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FC Ehekirchen

01.10.2020

Spielabsage in Ehekirchen

Durften zuletzt jubeln: Die Spieler des FC Ehekirchen haben ihre erste Partie nach dem Neustart mit 5:2 beim TSV Gilching gewonnen. Am Samstag steht das Heimspiel gegen Kaufbeuren auf dem Programm.
Bild: Daniel Worsch

Plus Gerhard Hildmann konnte zunächst den gelungenen Start des FC Ehekirchen und den Titel seiner amerikanischen Lieblingsmannschaft bejubeln. Nun fällt die Partie gegen Kaufbeuren aus.

Für Gerhard Hildmann hätte die zurückliegende Sportwoche kaum besser laufen können. Zum einen freute sich der Trainer über den 5:2-Sieg des FC Ehekirchen in Gilching, zum anderen gefielen ihm die sportlichen Nachrichten aus den USA. Einen Strich durch die Rechnung machte dem Trainer des FC Ehekirchen allerdings eine Meldung, die am späten Donnerstagnachmittag die Runde machte. Wegen eines Coronafalls im Umfeld der Mannschaft musste der FC Ehekirchen sowohl das Spiel der Ersten als auch der Zweiten absagen.

Beginnen wir dennoch mit einem Blick über den großen Teich. Hildmann ist Eishockey-Fan und drückt den Tampa Bay Lightning die Daumen. In der NHL, der besten Eishockey-Liga der Welt, fiel die Entscheidung im Endspiel um den Stanley-Cup. Seit sein Sohn einst in Florida studierte, ist Hildmann Anhänger des Teams aus Tampa, das im sechsten Finalspiel die Serie gegen die Dallas Stars entschied und den Titel holte. Hildmann zählt die Stars der Mannschaft auf, er kennt die Historie und weiß um den bis dato letzten Titelgewinn aus dem Jahr 2004. Umso größer war nun die Freude über die Meisterschaft. „Wir haben einen NHL-Pass und schauen viele Spiele im TV an“, erzählt er. Einige Partien in den Play-offs hätte er gesehen. Das entscheidende dann nicht. Die Spiele finden nach deutscher Zeit meist in der Nacht statt, und „immer um 2 Uhr aufzustehen, macht dich kaputt“, so Hildmann. „In der Früh geht mein erster Blick immer aufs Handy, um nach den Ergebnissen der NHL zu gucken und mir die Zusammenfassung des Tampa-Spiels anzuschauen“. Seit 2016 habe er allerdings „leider“ keine Partie der Lightning mehr vor Ort sehen können, da das Studium seines Sohnes mittlerweile ein paar Jahre zurückliege. Die Begeisterung für Eishockey steht der für Fußball in nichts nach. Hildmann ist das anzumerken, wenn er über den Sport spricht.

FC Ehekirchen: Gelungener Auftakt

Zufrieden war der Fußballtrainer auch mit dem ersten Pflichtspiel des FC Ehekirchen, der beim TSV Gilching trotz eines 0:2-Rückstands mit 5:2 gewann. „Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir trotz des 0:2 sicher war, etwas holen zu können“, sagt er. In der Anfangsphase habe sein Team bereits große Chancen gehabt, den Gegentoren seien „furchtbare Fehler“ vorausgegangen. Ein Eigentor Gilchings und eine „sensationelle Direktabnahme“ von Christoph Hollinger brachte Ehekirchen noch vor der Halbzeit den Ausgleich. Und in der zweiten Hälfte hatte er mit Simon Schmaus einen Joker in der Hinterhand, der das Spiel mitentscheiden sollte. „Das war ein bisschen unser Matchplan“, sagt Hildmann. Schmaus könne nicht „90 Minuten aggressiv gegen den Ball arbeiten, wie wir es brauchen“. Dies solle überhaupt nicht negativ klingen, fügt der 55-Jährige hinzu, aber: „Das würde seinen Qualitäten nicht gerecht. Wir wussten, dass das Spiel ein Abnutzungskampf wird. Simon später zu bringen, wenn beim Gegner die Kraft nachgelassen hat, kann ein Vorteil sein.“ Dann könne Schmaus, der einen Elfmeter herausholte und ein Tor schoss, seine Qualitäten voll ausspielen. „Wenn Simon im Sechzehner zum Dribbling ansetzt, wird es brutal gefährlich für den Gegner. Dazu ist er abgezockt und sehr erfahren.“ Wird das Ehekirchener Urgestein nun zum Dauer-Joker? Mitnichten, wie Hildmann betont. Die Taktik hänge letztlich „immer vom Gegner ab“.

Wie gestern am späten Nachmittag bekannt wurde, steht jedoch noch nicht fest, wann der FC Ehekirchen wieder spielen wird. Wegen eines Corona-Falls im Umfeld der Mannschaft wurden sowohl die Partie der Ersten gegen Kaufbeuren als auch der Zweiten gegen Steingriff abgesagt.

Ohnehin nicht dabei gewesen wäre weiterhin Neuzugang Astrit Topalaj. „Das ist bitter, weil er ein technisch- und zweikampfstarker, junger Verteidiger ist“, sagt Hildmann. Doch Topalajs Ex-Verein SV Manching schickte den Spielerpass zu spät weg, weshalb der Defensivspieler bis Ende des Jahres für sämtliche Pflichtspiele gesperrt ist.



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