Newsticker
RKI-Chef Wieler: "Wird noch schwieriger, das Virus im Zaum zu halten"
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Lokalsport
  4. Sportvereine zwischen Skepsis, Hoffnung und Zuversicht

Umfrage

11.02.2021

Sportvereine zwischen Skepsis, Hoffnung und Zuversicht

Erheblicher Rückgang: Die Fußball-Abteilung des BSV Neuburg verlor im bisherigen Pandemie-Verlauf etliche Mitglieder.
Bild: Dirk Sing

Plus Auch die Sportvereine in der Region stellt der momentane Lockdown vor große Herausforderungen. Während die einen Klubs bereits zahlreiche Mitglieder verloren haben, halten andere ihre Sportler (noch) bei der Stange. Die Neuburger Rundschau hat sich umgehört.

Der derzeitige Lockdown in Deutschland trifft nahezu sämtliche Bereiche mit unterschiedlicher Härte: Familie, Beruf, aber auch das kulturelle und sportliche Leben. Wie gehen die Vereine in der Region mit dieser zweifelsohne schwierigen Situation um? Wirkt sich das derzeit kaum vorhandene Sport-Angebot negativ auf die Mitgliederzahlen aus? Und besteht die Angst, dass bei einer fortwährenden „Zwangspause“ gerade Kinder und Jugendliche den Klubs den Rücken zuwenden? Die Neuburger Rundschau hat sich bei Vorsitzenden und Verantwortlichen umgehört.

Udo Kotzur (Vorsitzender TSV Neuburg): „Natürlich haben auch wir einen gewissen Rückgang an Mitgliedern zu verzeichnen – was in erster Linie daran liegt, dass aufgrund des derzeit nicht vorhandenen Sportangebots auch keine Neumitglieder hinzukommen. Dennoch hält sich die Gesamtzahl der Abmeldungen aktuell noch in Grenzen. Ich denke, dass wir den März noch ganz gut überstehen könnten. Sollte der Lockdown aber darüber hinaus gehen, stünden auch wir als TSV Neuburg in Sachen Mitgliederschwund sicherlich vor größeren Problemen. Gerade bei Kindern und Jugendlichen, die erneut ihren Sport nicht ausüben dürfen, hätte dies wohl massive Auswirkungen. Viele Eltern, die durch die Corona-Krise auch wirtschaftlich zum Teil stark betroffen sind, würden sich die Frage stellen, wofür sie etwas bezahlen sollen, wenn ihre Kinder keine Leistung dafür bekommen. Das ist in meinen Augen auch absolut nachvollziehbar.“

Einsam und verlassen: Das gesamte Sportgelände des TSV Neuburg im Englischen Garten ist seit dem 2. November 2020 für den Vereinssport gesperrt.
Bild: Dirk Sing

Luis Bauer (Vorsitzender FC Ehekirchen): „Auch in unserem Verein sind die Mitgliederzahlen leicht rückläufig. Im Grunde hat man ja in jedem Jahr eine gewisse Fluktuation beziehungsweise eine bestimmte Zahl an Austritten. Das derzeitige Problem ist, dass aufgrund des fehlenden Angebots eben kaum neue Mitglieder hinzugewonnen werden können. In unseren jeweiligen Abteilungen wird schon sehr darauf geschaut, dass untereinander der Kontakt nicht abbricht. Doch mehr als Abwarten und darauf hoffen, dass sich die Situation bald ändert, bleibt uns letztlich nicht. Glücklicherweise sind wir wirtschaftlich noch nicht allzu sehr betroffen, da uns unsere Sponsoren auch in dieser schwierigen Zeit die Stange halten – wofür man sich wirklich nur bedanken kann. Ich bin jedenfalls zuversichtlich, dass bald wieder Sport betrieben werden kann. Eines ist jedoch auch klar: Wenn der Fußball wieder startet, kann dies nur mit Zuschauern geschehen, da wir als kleiner Verein die Eintrittsgelder oder auch den Umsatz im Sportheim dringend benötigen. Denn sobald der Trainingsbetrieb beginnt, müssen wir ja auch unsere Trainer wieder bezahlen. Ohne Zuschauer wäre das für uns nicht darstellbar.“

Anton Giedl (Vorsitzender TSV Ober-/Unterhausen): „Bei uns hat sich die Corona-Krise mit den beiden Lockdowns bislang noch nicht negativ ausgewirkt. Unsere Mitgliederzahl von rund 820 ist nach wie vor konstant, was mich natürlich sehr freut. Bereits nach dem ersten Lockdown hat sich gezeigt, dass unsere Mitglieder in allen Abteilungen richtig ’heiß’ darauf waren, endlich wieder mit dem Sport loslegen zu können. Ein gutes Beispiel ist hier unsere Tennis-Sparte, die in toller gemeinschaftlicher Arbeit sofort die Plätze hergerichtet hat. Aber auch unsere Fußballer haben das mit der Umsetzung des Hygiene-Konzepts großartig gemacht. Während des jetzigen Lockdown hat dann unsere Gymnastik-Abteilung Online-Trainingsstunden angeboten, die sehr gut angenommen wurden. Dass sich diese Krise möglicherweise negativ auf die Mitglieder-Entwicklung bei den Kindern und Jugendlichen auswirkt, diese Befürchtung habe ich nicht, da unser Nachwuchs einfach gerne zu uns kommt, um Fußball zu spielen. Das ist auch genau der Grund, warum ich das Amt des 1. Vorsitzenden ausübe. Meine einzige echte Sorge bezieht sich auf unsere Wirtsleute, die das TSV-Vereinslokal gepachtet haben. Wir werden wirklich alles dafür tun, dass sie die Corona-Krise bestmöglich überstehen und auch danach weiter den Betrieb aufrecht erhalten können.“

Josef Fischer (Vorsitzender TSG Untermaxfeld): „Hart ausgedrückt, sind wir als Verein derzeit eigentlich pleite. Wir haben momentan weder durch Zuschauer noch den Kioskverkauf irgendwelche Einnahmen. Unser Vereinslokal ist zwar verpachtet. Doch aufgrund der Tatsache, dass unser Wirt nicht öffnen darf, können wir natürlich auch kein Geld verlangen beziehungsweise sind unserem Pächter entgegengekommen. Positiv ist hingegen, dass sich unsere Mitgliederzahlen in der Krise kaum verändert haben. Ich denke, dass sich in diesem Bereich ein ländlicher Verein schon etwas leichter tut als ein Klub in der Stadt, weil sich hier nahezu jeder kennt. Wie und wann es weitergeht? So wie es aktuell aussieht, kann ich mir ehrlich gesagt kaum vorstellen, dass die Fußball-Saison überhaupt zu Ende gespielt wird. Auch seitens des BFV hört man diesbezüglich ja überhaupt nichts. Möglicherweise startet man erst wieder im August mit der Spielzeit 2021/2022.“

Stefan Stadler (Vorstandsmitglied TSV Burgheim): „Wir haben schon festgestellt, dass die Mitgliederentwicklung innerhalb des letzten Jahres tendenziell rückläufig war – auch wenn sich das Ganze zumindest noch einigermaßen im Rahmen hält. Vor allem während des ersten Lockdowns haben wir das eine oder andere Mitglied verloren, da sich die Zwangspause im Frühjahr beziehungsweise Sommer doch fast ein halbes Jahr hingezogen hat. Wie sich die jetzige Situation mit dem zweiten Lockdown speziell im Kinder- und Jugendbereich auswirken wird, darüber machen wir uns sicherlich intensive Gedanken. Sollte es in diesem Frühjahr erneut nicht weitergehen, könnte dies zweifelsohne weitreichendere Folgen haben. Wir haben bereits im vergangenen Jahr gemerkt, dass der Trend vom Mannschaftssport hin zu den Einzelsportarten, die in dieser Phase erlaubt waren, geht. Was die Fußball-Saison 2019/2021 betrifft, bin ich eher skeptisch, dass diese tatsächlich beendet wird. Für unsere Nachwuchskicker wäre es zumindest wichtig, dass sie wieder auf den Trainingsplatz zurückkehren dürfen. Punktspiele sind in diesem Bereich eher zweitrangig.“

Stefan Wiedenhöfer (Vorsitzender SC Rohrenfels): „Im Altersbereich zwischen 20 und 45 Jahren haben wir rund 20 Mitglieder verloren. In persönlichen Gesprächen wurde mir von diesen vor allem mitgeteilt, dass sie in mehreren Vereinen Mitglied seien und sich nun auf die Sportarten konzentrieren wollen, die sie auch tatsächlich betreiben. Der logische Hintergrund ist in meinen Augen definitiv die wirtschaftliche Seite. Viele Familien sind in der aktuellen Situation von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit betroffen und müssen dementsprechend Einsparungen vornehmen. Im Kinder- und Jugendbereich gab es hingegen kaum Veränderungen. Das liegt sicherlich auch daran, dass wir verschiedene Maßnahmen wie Online-Treffen, Challenges oder das Verteilen von Gutscheinen an Weihnachten getroffen haben. Finanziell steht der Verein auf gesunden Füßen. Wir waren im vergangenen Jahr sogar in der Lage, einige Investitionen auf unserer Anlage zu tätigen. Aber klar, sollte der Lockdown noch länger andauern, müssten wir im Laufe des Jahres 2021 sicherlich auch den Gürtel wieder deutlich enger schnallen.“

Oliver Hausmann (Vorsitzender SV Karlshuld): „In Sachen Mitglieder verhält es sich bei uns glücklicherweise ziemlich neutral. Natürlich gab es zum Jahreswechsel die eine oder andere Kündigung, was allerdings relativ normal ist. Bei den Neumitgliedern sieht es dagegen etwas mau aus, da momentan schlichtweg kein Sportangebot zur Verfügung steht. Ich denke, dass sich – was die Mitglieder betrifft – ein ländlicher Verein möglicherweise etwas leichter tut als in der Stadt. In Gesprächen mit unseren Mitgliedern haben mir diese berichtet, dass sie unserem Verein weiterhin die Treue halten, während sie im Gegenzug beispielsweise ihr Abo im Fitnessstudio gekündigt haben. Wann es wieder möglich sein wird, Sport zu treiben, ist schwer zu sagen. Nach der Erfahrung aus dem ersten Lockdown denke ich aber nicht, dass das vor Pfingsten der Fall sein wird.“

Thomas Würmser (Vorsitzender Karate-Club Neuburg): „Auch wenn es in unserem Verein diesmal etwas mehr Austritte wie in den vorangegangenen Jahren gegeben hat, sind wir bislang eigentlich recht gut durch diese Pandemie gekommen. Für uns war es wichtig, als Verein bei unseren Mitgliedern weiter präsent zu sein und wir haben deshalb schon ziemlich frühzeitig ein regelmäßiges Online-Training angeboten. Je länger diese Situation jedoch anhält, umso größer ist sicherlich auch die Gefahr, dass man speziell im Nachwuchsbereich einen noch größeren Mitglieder-Einbruch hinnehmen muss. Wenn die Kinder und Jugendlichen nicht trainieren können, verlieren sie irgendwann den Bezug zum Sport. Zudem sehe ich noch ein weiteres Problem: Sollte beispielsweise im späten Frühjahr der Freiluftsport wieder möglich sein, sind in erster Linie die Hallensportarten die Leidtragenden, da sich die ’Kids’ dann oftmals umorientieren. Da wir schon nach dem ersten Lockdown gesehen haben, wie schwierig es ist, unter den vorgegebenen Maßnahmen in einer Halle beziehungsweise Nebenraum zu trainieren, werden wir – wenn es wieder losgeht – mit Sicherheit auch Training im Freien anbieten.“

Nichts geht mehr: Auch die Sporthalle am Volksfestplatz kann derzeit nicht genutzt werden.
Bild: Dirk Sing

Siegfried Bundesmann (Sportwart Boxclub Neuburg): „Wenn man die aktuelle Situation betrachtet, dann tut mir das in der Seele weh. Wir haben mit dem Bierzeltboxen 2018 und 2019 sowie dem regelmäßigen Training sehr viel Zeit und Arbeit investiert, um wieder etwas beim Box-Club Neuburg aufzubauen. Gerade bei einem Boxer dauert es zumeist ein oder zwei Jahre, um ihn fit für den Ring beziehungsweise Wettkampf zu machen. Aufgrund der Tatsache, dass wir durch die beiden Lockdowns zuletzt jedoch kaum trainieren konnten, fangen wir quasi wieder bei Null an. Die große Frage wird natürlich sein, ob alle Athleten nach dieser langen Pause bei der Stange bleiben und ins Hallentraining zurückkehren, wenn wir wieder loslegen dürfen. Meine große Hoffnung ist, dass das Ende März/Anfang April zumindest in Kleingruppen, wie wir es ja schon einmal praktiziert haben, der Fall sein wird. Das würde uns mit Sicherheit enorm helfen.“

Norbert Eder (Vorsitzender Judo-Club Neuburg): „Bei uns haben sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie definitiv bemerkbar gemacht. Zum Jahreswechsel sind drei unserer Kinder ausgetreten, da sie den eigentlichen Judo-Sport eben nicht ausüben konnten. Für einen kleinen Verein wie den Judo-Club Neuburg ist das schon eine ganze Menge. Man muss wissen, dass wir durch die Abstandsregelungen die meiste Zeit überhaupt nicht richtig trainieren konnten. Judo ist nun einmal ein Vollkontakt-Sport, bei dem man sich ’gezwungenermaßen’ sehr nahekommt. Wir haben zwar nach dem ersten Lockdown Trainingseinheiten mit Gymnastik, Dehnen und Fallübungen angeboten. Doch auf Dauer macht das den Kindern natürlich keinen allzu großen Spaß. Meine Hoffnung ist, dass wir zumindest ab Ostern wieder in die Halle können, um das Vereinsleben etwas am Laufen zu halten. Je länger wir zum Nichtstun gezwungen sind, um so größer ist die Gefahr, dass wir weitere Kinder und Jugendliche verlieren.“

Stefan Behr (Vorsitzender Motor-Club Neuburg): „Was die Mitgliederzahlen betrifft, sind wir bislang glücklicherweise recht gut durch diese Krise gekommen. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren war die Fluktuation sogar noch etwas geringer. Bei der ’normalen’ Gewinnung von neuen Mitgliedern tun aber auch wir uns selbstverständlich schwer. So können wir aufgrund der Maßnahmen zum Beispiel kein Trial-Schnuppertraining für Kinder anbieten. Aber auch unsere Vespa- und Oldtimer-Sparte, in der es vor allem um die Geselligkeit bei Ausfahrten geht, liegt quasi auf Eis. Nichtsdestotrotz haben wir das sportliche Jahr 2021 ganz normal geplant – gepaart mit der Hoffnung, dass wir möglichst viele Veranstaltungen und Wettkämpfe durchziehen können.“

Klaus Sartoris (Vorsitzender BSV Neuburg): „Unser Mitgliederstand ist leider erheblich gesunken. Da auch ein paar dazugekommen sind, dürfte es sich um zehn bis 20 Personen handeln. Die meisten haben wir im Fußball verloren, auch einige im Tischtennis. Problematisch war, dass die Hallen gesperrt waren und nicht gespielt werden konnte. Im Badminton ist der Mitgliederstand in etwa gleich geblieben, die Tennisabteilung hatte einen Zuwachs. Einige Kinder wurden leider abgemeldet, weil sie keinen Sport mehr ausüben können. Viele sehen einen Verein leider als Dienstleister. Wenn dann die Leistung wegfällt, sehen sie keine Notwendigkeit mehr, einen Beitrag zu bezahlen. Die Auswirkungen auf das Finanzielle sind bisher dennoch überschaubar, weil die Beiträge nur ein Drittel unserer Einnahmen ausmachen. Der Rest kommt durch Zweckbetrieb und wirtschaftlichen Betrieb zustande. Hinzu kommt, dass unsere Ausgaben – also etwa Platzwart - oder Fahrtkosten – gesunken sind.

Ann-Kathrin Mayer (Schützenmeisterin Schützenverein Eichenlaub Unterstall): „Bis jetzt haben wir keine Veränderung bei den Mitgliederzahlen zu spüren bekommen, aber wir sind auch noch nicht am Ende der Pandemie. Wir haben viele treue Mitglieder und setzen viel daran, dass uns die Jugend erhalten bleibt. Unser Sportleiter ist stark dahinter, weshalb wir zuversichtlich sind, dass wir von Austritten verschont bleiben. Finanziell merken wir die Folgen der Krise schon, haben aber gut vorgesorgt. Wir haben etwa einen Pächter, dem wir die Pacht erlassen haben, weil er mit der Wirtschaft kein Geschäft machen kann. Uns kommt zudem zugute, dass wir seit knapp fünf Jahren Miete für einen Mobilfunkmasten bekommen. Das ist eine wichtige Einnahmequelle, ohne die wir ins Minus rutschen könnten. Wichtig ist auch, dass uns unsere Sponsoren die Treue gehalten haben.“

Stefanie Barz (Vorsitzende Sport Radfahrerverein Burgheim): „Die Pandemie beziehungsweise der Trainingsausfall haben die Austritte von ein paar Sportlerinnen zwischen 20 und 30 Jahren beschleunigt. Einige hätten aber wohl ohnehin aufgehört. Von den Jüngeren sind Gott sei Dank bisher alle dabei geblieben, wobei ich natürlich nicht weiß, ob das so bleibt. Um den Nachwuchs bei der Stange zu halten, haben wir uns einige Sachen überlegt. Wir müssen einfach den Draht zu den Jugendlichen halten. Es wäre nicht gut, wenn die Gruppen ewig nichts von ihren Trainern hören und die Lust verlieren. Daher haben wir eine Faschingsaktion gestartet und bieten Online-Training an. Unser Nachteil ist, dass wir ein Indoor-Sport sind, der komplett nicht möglich war oder ist. Finanziell gesehen kommen wir gut durch die Krise. Unser Sport verursacht in normalen Zeiten Kosten, gerade die Meisterschaften betreffend. Diese Ausgaben sind weggefallen. Außerdem werden wir durch Zuschüsse von Verbänden unterstützt. Unsere größte Einnahmequelle ist gewöhnlich das Volksradfahren am Vatertag. Auch auf dem Marktfest waren wir mit einem Zelt und Bewirtung vertreten. Diese Einnahmen brechen weg oder sind geringer ausgefallen. Auch heuer werden wir wohl wie im vergangenen Jahr beim Volksradfahren nur Touren anbieten können, aber im Rahmen, wie es vertretbar ist und nicht wie noch 2019 oder davor.“

Thomas Kaeuffer (2. Vorsitzender Donau-Runder-Club Neuburg): „Bis jetzt sind die Folgen für die Mitgliederentwicklung nach meinem Kenntnisstand nicht wild, wir hatten nur wenige Kündigungen. Wir genießen im Verein eine Sondersituation, weil das Paddeln als Individualsport noch möglich ist und man allein oder zu zweit mit den entsprechenden Hygienevorschriften dem Sport nachgehen kann. Im Winter fahren ohnehin nur die Hartgesottenen, die dem Verein eng verbunden sind. Wer nur im Sommer aufs Wasser geht, bekommt von den Einschränkungen kaum etwas mit. Vielleicht überlegen Mitglieder auszutreten, die in erster Linie unseren Kraftraum nutzen, denn der ist aktuell leider geschlossen. Da die Mitgliedsbeiträge unsere Haupteinnahmequelle sind, hält sich der finanzielle Schaden in Grenzen. Was sich noch bemerkbar machen könnte, sind fehlende Einnahmen durch das Camping. Unser Gelände ist verpachtet und wir partizipieren an den Einnahmen. Im vergangenen Sommer wurde ja gelockert und es lief gut. Wie das heuer sein wird, können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen.“

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren