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FC Ingolstadt

16.10.2017

Schanzer brodeln im Hexenkessel

Der Verzweiflung nahe: Trotz aller Proteste von Ingolstadts Christian Träsch (Zweiter von links) ließ sich Schiedsrichter Sven Jablonski (links) nicht mehr umstimmen und entschied nach einer Schwalbe von Niklas Kreuzer auf Strafstoß für Dresden.
Bild: Roland Geier

Schanzer führen in Dresden bereits mit 2:0, ehe ein unberechtigter Elfmeter die Hausherren zurück ins Spiel bringt. Am Ende muss das Leitl-Team mit dem 2:2 zufrieden sein

Trotz einer 2:0-Führung verpasste der FC Ingolstadt 04 am Samstag vor 28484 Zuschauern im Dresdner Hexenkessel seinen zweiten Sieg in Folge. Nach den beiden Treffern von Marcel Gaus (13.) und Alfredo Morales (23.) brachte vor allem Schiedsrichter Sven Jablonski das Blut der Schanzer in Wallung. Der Unparteiische war auf eine Schwalbe von Niklas Kreuzer im FCI-Strafraum hereingefallen und hatte auf Elfmeter für Dynamo entschieden (30.).

„Es hat keine Berührung gegeben. Zum wiederholten Mal haben wir eine Fehlentscheidung gegen uns bekommen, was heute besonders wehgetan hat. Dadurch sind wir aus dem Tritt gekommen, nachdem wir nach anfänglichen Problemen den Gegner im Griff hatten“, resümierte Gaus, der den Strafstoß letztlich „verursachte“. Mit seiner Meinung, wonach dieser ungerechtfertigte Elfmeter die Wende in dieser von beiden Mannschaften intensiv geführten Partie geführt habe, stand der Neuzugang aus Kaiserslautern freilich nicht alleine da. Auch Cheftrainer Stefan Leitl musste sich erst einmal sammeln, bevor er vor die Presse trat.

„Bis zum 2:0 waren wir gut im Spiel. Für mich ist es nicht nachvollziehbar, wie man in einer solchen Situation Elfmeter pfeifen kann, wenn es überhaupt keinen Körperkontakt gegeben hat. Das hat den Spielverlauf natürlich verändert. In der Schlussphase hatten wir dann sicherlich das Quäntchen Glück, so dass wir am Ende gerne den Punkt mitnehmen“, resümierte der 40- Jährige.

Im Gegensatz zum 3:0-Erfolg vor rund zwei Wochen gegen den SV Darmstadt 98 hatte Leitl seine Startelf auf einer Position verändert. Für den gebürtigen Dresdner Stefan Kutschke lief Dario Lezcano in der Sturmmitte auf. Wie der Chefcoach hinterher erklärte, wollte er Kutschke nach „medialen Angriffen aus Dresden“ vor den Fans schützen, die ihre frühere Identifikationsfigur nach deren Einwechslung bei jedem Ballkontakt gnadenlos auspfiffen.

Der FC Ingolstadt stand in der Anfangsphase gehörig unter Druck. Dresden fand aber keine Mittel, die kompakt und diszipliniert auftretende FCI-Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Wie aus heiterem Himmel fiel dann die Führung der Gäste, als Sonny Kittel vom linken Flügel nach innen flankte und der aufgerückte Gaus aus fünf Metern die Kugel ins lange Eck grätschte (13.). Ingolstadt blieb auch in der Folge weiter effektiv. Zunächst scheiterte Lezcano nach einer Kittel-Ecke mit einem Kopfball am Pfosten (22.). Nur 60 Sekunden später nickte dann Morales eine Hereingabe von Matip zum 2:0 ein. Nach der bereits beschriebenen Schlüsselszene kamen die Hausherren durch Mlapas verwandelten Strafstoß zum 1:2-Anschlusstreffer (30.).

Nach der Pause spielte dann allerdings nur noch Dynamo Dresden. Bei einem Eckball verteidigte die gesamte FCI-Abwehr schlecht. Die Konsequenz: Erneut Mlapa konnte ungestört zum 2:2-Ausgleich einköpfen (49.). Kurze Zeit später hatten die Schanzer dann sogar mächtig Dusel, dass es nicht noch schlimmer kam. Nach einem Missverständnis von Keeper Örjan Nyland und Gaus kam Kreuzer unverhofft ans Spielgerät, setzte dieses aber nur an die Querlatte. Letztlich konnten die Oberbayern, die in der zweiten Hälfte offensiv recht blass blieben, am Ende mit dem 2:2-Endstand zumindest halbwegs zufrieden die Heimreise antreten.

Dynamo Dresden: Schwäbe – Seguin, J. Müller, Ballas, Heise – Konrad, Mar. Hartmann (84. L. Röser), Hauptmann (74. Aosman) – Kreuzer (89. Berko), Duljewic – Mlapa.

FC Ingolstadt: Nyland – Levels, Matip, Wahl, Gaus – Träsch, Christiansen (55. Cohen), Morales (67. Kutschke) – Pledl, Kittel – Lezcano (81. Leipertz).

Tore: 0:1 Gaus (13.), 0:2 Morales (23.), 1:2 Mlapa (30. Foulelfmeter), 2:2 Mlapa (49.). – Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen). – Zuschauer: 28484.

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