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NR-Sportskanone

10.07.2020

Simon Hoiß: „Nichts Süßes als Sportler? Das wäre gelogen“

Volle Kraft voraus: Simon Hoiß vom DRC Neuburg, dessen Paradestrecken die 1000 und 5000 Meter sind, zählt den Schlussspurt zu seinen Stärken.
Bild: Hoiß

Kanute Simon Hoiß, der für den DRC Neuburg startet, gibt einen Einblick in seinen Ernährungs- und Trainingsplan und spricht über die Schule und seine sportlichen Ziele.

Simon Hoiß zählt zu den erfolgreichsten Kanuten des DRC Neuburg und wurde Anfang des Jahres von der bayerischen Kanujugend zum Kanusportler des Jahres gewählt. Am Mittwoch wurde Hoiß, der für den DRC Neuburg aktiv ist und in erster Linie Rennen über 1000 und 5000 Meter absolviert, 17 Jahre alt. In unserer Serie NR-Sportskanone stellen wir den Sportler, der das Descartes-Gymnasium in Neuburg besucht, auf etwas andere Art und Weise vor.

Strand oder Berge

Simon Hoiß: „Zum aktuellen Zeitpunkt würde ich Strand sagen. Natürlich wegen dem Wasser, aber vor allem wegen den Wellen. Ich habe es bisher zwar noch nicht gemacht, möchte aber unbedingt einmal Surfen. Außerdem will ich einmal Surfski ausprobieren. Da hat man ein spezielles Boot, ein bisschen größer als beim Kajak, mit dem sich auch durch Wellen fahren lässt.“

Frühaufsteher oder Langschläfer

Hoiß: „Ganz klar Langschläfer, auch wenn ich wegen der Schule oder dem Training nicht immer lange im Bett bleiben kann. Ich versuche eher, eine Stunde länger zu schlafen als eine Stunde früher zu trainieren (lacht). Wenn dann mal frei ist, wird schön ausgeschlafen.“

Simon Hoiß: „Nichts Süßes als Sportler? Das wäre gelogen“

Kuchen oder Eis

Hoiß: Kuchen. Dass ich als Sportler nichts Süßes esse, wäre absolut gelogen. Das gehört einfach dazu. Wer Leistung bringen will und viel trainiert, muss genug essen. Mit Kuchen lässt sich gut nachstopfen. Am liebsten mag ich Schokokuchen, den ich einem Eis auch im Sommer vorziehe.“

Kraftraum oder Waldlauf

Hoiß: „Ich trainiere lieber im Kraftraum. Joggen ist ein notwendiges Übel, das ich weniger gern mache. Aber es gibt sicherlich schlimmere Dinge. Ich muss Joggen gehen, weil Laufeinheiten in meinem Trainingsplan stehen und ich diesen gewissenhaft erledige. Ansonsten kann ich nicht so weit kommen, wie ich will. Und ich habe mir als Minimalziel definiert, heuer oder nächstes Jahr über 1000 Meter das Finale zu erreichen und damit zu den neun schnellsten in Deutschland zu gehören.“

Krimi oder Komödie

Hoiß: „Auf Filme bezogen liegt die Komödie bei mir vorn, weil ich sehr gerne lache. Bei Büchern hingegen der Krimi. Denn um etwas lustig finden zu können, gehören Mimik, Gestik und Verhalten dazu. Das ist bei einem Buch schwieriger umzusetzen.“

Kochen oder Fertiggericht

Hoiß: „Ich koche nie. Das übernehmen meine Mama oder mein Bruder Vincent. Fertiggerichte mag ich nicht gerne, weil die Portionen meistens zu klein sind.“

Mathe oder Englisch

Hoiß: „Mathe, weil da Deutsch gesprochen wird und man alles versteht (lacht). Mir gefällt Mathe besser, weil es klare Regeln gibt, nach denen man vorgehen kann. Es werden keine Grammatik, Satzkonstruktionen und Vokabeln, die man auswendig lernen muss, benötigt.“

Schloßfest oder Volksfest

Hoiß: „Die ganze Atmosphäre beim Schloßfest ist cooler, man trifft viele Freunde. Es ist etwas Besonderes, das nicht jede Stadt hat. Ich war als Kind gerne dort und bin es immer noch. Das Neuburger Volksfest finde ich hingegen ein bisschen langweilig.“

Einer oder Zweier

Hoiß: „Ich fahre zwar auch gerne Zweier, weil es schön ist, gemeinsam zu gewinnen. Aber Einer fahre ich doch etwas lieber. Die Leistung ist 100 Prozent echt, weil jeder für sich alleine verantwortlich ist und jederzeit weiß, wo er gerade steht. Bei mir liegt das schon in den Anfängen begründet. Ich bin im Verein ziemlich früh Einer gefahren, weil ich niemanden hatte, der in meinem Jahrgang war. Als ich dann der Schnellste in meiner Trainingsgruppe war, bin ich irgendwann nur noch Einer gefahren. Mein derzeitiger Zweierpartner startet zudem für Kleinheubach, einen anderen Verein in Bayern.“

Deutsche oder Bayerische

Hoiß: „Ich möchte jetzt wirklich nicht arrogant rüberkommen. Aber zu einer Bayerischen Meisterschaft fahre ich hin und es ist im Vorfeld schon ziemlich klar, dass ich gewinne. Durch die Lehrgänge lässt sich das bereits einschätzen. Die Deutsche ist schwieriger und macht mehr Spaß. Es nehmen die besten Kanuten des Landes teil und die Zufriedenheit nach einer guten Platzierung ist größer. Man muss gut drauf sein, um erfolgreich zu sein. Das war bei mir leider in den vergangenen zwei Jahren nicht der Fall. Ich war nicht ganz in der Form, die ich abrufen könnte, habe vielleicht in der Woche zuvor zu viel gemacht. Dann liegt es auch an der Tagesform und daran, mental etwas nicht auf die Reihe zu bekommen.“

See oder Fluss

Hoiß: „Die Seen, auf denen ich bisher gefahren bin, waren nicht länger als zweieinhalb Kilometer. Das wird irgendwann langweilig und nervt. Daher trainiere ich lieber auf einem Fluss, wo man fünf Kilometer in eine Richtung und dann wieder zurück fahren kann, was abwechslungsreicher ist. Bei Rennen gibt es ein paar Flussregatten, bei denen es im Vergleich zur Donau in Neuburg fast keine Strömung gibt. Die meisten Meisterschaften finden jedoch auf eigens gebauten Regattastrecken oder in Hafenbecken statt.“

Schnellstart oder Schlussspurt

Hoiß: „Der Schlussspurt. Jeder, der meine Rennen gesehen hat, weiß, wie ich starte (lacht). Es ist der Klassiker, dass ich nach dem Start gut zwei Bootslängen hinten liege und gerne hinter dem Feld fahre. Ich bin meistens Letzter, leider zu oft (schmunzelt). Das kann dann hinten raus hart werden, egal wie schnell man ist. Es ist nicht gut, am Anfang zu viel zu verlieren. Es war bei mir aber schon immer so, dass ich noch Körner habe und zu einem Schlussspurt ansetzen kann. Doch je älter man wird, desto schneller werden die Rennen. Daher versuche ich, den Start zu trainieren, um dort Fortschritte zu machen.“

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