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Ehrenamt

25.11.2019

Sie steuern das Schiff in die richtige Richtung

Im Piratenhotel von Legoland fand am Sonntag die 21. DFB-Sonderehrung für den Fußballbezirk Schwaben statt. Auf dem Bild sind die gewürdigten Ehrenamtlichen und Verbandsfunktionäre aus dem Fußballkreis Augsburg zu sehen. Bezirkstagspräsident Martin Sailer (Dritter von rechts) betonte in seiner Festansprache die Bedeutung des Ehrenamts.
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Im Piratenhotel von Legoland fand am Sonntag die 21. DFB-Sonderehrung für den Fußballbezirk Schwaben statt. Auf dem Bild sind die gewürdigten Ehrenamtlichen und Verbandsfunktionäre aus dem Fußballkreis Augsburg zu sehen. Bezirkstagspräsident Martin Sailer (Dritter von rechts) betonte in seiner Festansprache die Bedeutung des Ehrenamts.
Bild: Siegfried Kerpf

Der Deutsche Fußball-Bund und der Bayerische Fußball-Verband ehren in Günzburg 65 Menschen aus Schwaben, deren freiwillige Arbeit für die Vereine ein wertvoller Schatz ist. Darunter auch einige aus der Region.

Dass die Trikots gewaschen sind, der Platz gestreut und der Rasen gemäht ist – das alles ist keine Selbstverständlichkeit, obwohl es gerne als solche genommen wird, betonten die Redner während der 21. DFB-Sonderehrung in Günzburg.

Einmal im Jahr rücken aus den drei schwäbischen Fußballkreisen Donau, Augsburg und Allgäu diejenigen in den Vordergrund, ohne deren Einsatz wohl keine Fußballmannschaft problemlos antreten könnte. Denn dann würde das Team hinter dem Team fehlen, würde sich niemand um Spieler und Sponsoren bemühen, bliebe das Kassenhäuschen und das Sportheim unbesetzt.„Die Helden des Alltags haben es verdient, gesehen zu werden“, sagte Bezirkstagspräsident Martin Sailer, der das Vereinsleben auch als eine Chance betrachtete, „auf außergewöhnliche Weise einen Dialog der Generationen“ zu führen. Der Deutsche Fußball-Bund und der Bayerische Fußball-Verband ehrten 65 Menschen aus Schwaben, deren freiwillige Arbeit für die Vereine ein wertvoller Schatz ist. Darunter auch einige aus dem Verbreitungsgebiet der Neuburger Rundschau.

Wilhelm Artner, 79, TSV Burgheim Seit mehr als 40 Jahren pflegt Wilhelm Artner die Außenanlagen des Sportgeländes. Bis zu seiner schweren Erkrankung war er fast täglich auf dem Gelände, schnitt Bäume und Sträucher, jätete Unkraut. Er war schon beim Bau des alten Vereinsheims vor über 45 Jahren mit dabei. Beim Neubau leistete Wilhelm Artner in den Jahren 2016 bis 2018 circa 700 freiwillige Arbeitsstunden. Auch bei der Sanierung des Haupt- und Nebenplatzes 2006 und 2007 war er ein fleißiger Helfer. Hans Dußmann nahm als Vertreter den Preis in Empfang.

Sie steuern das Schiff in die richtige Richtung

Markus Auerhammer, 44, FC Illdorf Markus Auerhammer ist ein Multifunktionär. Seit 20 Jahren im Vereinsausschuss, seit vier Jahren Teil des Vorstands, 14 Jahre Mannschaftsbetreuer und stellvertretender Abteilungsleiter. Und immer wenn es etwas zu bauen gibt, ist der 44-Jährige mit dabei – sei es beim Sportheimbau, beim Bau des Trainingsplatzes und des Kleinfelds. Die dreifach isolierten Fenster des Sportheims sind von ihm selbst angefertigt.

Richard Beck, 67, SV Wagenhofen/Ballersdorf Richard Beck ist seit 2002 als Ausschussmitglied und Platzwart tätig. Er ist fast täglich am Sportgelände anzutreffen, sei es wegen Baumaßnahmen, Reparaturen oder ähnlichen Aktivitäten. Besonders intensive Dienste hat er in den vergangenen Jahren vor allem durch das Bewässern der drei Sportplätze geleistet. Zudem übernimmt er viele freiwillige Tätigkeiten als Vereinswirt.

Reinhard Brandstetter, 52, BSV Berg im Gau Mitglied des Vereinsausschusses, 2. Kassierer, 17 Jahre lang Jugendtrainer, 19 Spielzeiten auf der Theaterbühne. Das alles zeichnet Reinhard Brandstetter aus. Das Ehrenmitglied des BSV Berg im Gau hat für seine Farben in der ersten und zweiten Mannschaft über 600 Spiele bestritten. Aktuell ist er Schiedsrichter (seit 2010) und Jugendleiter in seinem Verein seit 2011.

Michael Bulgrin, 56 Jahre, TSG Untermaxfeld Bei sämtlichen Jubiläumsfesten des Vereins ist er als Hauptkassierer tätig. Er organisiert dabei nicht nur den reibungslosen Ablauf der Veranstaltungen, sondern kümmert sich um den Wareneinkauf, holt Genehmigungen ein, zum Beispiel für die Aufstellung von Plakaten in den Gemeinden. Bulgrin kümmert sich als Schatzmeister nicht nur darum, dass stets genügend Geld in der Kasse ist. Er schaut auch um Anzeigenkunden des Stadionblattes „TSG aktuell“ und gewinnt Geschäftsleute dafür, ihre Verbundenheit zum Verein mit Bandenwerbung zu zeigen.

Berthold Eibisch, 48, TSV Ober-/Unterhausen Berthold Eibisch kam 1998 beruflich bedingt in die Region und schloss sich nach seinem Wohnungsumzug sogleich als Spieler dem TSV Ober-/Unterhausen an. Bereits ein Jahr später wurde er zum Kassierer in der Fußballabteilung gewählt. Damals galt die (finanzielle) Situation des Sportvereins durchaus als angespannt. Durch Eibischs besonnene und gewissenhafte Art konnte eine Wende zum Besseren herbeigeführt werden. Nach neun Jahren übernahm er zunächst kommissarisch, später dann gewählt das Amt des Fußballabteilungsleiters. Bis 2018 führte Eibisch die Abteilung. In seine Amtszeit fiel unter andrem die Meisterschaft der 1. Mannschaft in der A-Klasse (2008), die Montage der LED-Flutlichtanlage.

Herbert Kammerer, 56, TSV Burgheim Herbert Kammerer betreut seit rund 35 Jahren überwiegend die erste Mannschaft des Vereins. Er kümmert sich um alles Organisatorische vor einem Spiel. Er versorgt die Spieler mit Getränken und kümmert sich um verletzte Spieler. Nebenbei betreut er auch die Schiedsrichter. Beim Neubau des Vereinsheims zwischen 2016 und 2018 leistete Kammerer circa 170 freiwillige Arbeitsstunden.

Manfred Knöferl, 51 Jahre, BSV Berg im Gau Acht Jahre lang Jugendtrainer kommen für Manfred Knöferl zusammen – bereits von 1988 bis 1993 in der A-Jugend, später in der B-Jugend und seit August 2016 nun in der G-Jugend. Als Mitglied des Vereinsausschusses, danach Zweiter Vorsitzender und zwischen 2009 und 2014 Erster Vorsitzender des BSV Berg im Gau hat Knöferl in der Vergangenheit vielfältig und in verantwortlicher Position gewirkt.

Inge Kreitmeier, 71; Christa Märtl, 63, SV Grasheim Als 1982 die neue Sportanlage des SV Grasheim fertig war, musste jemand gefunden werden, der den Kioskbetrieb übernimmt. Inge Kreitmeier hatte sich dazu bereit erklärt. 1986 kam Christa Märtl dazu. Der Verein hat sich seit mittlerweile 37 Jahren nie um das Thema Kioskbetrieb kümmern müssen, da die Frauen alles in eigener Regie erledigen. Auch bei den Vereinsfeierlichkeiten wie Jubiläen, Pokalturniere, Vatertagfeiern oder Spiel ohne Grenzen ist ihnen keine Arbeit zu viel.

Gerhard Rami, 67, SV Straß Gerhard Rami absolvierte und absolviert in seinem Heimatverein vielfältige Aufgaben. Er war Mitglied des Vergnügungsausschusses im Verein von 1986 bis 1988, danach war er bis zum Jahr 2007 als Zeitungsberichterstatter tätig. An der Spitze stand Gerhard Rami von 1988 bis 2002, zwei Jahre als Zweiter Vorsitzender und dann als Chef des Sportvereins. Nach wie vor ist er Mitglied im Platzwartteam und Ehrenamtsbeauftragter des Vereins.

Andreas Riedelsheimer, 66, SV Sinning Andreas Riedelsheimer war einige Jahre als 2. Vorsitzender des Sportvereins tätig. Er übernahm außerdem während seiner Amtszeit die Position des Küchenchefs bei allen Festen und kümmerte sich dabei auch um die Materialbeschaffung. Riedelsheimer war maßgeblich am Sportheimbau beziehungsweise -umbau im Jahr 1986 beteiligt.

Michael Schiele, 56, FC Illdorf Seit etwa 30 Jahren ist Michael Schiele beim FC Illdorf ehrenamtlich im Einsatz – zwölf Jahre davon in der Jugendarbeit, darunter war auch eine dreijährige Tätigkeit als Jugendleiter. Er baute die Jugend auf von der ersten F-, E-. D- und C-Jugendmannschaft weg, die er auch als Trainer betreute. Zehn Jahre lang war Schiele Schiedsrichter, seit dem vergangenen Jahr schließlich ist er der Schiedsrichterbeauftragte seines Vereins und wirbt im Verein um Schiedsrichternachwuchs.

Carmen Schneider, 51, SV Straß Als Mitglied des Veranstaltungsausschusses trat sie erstmals 1998 im Funktionärsbereich in Aktion. Bis 2013 gehörte sie diesem Gremium an. Für die Organisation der Kinderweihnachtsfeier war Carmen Schneider zwischen 2012 und 2015 verantwortlich. Die Stadionzeitung erstellt sie seit der Jahrtausendwende.

Josef Vogt sen., 68, SV Wagenhofen/Ballersdorf Josef Vogt hat mit Unterbrechungen seit 1968 insgesamt 23 Jahre verschiedene Funktionen im Verein ausgeübt. Ausschussmitglied, Schriftführer und Erster Vorsitzender gehörten zu diesen Ehrenämtern. Seit 2016 ist er bis heute der Dritte Vorsitzende. Vor allem im Jahr 2012, als im ersten Wahlgang kein Vereinschef gefunden wurde, hat Vogt sich zur Verfügung gestellt und dem Verein aus einer schwierigen Situation geholfen. Weiterhin ist er maßgeblich für den Betrieb der Sportgaststätte verantwortlich.

Heinz Vollmair, 66, SV Bayerdilling Jugendleiter, Abteilungsleiter der Sparten Fußball und der Alten Herren. Ach ja – und Erster Vorsitzender des SV Bayerdilling war Heinz Vollmair auch viele Jahre – von 2000 bis 2015. Heute ist er als Ausschussmitglied für die Liegenschaften verantwortlich. Sämtliche Vereinsaktivitäten plant und gestaltet er mit. Das geht bis zur Tombola der Weihnachtsfeier.

Anton Zinsinger, 73, SV Sinning Anton Zinsinger war jahrelang Hauptkassierer im Verein. Anschließend war er noch einige Zeit als Patzkassierer tätig. Man konnte ihn stets als Helfer für Bauvorhaben und Feste einplanen. Für Veranstaltungen wie Weihnachtsfeiern und Vereinsfeste organisierte er die Verpflegung. (ioa/gz)

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