der Lockdown und es fand ein halbes Jahr kein Spiel mehr statt.“

Schlechtestes Spiel in dieser Saison: „Schlechte Partien gab es wirklich genug. Irgendwie konnten wir unser ganzes Potenzial nie ausschöpfen. Zudem sind uns auch immer wieder individuelle Fehler unterlaufen, die uns dann das Genick gebrochen haben. Wenn man einmal in solch einem negativen Strudel steckt, ist es immer schwierig, wieder rauszukommen. Die mit Abstand schlechteste Leistung haben wir jedoch bei der 1:3-Niederlage gegen Wagenhofen gezeigt. So etwas möchte ich nie wieder erleben.“

Strafenkatalog: „Wie alle anderen Mannschaften haben wir natürlich auch einen ausführlichen Strafenkatalog. Ein verschossener Elfmeter kostet beispielsweise fünf Maß Goaß. Eine Gelbe Karte wegen Unsportlichkeit oder Meckern zehn Euro, während man bei einer Roten Karte wegen Unsportlichkeit oder Schiedsrichterbeleidigung mit 50 Euro dabei ist. Im Training, wenn wir unser ’Eckerl’ spielen, zahlt man bei einem ’Beiner’ 50 Cent – ebenso bei einer Doppelrunde. Außerdem muss man 50 Cent bezahlen, wenn man über den Fangzaun hinter dem Tor schießt.“

Zahlmeister: „Bei den ’Beinern’ im Training bin ich sicherlich weit vorne dabei (lacht). Ansonsten musste der Patrick Fröhlich schon einige Maß Goaß aufgrund seiner Fehlschüsse vom Elfmeterpunkt zahlen. Sonntags haben wir dann auch immer wieder den einen oder anderen Kandidaten, der gegen unsere Kleiderordnung verstößt oder Sachen im Sportheim vergisst.“

Verrückteste Ausrede beziehungsweise das größte Missgeschick: „Einmal hat unser Trainer Tobias Bauer einen Spieler angerufen, dessen Namen ich jetzt besser nicht nennen möchte. Dieser meinte, dass er gerade wenig Zeit hätte, da er viel arbeiten müsse. Einige Teamkollegen haben ihn aber zuhause entspannt im Pool liegen sehen (lacht).“

Kabinen-DJ: „Oft sind wir uns da nicht so ganz einig, weil einige Jungs eher auf Rock stehen, während die anderen eher auf der Hip-Hop Schiene unterwegs sind. Meistens verbindet sich dann der Flo Tarnick mit der Anlage und spielt einen ganz guten Mix. Nur nach einem Sieg sind wir uns einig: Da laufen Schlager und wir singen die besten Ballermann-Hits. Im Feiern macht uns, denke ich, keiner so schnell etwas vor (lacht).“

Besondere Rituale: „Da hat bestimmt jeder so sein eigenes Ding. Der eine oder andere Spieler trinkt vor dem Anpfiff noch einen Kaffee, andere Jungs wie Dominik Hausler brauchen auch noch kurz vorher eine Wurstsemmel zur Stärkung. Auf alle Fälle trifft sich die erste Mannschaft immer zum Anstoß der „Zweiten“, um gemeinsam die erste Hälfte anzuschauen. Wir sind schließlich ein Team – und da gehört es sich, dass man sich gegenseitig unterstützt. In der Kabine machen wir, bevor es losgeht, noch einen Kreis. Dabei schwören unser Trainer Tobias Bauer und ich als Kapitän die Mannschaft nochmals ein. Oft sind auch unsere Betreuer dabei.“

Dribbelkönig: „Wenn der Jonny (Jonas Jung, Anm. d. Red.) einen guten Tag erwischt, ist er auf der Außenbahn fast unwiderstehlich. Die Maschine schlechthin ist allerdings unser Marvin Kohou, der mit seiner ganzen Energie und Dynamik einfach mal zwei, drei Gegenspieler im Mittelfeld alt aussehen lässt. Ab und zu denke ich mir, dass der jetzt doch mal umfallen müsste – aber er marschiert immer weiter! Ein Spieler wie der ’Icke’ (Christian Detter, Anm. d. Red) wäre für uns auch heute nicht schlecht. Der ist früher unaufhörlich die Seite rauf und runter gesprintet. Aktuell trainiert er bei uns die Torhüter.“

Scharfschütze: „Einen absoluten ’Strahl’ haben Michi Mandlmeier und Michi Schottnar. Letzterer haut dir das Ding schon mal aus 35 Metern unter die Latte. Die Akteure, die am besten Kraft und Technik verbinden, sind aber Manuel Wühr und Sascha Fröhlich. Diese haben auch schon das eine oder andere Freistoßtor geschossen. Schade, dass sich Fabian Fröhlich so schwer verletzt hat. Er wäre sicherlich auch ein Kandidat.“

Gute Seele: „Eigentlich besteht unser Verein aus lauter guten Seelen. Wenn man schaut, wie viele Leute eine Menge Engagement und Zeit in die Mannschaft und den gesamten Klub investieren, ist das schon beeindruckend. Dadurch konnten wir in der Vergangenheit auch immer wieder großartige Turniere und Veranstaltungen ausrichten. Darauf bin ich echt stolz. Aber auch bei jedem einzelnen Heimspiel brauchen wir viele fleißige Hände – das beginnt beim Kassier, geht über die Kioskdamen, das Grillteam, den Stadionsprecher bis hin zum Betreuer. Die Trikots müssen gewaschen werden oder der Rasen gepflegt werden. Dabei muss vieles auch schon unter der Woche organisiert werden. Ich freue mich jeden Sonntag, wenn ich diese Leute treffe. Es ist nur schade, dass wir ihnen das in letzter Zeit sportlich nicht zurückzahlen konnten.“

Saisonziel: „Grundsätzlich wäre es aus unserer Sicht das Beste, die Saison abzubrechen und im Sommer neu zu starten. Sollte diese Spielzeit aber dennoch zu Ende gespielt werden, geht es für uns natürlich einzig um den Klassenerhalt.“

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