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21.08.2020

SV Klingsmoos: Den Aufstieg fest im Visier

Klare Anweisungen: Während Thomas Böld von der Seitenlinie aus Anweisungen beim Kreisklassisten SV Klingsmoos gibt, agiert sein Trainer-Kollege Dominik Berchermeier auf dem Spielfeld.
Bild: Roland Geier

Kreisklassist SV Klingsmoos möchte endlich den Sprung in die Kreisliga schaffen. Dafür haben die Mösler in der Corona-Pause einen Trainer-Wechsel vorgenommen.

Jede Menge Spannung verspricht die zweite Saisonhälfte in der Kreisklasse Neuburg. Gleich vier Mannschaften machen wohl den Aufstiegs- und Relegationsplatz unter sich aus. Mittendrin statt nur dabei ist (wieder einmal) der SV Klingsmoos, der neben dem FC Rennertshofen, der SpVgg Joshofen-Bergheim und dem SV Echsheim von der Kreisliga träumt. Um das große Ziel zu erreichen, haben die SVK-Verantwortlichen während der Corona-Pause an einigen Stellschrauben gedreht.

Kommen und Gehen

Innerhalb des Spielerkaders gab es nur wenige Verschiebungen. Einen „Griff für die Zukunft“ tätigten die SVK-Verantwortlichen mit der „Rückhol-Aktion“ von Max Fieber aus der U19-Jugend des FC Ingolstadt. „Max ist ein waschechter Klingsmooser, der zuletzt beim FCI in fußballerischer Hinsicht einen großen Sprung nach vorne gemacht hat“, sagt Abteilungsleiter Tobias Narr über den Offensiv-Allrounder, der allerdings erst ab Februar 2021 im Herren-Bereich eingesetzt werden kann. „Bis dahin wird Max bei uns mittrainieren, um sich langsam an den Senioren-Bereich zu gewöhnen“, so Narr. Ebenfalls neu bei den Möslern ist Saverio Li Vigni (zuletzt inaktiv/zuvor SC Ried).

Dagegen wird Semir Elezi ab sofort nicht mehr für den SV Klingsmoos auf Torjagd gehen. Der 26-jährige Angreifer wechselt zum Liga-Konkurrenten SV Straß. „Aus menschlicher und spielerischer Hinsicht ist es schade, dass uns Semir nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Allerdings bin ich zuversichtlich, dass wir seinen Abgang kompensieren können“, meint Narr.

Trainer

Deutlich größer fiel der Umbruch hingegen auf der Trainer-Position aus. „Ursprünglich war es geplant, dass Dominik Berchermeier und Thomas Böld (beide SV Karlshuld, Anm. d. Red.) zur neuen Saison unser bisheriges Trainer-Duo Josef Fischer und Markus Heilgemeir (beide zum FC Ehekirchen II) ersetzen“, berichtet Narr. „Doch nach zahlreichen Gesprächen mit unserer Mannschaft hatten wir einfach das Gefühl, diesen Wechsel vorzuziehen, um nochmals einen neuen Impuls zu setzen“, so der SVK-Spartenchef weiter. Gesagt, getan! Einige Wochen sind seitdem in der Vorbereitung vergangen – und Narr fühlt sich in seiner Entscheidung voll und ganz bestätigt. „Zum einen sind wir, was unsere Fitness betrifft, mittlerweile auf einem anderen Level. Zum anderen sind auch im spielerischen Bereich bereits richtig gute Ansätze erkennbar“, berichtet Narr nach den ersten Testspielen.

Abbruch oder Fortsetzung?

„Obwohl wir zum Zeitpunkt dieser BFV-Umfrage in der Tabelle der Kreisklasse Neuburg sehr gut platziert waren, haben wir für einen sofortigen Saison-Abbruch gestimmt“, verrät Narr – und an dieser Meinung habe sich „bis heute nichts geändert, da es in meinen Augen die beste Alternative gewesen wäre. Mittlerweile haben wir uns aber auch damit abgefunden, dass die Entscheidung anders ausgefallen ist und die unterbrochene Spielzeit doch fortgeführt wird“.

Liga-Pokal

In der Gruppenphase bekommt es der SV Klingsmoos mit dem FC Ehekirchen II SV Grasheim und SV Wagenhofen zu tun. Was auf den ersten Blick Derbys und Spannung verspricht, ist für Narr eher ein zweischneidiges Schwert. „Ehrlich gesagt ist der Liga-Pokal in dieser Form nicht das, was ich mir davon erhofft hatte“, sagt der Klingsmooser Fußballchef. Sein Kritikpunkt: „Ursprünglich hatte der BFV in seinen Online-Seminaren verlauten lassen, dass es quasi aus jeder Kreisklasse einen Aufsteiger gibt. Nun hat sich aber herausgestellt, dass aus allen Kreisklassen im Fußball-Kreis Augsburg nur eine einzige Mannschaft den Sprung nach oben schafft. Und das ist für mich eindeutig der falsche Weg.“

Ausgangslage und Zielsetzung

Mit 32 Punkten aus den ersten 15 Partien liegt der Tabellenzweite aus Klingsmoos nur zwei mickrige Zähler hinter dem Klassenprimus FC Rennertshofen. Wenn es um die Zielsetzung im verbleibenden Saisonverlauf geht, spricht Narr gar nicht erst lange um den heißen Brei. „Ganz klar, wir wollen den Kreisliga-Aufstieg endlich unter Dach und Fach bringen. Etwas anderes zählt nicht. Ansonsten hätten wir uns den Trainer-Wechsel auch sparen können“, so der SVK-Abteilungsleiter.

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