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Bezirksliga

11.11.2017

Schnell aus Fehlern lernen

Im Einsatz: Sebastian Habermeyer (links) spielt mit dem VfR Neuburg in Glött, Simon Schröttle empfängt mit Ehekirchen den TSV Offingen.
Bild: Xaver Habermeier

Warum Christian Krzyzanowski den VfR Neuburg noch nicht als wirkliche Spitzenmannschaft sieht und Simon Schröttle beim FC Ehekirchen nach zwei deutlichen Niederlagen auf die Trendwende hofft

Mit einem Paukenschlag wartete diese Woche der TSV Meitingen auf. Als Tabellendritter hat sich der Aufstiegsanwärter in der Bezirksliga Nord von seinem Spielertrainer Florian Prießnitz getrennt. Für ihn übernimmt mit Pavlos Mavros ein Coach, der der Mannschaft von außen helfen soll.

„Ich habe das zur Kenntnis genommen“, sagt Christian Krzyzanowski, Trainer des VfR Neuburg, zu der Personalentscheidung des direkten Konkurrenten. „Das kam natürlich überraschend, betrifft uns aber nicht weiter.“ Vielmehr ist Krzyzanowski mit dem beschäftigt, was bei seiner Mannschaft passiert. Es galt, den späten Gegentreffer zum 3:3 gegen den TSV Nördlingen II zu verdauen. „Die Spieler waren natürlich deprimiert“, sagt der VfR-Trainer und verweist auf das geringe Durchschnittsalter in seinem Team. „Das ist ein Lernprozess. Wir sind noch keine Spitzenmannschaft. Eine solche hätte dieses Gegentor nicht mehr bekommen.“ Trotz der verlorenen zwei Zähler versucht der VfR-Trainer, Positives aus der Partie zu ziehen. „Wir haben abermals einen Rückstand zwischenzeitlich umgedreht. Das zeigt, dass die Mannschaft körperlich in einem sehr guten Zustand ist.“

Dreimal muss der VfR heuer noch antreten. Bevor die beiden Heimspiele gegen den TSV Rain II und den SC Bubesheim anstehen, geht es am morgigen Sonntag (14 Uhr) erst einmal zum SSV Glött. Der Tabellen-15. hat zuletzt sechsmal hintereinander verloren und sollte eigentlich keinen Stolperstein darstellen. Dennoch warnt Krzyzanowski vor den Glöttern. „Es wäre ein großer Fehler, diese Mannschaft zu unterschätzen. Sie ist sehr kampfstark und hat einen guten Spirit im Team.“ Zuletzt habe er Glött bei deren 1:2-Niederlage in Rain beobachtet. Ein Remis, so Krzyzanowski, wäre durchaus im Bereich des Möglichen gewesen.

Zu vier lockeren Trainingseinheiten beorderte der Coach seine Spieler diese Woche auf den Platz. Im Zentrum standen eigene Standards. „Wir haben gegen Nördlingen das erste Tor in der laufenden Saison im Anschluss an eine Ecke geschossen“, sagt Krzyzanowski, was „zu wenig“ sei. „Wir trainieren das jeden Donnerstag. Leider ist bisher kaum etwas dabei herausgekommen“, hadert der VfR-Trainer, der körperlich über eine recht kleine Mannschaft verfügt. Für die Partie in Glött fallen weiterhin Alexander Egen, der am Donnerstag operiert wurde, und Norbert Redl aus. Fraglich ist der Einsatz von Kapitän Sebastian Habermeyer.

Ebenfalls noch offen ist, wer bei den Neuburgern das Tor hütet. Die ersten 14 Saisonspiele stand Michael Hierl im Kasten, Philipp Mayr fiel verletzt aus. Beim 5:0-Sieg in Ehekirchen durfte dann Mayr erstmals zwischen die Pfosten, ehe gegen Nördlingen Hierl zurückkehrte. „Ich habe zwei gleich gute Torhüter“, sagt Krzyzanowski. „Philipp war gegen Ehekirchen erstmals wieder gesundgeschrieben. Ich wollte ihn für seinen Einsatz während seiner Verletzungspause belohnen.“ Wer in den drei Begegnungen bis zur Winterpause im Tor steht, stünde noch nicht fest, so der VfR-Trainer.

Ganz andere Probleme hat derzeit der FC Ehekirchen. Nach der 0:5-Schlappe gegen den VfR Neuburg kassierte die Mannschaft von Simon Schröttle auch bei Abstiegskandidat SV Wörnitzstein-Berg eine 0:4-Klatsche. Das Ergebnis stand bereits nach 45 Minuten fest. „Von den ersten drei Schüssen auf unser Tor sind alle drin“, sagt Schröttle, „das war in unserer derzeitigen Situation natürlich ein knock out“.“ Unkonzentriertheiten und individuelle Fehler hätten zu den Gegentreffern geführt. Am morgigen Sonntag (14 Uhr) gegen den TSV Offingen, der zuletzt fünf Partien ungeschlagen blieb, hofft Schröttle auf eine Trendwende. „Mir macht Hoffnung, dass wir trotz der beiden deutlichen Niederlagen nicht schlecht in die Spiele gekommen sind“, sagt Schröttle. Personell muss der Spielertrainer einige Baustellen bearbeiten. Während Jonas Zeller, der in Wörnitzstein fehlte, wieder mit dabei ist, fallen mit Robert Zisler, Alexander Gerbl und dem gesperrten Oguzhan Halici drei Stammkräfte aus. Zudem ist der Einsatz von Christoph Appel fraglich. Für sie rücken Spieler aus der zweiten Mannschaft in den Fokus. Schröttle: „Maximilian Schmidt und Andreas Steiner haben in Wörnitzstein ein gutes Spiel gemacht. Auf Michael Gerbl ist ohnehin Verlass.“

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