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NR-Doppelpass

08.09.2019

Spitzenreiter mit dem Glück im Bunde

Pure Erleichterung: Semir Elezi (links) und Tobias Narr (Mitte) vom SV Klingsmoos feiern ihren Derby-Sieg mit dem derzeit verletzten Torjäger Mathias Weber (rechts).
Bild: Roland Geier

SV Klingsmoos feiert gegen das Schlusslicht SV Grasheim einen knappen 2:1-Erfolg. In der Schlussphase retten die Querlatte und Keeper Stefan Kreitmeier den dreifachen Punktgewinn

Nach exakt 318 (!) Minuten in der laufenden Punktrunde konnte der SV Grasheim im Derby gegen den Klassenprimus SV Klingsmoos seinen ersten Treffer bejubeln, als Marco Kutscherauer SVK-Keeper Stefan Kreitmeier zur Führung überwand. Am Ende gingen die Lilaweißen aber auch am vierten Spieltag als Verlierer vom Platz und sind in der Kreisklasse weiterhin Träger der roten Laterne.

Überraschend fehlte an der Seitenlinie Grasheims Trainer Christian Bolzer, was sein spielender Co- Trainer Markus Kleber schnell aufklärte. „Wir sind ein Team. Und da auch unsere zweite Mannschaft auswärts spielt, haben wir uns aufgeteilt. Da ist alles in Ordnung bei uns“, erstickte Grasheims Abwehrchef bezüglich des Fehlens seines Chefs alle Spekulationen im Keim.

Wer eine Partie „David gegen Goliath“ erwartet hatte, lag völlig falsch. Der SV Grasheim agierte als Schlusslicht mit dem Tabellenführer auf Augenhöhe. Mit einem Quäntchen mehr Glück hätten die Gäste sogar für eine Überraschung sorgen können. Der SV Klingsmoos, der auf seinen besten Torschützen Alexander Müller (sieben Treffer) verzichten musste, hatte zwar mehr Ballbesitz. Doch die Mannen um Spielertrainer Josef Fischer fanden kein Mittel, die Grasheimer Abwehr zu knacken. Die beste Möglichkeit zur Führung hatten sogar die Lilaweißen, die mit der Zeit auch im Angriff aktiver wurden. Nach einer schönen Kombination war es Patrick Fröhlich, der aus kurzer Distanz das Spielgerät knapp am Posten vorbeischoss (25.). Klingsmoos versuchte es immer wieder mit langen Bällen in die Spitze. Doch es sprangen nur zwei Halbchancen durch Andre Fleury (30./33.) heraus, die Grasheims Keeper Jonas Hecht vor wenig Probleme stellten. Direkt vor dem Seitenwechsel lenkte Hecht auch noch einen Freistoß von Tobias Narr um den Pfosten (44.).

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Der zweite Abschnitt begann mit einem Paukenschlag, als Kutscherauer die SVK-Abwehr samt Torhüter ausspielte und die bis dahin nicht unverdiente Führung erzielte (48.). Nun nahm die Partie mehr Fahrt auf. Mit einen Sonntagschuss aus rund 25 Metern in den Torwinkel gelang Narr der 1:1-Ausgleich (54.). Kurz darauf vergab Fleury aus zehn Metern, als er ein Zuspiel von Muratovic danebensetzte. Ein glückliches Händchen bewies Klingsmoos’ Trainer Fischer mit der Einwechslung von Semir Elezi, der viel Schwung in den Angriff brachte. Als die Grasheimer auf Abseits reklamierten, blieb der 25- jährige Angreifer eiskalt und erzielte das 2:1 für den Spitzenreiter.

Grasheim steckte aber nicht auf. Das Match wurde nun auch zunehmend ruppiger. So kassierten Daniel Bork (78./Klingsmoos), Matthias Müller (85./Grasheim) und Admir Muratovic (90.+2/Klingsmoos) jeweils die Ampelkarte. Pech für Grasheim, als Manuel Wühr einen Freistoß an die Querlatte donnerte und im Nachschuss Keeper Kreitmeier das Spielgerät gerade noch über den Torbalken lenkte (88.). „Bei Klingsmoos wäre das Ding reingefallen, bei uns eben nicht“, resümierte SVG-Coach Kleber enttäuscht.

Klingsmoos: Kreitmeier – Peter Krammer (53. Elezi), Heilgemeir, Narr (87. Lenz) , M. Daferner, Bork, Patrick Krammer (16. Muratovic), Fischer, Lenz, S. Daferner, Fleury.

Grasheim: Hecht – Kleber, Müller, Gottschall (81. Blank) Kraus (70. Wühr), Müller, Fröhlich, Garcia-Carillo, Eisenhofer, Kohou, Kutscherauer.

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