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19.08.2020

TSV Burgheim: Nachwuchs als großes Kapital für die Zukunft

Möchte im weiteren Saisonverlauf der Kreisliga Ost vermehrt auf die eigenen Jugendspieler setzen: Burgheims Spielertrainer Mathias Heckel (links).
Bild: Dirk Sing

Der TSV Burgheim befindet sich in der Kreisliga Ost als Tabellensechster jenseits von Gut und Böse. Für die zweite Saisonhälfte verfolgt Spielertrainer Mathias Heckel einen klaren Plan: Den Einbau von möglichst vielen Jugendspielern.

Es ist ein Luxus, den sich etliche Vereine in der Kreisliga Ost mit Sicherheit ebenfalls wünschen würden. Nach 16 Spieltagen befindet sich der TSV Burgheim quasi im „Niemandsland“. Sprich: Für die Truppe von Spielertrainer Mathias Heckel geht es nach „menschlichem Ermessen“ im verbleibenden Saisonverlauf weder um den Auf- noch um den Abstieg. „Unser Ziel ist es, den TSV Burgheim längerfristig in der Kreisliga zu etablieren. Und diesbezüglich sind wir auf einem guten Weg“, so Heckel.

Kommen und Gehen

Nach zweieinhalb Spielzeiten beim TSV Burgheim, in dessen Zeitraum auch der Kreisliga-Aufstieg fiel, kehrte Abwehr-Chef Daniel Jester während der Corona-Pause zu seinem Heimatverein SV Straß zurück. „Natürlich wird uns Daniel als Stabilisator in der Verteidigung fehlen. Nachdem er in Burgheim sicherlich schöne Jahre hatte, kann ich seine Entscheidung, zurück zum SV Straß zu wechseln, jedoch voll und ganz nachvollziehen“, sagt Heckel.

Dem gegenüber stehen sage und schreibe über 15 Akteure aus dem eigenen Nachwuchs, die nun in den Herren-Bereich aufgerückt sind. „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass vier oder fünf von diesen Jungs den Sprung in die erste Mannschaft schaffen werden“, so der TSV-Coach und fügt hinzu: „Wie viele es letztlich genau sein werden, wird man nach der Vorbereitung sehen. Doch bislang haben sie im Training einen sehr starken Eindruck hinterlassen.“

Trainer

Keine Veränderung gab es auf der Position des Spielertrainers. Mathias Heckel, der nach dieser Saison vom neuverpflichteten Duo Nico Schröttle (VfR Neuburg) und Christian Kühling (SV Eggelstetten) abgelöst wird, führt sein Team durch die Vorbereitung beziehungsweise in die Fortsetzung der unterbrochenen Saison. „Die ganze Corona-Thematik hat irgendwie alles durcheinandergewirbelt. Nachdem meine beiden Nachfolger nicht sofort übernehmen wollten, habe ich mich bereit erklärt, zunächst einmal bis zum Jahresende weiterzumachen. Was danach kommt, wird man sehen – zumal ich ja ohnehin aus beruflichen Gründen etwas kürzertreten wollte“, meint Heckel.

Abbruch oder Fortsetzung?

Bei dieser Frage kommt der Burgheimer Spielercoach durchaus ins Grübeln. „Als leidenschaftlicher Fußballer freut es mich natürlich grundsätzlich, wenn wir wieder spielen können“, sagt Heckel. Dies jedoch unter einer ganz bestimmten Voraussetzung. „So lange die Hygiene-Vorschriften eingehalten werden und das Risiko für die Gesundheit so gering wie möglich ist, kann ich mit der Entscheidung zur Wiederaufnahme der unterbrochenen Saison gut leben“, so der 30-Jährige weiter. Was in seinen Augen zudem für eine Fortsetzung spricht: „Hätte man die Spielzeit abgebrochen und bis zum Jahresende komplett pausiert, wäre die Gefahr groß gewesen, viele Kicker an Einzelsportarten wie beispielsweise Tennis zu verlieren.“

Liga-Pokal

Die Einführung des Liga-Pokals quasi als „Ersatz“ für die Saison 2020/2021 hält Heckel für „eine gute Idee. Zum einen bietet sich den Mannschaften dadurch die Möglichkeit zum Aufstieg. Zum anderen kommen noch weitere Partien unter Wettkampf-Bedingungen hinzu, um ein ganzes Jahr zu überbrücken“. Ein weiterer positiver Aspekt sei laut dem TSV-Coach „auch die Tatsache, dass man im Falle eines Weiterkommens auch einmal gegen andere Kreisligisten spielen kann“. In der Gruppenphase bekommt es der TSV Burgheim zunächst mit dem SV Feldheim und SV Thierhaupten zu tun. Die beiden erstplatzierten Teams ziehen in die Zwischenrunde (mit Hin- und Rückspiel) ein.

Ausgangslage und Zielsetzung

Mit Platz sechs sowie 25 Punkten aus den ersten 16 Partien könnte man im Lager des TSV Burgheim eigentlich rundum zufrieden sein – zumal der Abstand auf den Abstiegsrelegationsplatz bereits stolze elf Zähler beträgt. Doch Mathias Heckel sieht das bisheriger Abschneiden seiner Schützlinge mit einem lachenden, aber auch weinenden Auge. „Grundsätzlich können wir mit dem bislang Erreichten absolut zufrieden sein“, bilanziert Heckel, um dann zu ergänzen: „Leider haben wir uns durch die beiden Niederlagen vor der Winterpause gegen Gerolsbach und Firnhaberau um eine noch bessere Ausgangsposition gebracht. Mit zwei Siegen mehr auf dem Konto hätten wir nur drei Punkte weniger als der Tabellenzweite aus Pöttmes.“

Auch wenn der Zug nach ganz vorne wohl schon abgefahren ist, möchte Heckel mit seinem Team „von Anfang an richtig Gas geben. Denn wenn wir gleich zu Beginn einige Erfolge einfahren, ist die Motivation bei den Jungs auch deutlich größer“. Auch wenn es in Sachen Endplatzierung keine direkte Zielsetzung gebe, hat sich der Burgheimer Übungsleiter vor allem eines auf die Fahne geschrieben: „Wir wollen die zweite Saisonhälfte nutzen, um möglichst viele Nachwuchs-Akteure in unsere Mannschaft einzubauen. Denn das ist unser Kapital für die nächsten Jahre.“

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